Pricing-Chaos bei Notebooksbilliger und Amazon Marketplace

Amazon Marketplace und Notebooksbilliger hatten in der vergangenen Woche aufgrund von Softwarefehlern mit massiven Pricing-Problemen zu kämpfen. Schnäppchenjäger rieben sich die Hände; für die Anbieter dagegen bedeuten die Softwarepannen immense Verluste.

Pricing Chaos bei Notebooksbilliger: Samsung Galaxy, iPad und andere teure HighTech-Produkte für 5,99 Euro

In der Nacht vom 8. Dezember (ausgerechnet der umsatzstärkste Tag im deutschen E-Commerce!) auf den 9. Dezember herrschte im eBay-Shop von Notebooksbilliger großes Preischaos. Der Elektronik- Anbieter hatte mit einem Fehler in einem Datenexportmodul zu kämpfen und bot im unternehmenseigenen eBay-Shop fälschlicherweise alle Artikel für knapp 6 Euro an.

Vor allem der Hinweis der Schnäppchenseite „Mydealz“ beschleunigte den Ausverkauf, sodass der NBB-eBay-Shop so gut wie leergekauft wurde. Erst im Anschluss wurde der Fehler behoben und die Angebote für ungültig erklärt. Der eBay-Shop ging daraufhin offline und ist es nach wie vor. Notebooksbilliger hat sich mittlerweile bei seinen aufgebrachten Kunden entschuldigt. Der obligatorische Shitstorm ließ nicht lange auf sich warten.
Während große Unternehmen wie Notebooksbilliger nicht nur mit Umsatz-und Gewinneinbußen, sondern auch mit Imageverlusten rechnen müssen, stellt für kleine Unternehmen und Händler solch eine Softwarepanne schnell eine bedrohende Existenzgefährdung dar.

Pricing-Chaos bei Amazon Marketplace: Hunderte Waren für einen Penny verkauft

Aufgrund eines Fehlers im automatischen Pricing-Tool RepricerExpress hatten am 12. Dezember viele kleine und mittelständische Amazon-Marketplace-Händler in Großbritannien mit enormen Pricing-Problemen zu kämpfen.
Etwa eine Stunde lang kosteten mehrere Tausend Artikel inklusive Lieferung nur einen Penny. Und obwohl die meisten Bestellungen noch vor dem Versand annulliert wurden, hatten bereits einige Pakete das Lager verlassen und die Käufe wurden rechtskräftig.
Da die von Amazon verlangten Gebühren unabhängig vom Händlerpreis gleich geblieben sind, kämpfen die Anbieter nun mit gewaltigen Verlusten. Noch ist unklar, ob RepricerExpress für die Schäden aufkommen muss.

Die Vorfälle zeigen, dass selbst große Online-Händler nicht vor Pricing-Pannen geschützt sind. Die Ursachen liegen in der Software. Selbstentwickelte Anwendungen haben häufig nicht den gewünschten Effekt. Klassische Repricing-Tools, wie im Fall von Amazon, orientieren sich lediglich an den günstigsten Konkurrenten am Markt und führen so zu unvermeidlichen Preisabwärtsspiralen. Sogenannte dynamische Pricing-Lösungen, die auf der Auswertung von Preiselastizitäten basieren, sind in Zeiten außergewöhnlichen Konsumentenverhaltens (wie zur Weihnachtszeit), ebenfalls sehr fehleranfällig.

Welche Alternativen gibt es?

Doch wie hätten Notebooksbilliger und die britischen Amanzon-Händler das Pricing-Chaos verhindern können? Die Konkurrenz am E-Commerce ist schließlich riesig. Wer bei der oftmals aggressiven Preispolitik vieler Anbieter mithalten will, ist gut beraten, eine Software zur Preisoptimierung zu nutzen. Der Teufel steckt hier im Detail. Regelbasierte Tools – wie blackbee – sind Repricing- und Dynamischen Procing-Lösungen weit überlegen, weil sie viel individueller auf die Bedürfnisse des Nutzers zugeschnitten sind. Sie behalten genau die Wettbewerber im Auge, mit denen der Nutzer sich am Markt messen möchte. Dabei können Marktpositionen, Sortimentsüberschneidungen, Kundenbewertungen, Preisentwicklungen und weitere Paramater zur Bestimmung genutzt werden. Außerdem warnt blackbee pilot automatisch vor Preisspiralen, enthält umfangreiche Sicherheitseinstellungen sowie Warnmechanismen und agiert innerhalb der vom Kunden gesetzten Preisgrenzen. So behalten Händler stets die volle Kontrolle über ihre Preise und müssen sich über ein mögliches Pricing-Drama keine Gedanken machen.

Lesen Sie außerdem, wie Sie die optimale Pricing-Strategie für Ihren Shop finden.

 

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