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Der Markt wächst! – Ergebnisse der Studie „E-Commerce-Markt Deutschland 2015“

Bereits zum siebten Mal ist die Marktstudie der 1000 umsatzstärksten B2C-Onlineshops für physische Güter „E-Commerce-Markt Deutschland 2015“ im Oktober 2015 (mit Geschäftsdaten aus dem Jahr 2014) erschienen. Das EHI Retail Institute und Statista haben Onlineshops anhand verschiedener Merkmale, wie angebotene Produktsegmente, Social-Media-Aktivitäten sowie Versand- und Zahlungsarten analysiert. Da der Trend Omnichannel an Bedeutung gewonnen hat, wurden im vergangen Jahr zum ersten Mal – neben den Onlineshops – die Shopsysteme genauer unter die Lupe genommen. Mit 14,6 Prozent ist Magento damit das am häufigsten genutzte Shopsystem. Jedoch konnten bei der Analyse nur ca. 50 % der Shopsysteme erkannt werden.

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EHI Retail Institute, Statista, iBusiness (2015): „E-Commerce-Markt Deutschland 2015. Marktstudie der 1.000 umsatzstärksten B2C-Onlineshops für physische Güter“, EHI Retail Institute GmbH, Köln und Hamburg, S. 11

Das wohl wichtigste Ergebnis der Studie ist, dass der Markt nach einer Umsatzstagnation im Jahr 2013 im darauffolgenden Jahr um ca. neun Prozent gewachsen ist. Seit der ersten Veröffentlichung der Top-1000-Onlineshops Studie im Jahr 2008 hat sich der Umsatz sogar fast verdoppelt – von 17,5 Prozent auf 32,7 Prozent. Diese Entwicklung basiert auf den veränderten Nutzungsgewohnheiten der Konsumenten. Vor allem durch die Einführung von Smartphones und Tablets wurde das Online Shopping für den Kunden bequemer und damit auch attraktiver.

Fehlende Vielfältigkeit im deutschen E-Commerce?

2014 haben die Top 1000-Onlineshops Deutschlands zusammengerechnet einen Umsatz von 32,7 Mrd. Euro erwirtschaftet. Allein 38,1 Prozent dessen wurden von den zehn umsatzstärksten Unternehmen verbucht. Durch diese Dominanz wird klar, dass sich die Umsatzkurve deutscher Onlineshops als Long Tail Modell beschreiben lässt. Der Anstieg der Marktkonzentration wird noch deutlicher, indem man die 100 umsatzstärksten Unternehmen betrachtet, denn diese haben einen Umsatzanteil von 66,1 %.

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EHI Retail Institute, Statista, iBusiness (2015): „E-Commerce-Markt Deutschland 2015. Marktstudie der 1.000 umsatzstärksten B2C-Onlineshops für physische Güter“, EHI Retail Institute GmbH, Köln und Hamburg, S. 12

Unter den Top-Onlineshops hat sich wenig verändert, zwischen den Plätzen 50 und 100 haben sich jedoch stark wachsende Unternehmen platziert. Zudem wurden 200 neue Shops auf den Plätzen 500 bis 1000 berücksichtigt und sprechen somit für die Vielfalt im deutschen E-Commerce aus den Branchen Lebensmittel, Floristik, Pharmazie sowie Optiker.

Onlineshops mit einem breiten Warenangebot, in der Studie als „Generalisten“ bezeichnet, haben mit 40,5 Prozent den größten Anteil am Gesamtumsatz der berücksichtigen Händler. Mit 17,9 Prozent liegen Fashion-Shops auf Platz zwei und Elektro-Onlineshops mit 12 Prozent auf Platz drei. Auch hier zeigt sich die hohe Marktkonzentration, denn alle anderen Kategorien haben nur sehr geringe Anteile am Gesamtumsatz. Amazon.de – der Generalist schlecht hin – bleibt auch weiterhin der umsatzstärkste Onlineshop in Deutschland mit ca. 6,6 Mrd. Euro Umsatz im Jahr 2014 im B2C Bereich. Die deutschen Onlineshops Otto.de (1,99 Mrd. Euro) und zalando.de (0,87 Mrd. Euro) sind die einzigen, die umsatztechnisch mit dem Platzhirsch Amazon mithalten können.

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EHI Retail Institute, Statista, iBusiness (2015): „E-Commerce-Markt Deutschland 2015. Marktstudie der 1.000 umsatzstärksten B2C-Onlineshops für physische Güter“, EHI Retail Institute GmbH, Köln und Hamburg, S. 17

Zudem haben sich Trends wie mobile Verfügbarkeit und Social Media fest im E-Commerce etabliert. Fast die Hälfte der 1000 Shops sind Multichannel-Händler und nur ca. ein Drittel sind reine Onlineshops (inkl. Mobile Shop). 63,4 Prozent der Anbieter nutzen Mobile Websites, die damit die stationären Geschäfte als stärksten zusätzlichen Vertriebskanal abgelöst haben. Das unter den Shops am meisten verbreitete soziale Netzwerk zur Kundenkommunikation ist Facebook mit 90,5 Prozent.

Auch Gütesiegel und Shopbewertungen haben einen regelrechten Boom erlebt. 2014 waren diese Möglichkeiten nicht einmal auf 50 Prozent der Shops vertreten; 2015 nutzen sie schon ca. zwei Drittel. Ebenfalls mehr als zwei Drittel des gemeinsamen Umsatzes der Onlineshops verteilt sich auf Shops, die das Gütesiegel „EHI Geprüfter Online-Shop“ tragen. Sechs von zehn der umsatzstärksten Onlineshops besitzen ein EHI Siegel. Diese ungleiche Verteilung zeigt, dass Kunden Shops mit Gütesiegeln mehr vertrauen und somit positive Effekte für ebendiese Händler haben.

Der Kunde bleibt König

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass 2014 unter dem Motto mehr stand und jenes auch die Zukunft definieren wird. Es wurde mehr Umsatz verbucht, es gab mehr Touchpoints, mehr Zahlungs- und Versandarten und mehr Produkte auf dem Markt. Obwohl wenig Dynamik an der Spitze des Rankings herrscht, sind 200 neue Shops auf den niedrigeren Plätzen hinzugekommen. Dazu gehören unter anderem Lebensmittelshops, Online-Optiker und Apotheken sowie Blumengeschäfte. Zudem werden zukünftig weiterhin die Modelle Multi-, Cross- und Omnichannel-Handel den Markt definieren. Letztendlich entscheidet aber vor allem der Kunde über die Entwicklung des Online Shoppings, denn er kauft so, wie es für ihn am bequemsten ist.

Bleiben Sie Ihrer Konkurrenz immer einen Schritt voraus

Doch trotz des Marktwachstums bedarf es der richtigen Strategie, um sich als Unternehmen überhaupt am Markt etablieren und gegenüber den dominanten Top-Playern beweisen zu können. Es kommt darauf an, die große Menge an verfügbaren Marktdaten stets zum eigenen Vorteil zu nutzen und der Konkurrenz immer einen Schritt voraus zu sein. Markttransparenz ist in diesem Zusammenhang ein wichtiges Stichwort. Allein das Einsammeln der Daten reicht nicht aus – es geht auch darum, sie richtig auszuwerten und somit Transparenz zu schaffen. Hier kommen datenbasierte Softwares wie blackbee ins Spiel. Automatisiert werden die verfügbaren Daten erfasst, bezüglich der Kundenbedürfnisse individuell ausgewertet und bieten somit die Grundalge für unverzichtbare webbasierte Produkt- und Marktanalysen. So nutzen bereits viele Unternehmen, die von blackbee zur Verfügung gestellten Informationen erfolgreich für Preisbeobachtungen, Preisoptimierungen, Sortimentsanalysen, Channel Monitoring und/ oder Product Benchmarking. Die Relevanz solcher Angebote wird in Zukunft stark zunehmen, da jeder ein Stück vom großen Kuchen E-Commerce abbekommen will.

 

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