Manuelles Repricing in Zeiten von Big Data

Big Data für Marktforschung

Die Datenmenge, die wir täglich im Internet produzieren, wird immer größer und unübersichtlicher. Pro Minute werden 204,166,667 E-Mails verschickt und ein durchschnittlicher Büroangestellter wird in Zukunft ein Datenvolumen von 3,6 Millionen Megabytes produzieren – in einem Jahr.

Das sogenannte Big Data erzeugt Informationen, die das wahre Leben, Denken und Fühlen von immer mehr Menschen authentisch abbilden können. Doch was ist Big Data eigentlich? Dieser abstrakte Begriff wird vielfältig definiert. Im Allgemeinen beschreibt Big Data eine große Menge an Informationen, welche aus unterschiedlichen Quellen erfasst, gespeichert und analysiert werden kann. Dabei sprechen Großunternehmen ab einem Datenumfang von 100 Terabyte von Big Data, mittelständische Unternehmen bereits schon ab einem Terabyte.

Big Data – Die Datenflut effektiv nutzen

Für Hersteller und Unternehmen wird der Umgang mit Big Data immer wichtiger, eröffnet es doch immer umfangreichere Möglichkeiten zur Marktforschung. Laut einer Studie des Branchenverbandes Bitkom, durchgeführt vom IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Crisp Research, wird die Nachfrage an Big Data Analysen im Jahr 2014 um 59 Prozent auf 6,1 Milliarden Euro wachsen. Ein immenser Anstieg, der sich bis 2016 sogar nochmals verdoppeln soll. Bisher konzentriert sich die Onlinemarktforschung fast ausschließlich auf den Konsumenten. Doch auch die Produkt –und Wettbewerbsforschung ist ein wichtiger Analysebereich, der immer mehr an Bedeutung gewinnt.
Die Vorteile aussagekräftiger Big Data Analytics liegen hier deutlich auf der Hand. Unternehmen wie Markenhersteller sind mit ihrer Hilfe in der Lage, sich einen umfassenden Marktüberblick zu verschaffen, um so frühzeitig Trends, Chancen und Risiken erkennen zu können. Welche Produkte gibt es bereits auf dem Markt? Welche Ähnlichkeiten und Unterschiede gibt es zu den eigenen Produkten? Zu welchem Preis wird ein bestimmtes Produkt angeboten und wie entwickelte sich dieser über einen längeren Zeitraum? In welchem Stadium des Produktlebenszyklus befindet sich ein Artikel? All diese Informationen ermöglichen es, schneller und effektiver auf dem Onlinemarkt zu handeln als die Konkurrenz und eigene Produkte strategisch optimal zu positionieren. Das Ziel ist die größtmögliche Markttransparenz. „Je mehr Messdaten ich intelligent finde, zusammenführe und auswerte, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich daraus einen Nutzen ziehen kann“, fasst es Thomas Keil auf seinem Blog Business Intelligence News zusammen.

Der optimale Marktüberblick

Für immer mehr Unternehmen wird die Fähigkeit, wachsende Datenmengen in Echtzeit verarbeiten und analysieren zu können, immer wichtiger. Das ist ein Ergebnis der Studie des IBM Institute for Business Value aus dem Jahr 2012. Von den 1144 Fach- und IT-Verantwortlichen, die dafür befragt wurden, gehen 64 Prozent davon aus, dass die Nutzung von Daten einen Wettbewerbsvorteil darstellt. Doch die Studie zeigt auch die Schwierigkeit der Big-Data-Forschung, denn fast alle Befragten gaben an, ausschließlich interne Datenquellen für ihre Analyseprojekte zu nutzen. Die Herausforderung für Hersteller und Unternehmen ist es nun, besonders auch externe Daten für ihre Marktanalysen nutzbar zu machen. Die unüberschaubare Datenflut muss überblickt und bereinigt werden, um relevante Informationen herauszufiltern zu können. Will ein Unternehmen Big Data effektiv nutzen, sind Advanced-Analytics-Kompetenzen gefragt, die den Meisten noch fehlen. Doch auch für diesen Forschungsbereich gibt es bereits gut funktionierende und standardisierte Lösungen.

Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie mit blackbee auch große Mengen externer Daten, zum Beispiel Produkt- und Preisinformationen, einfach und anschaulich analysieren und auswerten können.

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