Preisoptimierung für Online-Händler #3: Definieren Sie Ihre Preispolitik!

In unserer Artikelserie „Preisoptimierung für Online-Händler: So stärken Sie mit intelligentem Preismanagement Ihre Wettbewerbsposition“ haben wir Ihnen bisher ein Status quo zum Thema „Preisoptimierung im Internet“ gegeben. Außerdem wissen Sie nun, welche Herausforderungen beim Einsatz von Pricing-Tools auftreten und welcher positive Nutzen sich bei der Anwendung daraus für Sie ergibt. Im heutigen Artikel stellen wir Ihnen kurz zusammengefasst zwei Möglichkeiten zur Gestaltung Ihrer Preispolitik vor: die Niedrigpreis- sowie Hochpreisstrategie.

 

Welche Preispolitik passt zu meinem Unternehmen?

Die Optimierung der eigenen Preise ist für Handelsunternehmen ein komplexes Unterfangen. Viele Faktoren fließen in die Preissetzung ein. Neben den Kosten für Beschaffung und Administration, die gewissermaßen die Untergrenze für die Preissetzung darstellen, spielen verschiedene Marktbedingungen eine zentrale Rolle. Je nach Wettbewerbsstrategie des Händlers sind die Preiselastizität der Nachfrage sowie die Entwicklung der Konkurrenzpreise wichtige Elemente – Definieren Sie deshalb vorab Ihre Preispolitik!

Niedrigpreisstrategie

Je nach Produktart und Zielsetzung des Unternehmens stehen dem Händler verschiedene Preisstrategien zur Auswahl. Für Händler, die für bestimmte Warengruppen das Ziel der Marktanteilsausweitung verfolgen, bietet sich die Niedrigpreisstrategie an. Hierbei werden wenig innovative Produkte, die eine ausreichende Nachfrage am Markt ansprechen, zu niedrigen Preisen verkauft. Die Strategie zielt auf einen Mengeneffekt ab. Je mehr Produkte verkauft werden und je höher der erreichte Marktanteil ist, desto höher fällt der Gewinn aus. Beispiele für die Niedrigpreisstrategie sind Produkte des täglichen Gebrauchs und Discounterwaren.

Preisoptimierung-fuer-Onlinehaendler-Produkte-Niedrigpreisstrategie

Produkte des täglichen Gebrauchs wie Zahnbürsten oder Zahnpasta werden eher niedrig bepreist.

Hochpreisstrategie

Margenorientierte Händler hingegen wählen eher die Hochpreisstrategie. Dabei werden innovative Produkte so am Markt platziert, dass weniger Einheiten zu höheren Stückpreisen verkauft werden. Beispiele sind hochwertige Markenprodukte und innovative Technologiewaren. Die Preiselastizität der Nachfrage ist recht gering, sodass die Nachfrage hier nicht sehr groß sein muss, um die Margen hoch zu halten.
Zwischen diesen beiden Preisstrategien gibt es für Online-Händler viele Möglichkeiten, die optimalen Preise zu finden. Stationäre Discounter wie Aldi und Lidl schaffen mitunter den Spagat zwischen Marktanteils- und Margensteigerung. Indem nicht nur die Preise, sondern auch die Kosten für Flächen, Personal und Beschaffung extrem niedrig gehalten werden, sind Discounter häufig rentabler und marktbeherrschender als klassische Supermärkte.

Elektronische Geräte hochwertiger Marken werden häufig zu hohen Stückpreisen verkauft.

Elektronische Geräte hochwertiger Marken werden häufig zu hohen Stückpreisen verkauft.

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Preissetzung

Neben der Kenntnis der eigenen Kosten, Ziele sowie Umsatz- und Absatzzahlen, sollten Sie Ihren Markt stets genau beobachten und analysieren. Im Online-Handel wird die Beobachtung des Wettbewerbes gegenüber dem stationären Handel insofern erleichtert, als alle Konkurrenten gewissermaßen an einem Ort – dem Internet – versammelt sind. Die Schwierigkeiten liegen dabei jedoch in der schier unendlichen Größe des Marktes. Die Zahl der zu beobachtenden Anbieter macht die Erfassung und Analyse aktueller Daten auf manuellem Wege quasi unmöglich, sodass die passende Reaktion auf Preissetzungen der Konkurrenz für viele Shopbetreiber langsam und ineffizient ist. Eine zu späte oder nicht ausreichende Anpassung der eigenen Preispolitik verschenkt wichtige Umsatz- und Gewinnpotenziale.
Eine Lösung zur automatisierten Preisoptimierung kann da Abhilfe schaffen. In unserem nächsten Artikel zeigen wir am Beispiel von blackbee, wie eine intelligente Preisoptimierung für Online-Händler funktioniert.

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Preisoptimierung für Online-Händler #2: Herausforderung vs. Nutzen

Im ersten Teil unserer Serie „Preisoptimierung für Online-Händler: Wie Sie mit intelligentem Preismanagement Ihre Wettbewerbsposition stärken“ haben wir den Status Quo des deutschen Online-Handels beschrieben. Im zweiten Teil unserer Artikelserie gehen wir nun auf die Herausforderungen sowie den Nutzen beim Einsatz einer automatisierten Software zur Preisoptimierung ein.

Herausforderungen einer intelligenten Preisoptimierung

Die wichtigsten Herausforderungen treten bei der Beschaffung und Einbindung der Daten, bei der detaillierten Anpassung an die individuellen Anforderungen des Händlers sowie bei der Bewältigung von Komplexitäts- und Sicherheitsanforderungen auf:

Crawling

Die Beschaffung der für die Preisoptimierung relevanten externen Daten erfolgt mit Hilfe des sogenannten Crawling-Verfahrens. Das Crawling hat zum Ziel, relevante Internetquellen wie Online-Shops, Marktplätze oder Preisvergleichsportale nach vergleichbaren Angeboten zu durchsuchen. Probleme können dabei durch teilweise enorme Datenmengen, Veränderungen in den Webseiten und URL-Strukturen externer Seiten entstehen.

Matching

Ein zuverlässiger Vergleich der eigenen Produktpreise mit den Angeboten der Wettbewerber, eine darauf aufbauende Analyse der Sortimentsüberschneidungen sowie Preisverläufe setzt eine zuverlässige Zuordnung der gefundenen Wettbewerberangebote zu den eigenen Produkten voraus. Dieses Verfahren wird auch Matching genannt. Beim Matching liegen die Herausforderungen in den oft unterschiedlichen Bezeichnungen für gleiche Hersteller, Produkte und Merkmale („HP“ vs. „Hewlett-Packard“, „Laptop“ vs. „Notebook“, „royal blue“ vs. „königsblau“ usw.). Auch fehlende bzw. falsch angegebenen EAN/GTIN stellen ein Problem dar.

Komplexität

Die Bewältigung der Komplexität ist eine der größten Herausforderungen intelligenter Preisoptimierungslösungen. Sie entsteht durch enorme Datenmengen und die Umsetzung vielschichtiger Marktstrategien. Mit Hilfe umfangreicher Einstellungsmöglichkeiten, die ein Online-Händler zur Anpassung an die eigene Preisstrategie nutzt, kann die Komplexität bewältigt werden. Individuell einstellbare und skalierbare Regeln, Filter und Preisgrenzen sollten die Möglichkeit bieten, Preise nach bestimmten Vorgaben und im Rahmen der Preispolitik des Händlers zu optimieren.

Benutzerfreundlichkeit

Die Benutzerfreundlichkeit der Einstellungen, die einfach und verständlich vorzunehmen sein sollten, spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Auch die Möglichkeit, mit mehreren Nutzern gleichzeitig Änderungen in der Software vorzunehmen, ist eine Herausforderung. Die Diskrepanz von Komplexitätsanforderungen einerseits und der Einfachheit für den Nutzer andererseits ist ein Grundproblem bei der Entwicklung umfangreicher Softwarelösungen zur Preisoptimierung.

Zeitaufwand

Zeitliche Aspekte sind für die intelligente Preisoptimierung ebenfalls nicht unerheblich. Im Online-Handel ändern Preise sich viel häufiger als in stationären Geschäften. Hier ist eine wöchentliche, wenn nicht gar tägliche Aktualisierung der Produktdaten und Preise die Grundvoraussetzung für schnelle Reaktionen auf Veränderungen im Wettbewerb.

Sicherheit

Darüber hinaus ist der Faktor Sicherheit von enormer Bedeutung. Die Verlässlichkeit der Berechnungen und der Schutz des Händlers vor Preisspiralen sollten stets im Vordergrund stehen. Die Kontrolle über die eigenen Preise muss beim Händler liegen. Im Idealfall nimmt eine automatisierte Preisoptimierung zu keiner Zeit eigenmächtig Preisänderungen vor, sondern macht lediglich Preisvorschläge, die dann schnell, unkompliziert und sicher in Warenwirtschaftssysteme übernommen werden können. Die Verbindung dieser Herausforderungen macht die Eigenentwicklung einer passenden Lösung zur Mammutaufgabe. Durch den Einsatz einer standardisierten Software können Ressourcen eingespart und zeitliche Vorteile gegenüber der Konkurrenz geschaffen werden. Dies erhöht wiederum den Druck auf andere Marktteilnehmer, sodass die intelligente Preisoptimierung im rasant wachsenden E-Commerce mittel und langfristig obligatorisch sein wird.

Herausforderung vs. Nutzen beim Einsatz einer intelligenten Software zur Preisoptimierung

Herausforderung vs. Nutzen beim Einsatz einer intelligenten Software zur Preisoptimierung

 

Online-Händler: Erfolgreicher Nutzen beim Einsatz von Tools zur Preisoptimierung

Die Preisoptimierung mittels einer automatisierten Softwarelösung hat für Onlinehändler viele Vorteile:

Zeitersparnis

Die intelligente Preisoptimierung verringert den internen manuellen Aufwand der Preissetzung wesentlich. Alle nötigen Wettbewerbsdaten zur dynamischen Anpassung der Preise werden geliefert, sodass weniger personelle und finanzielle Ressourcen gebunden werden. Die Daten stammen dabei aus beliebig vielen Quellen, sodass eine umfassende, kanal- und marktübergreifende Analyse gewährleistet wird.

Markttransparenz

Detaillierte, tagesaktuelle Informationen schaffen Markttransparenz und versetzen Betreiber von Online-Shops in die Lage, schnell auf Preisänderungen ihrer Konkurrenten reagieren zu können und so wertvolle Potenziale abzuschöpfen. Mittels langfristiger Historien und qualitativ hochwertiger Daten können Online-Händler die Strategien verschiedener Marktteilnehmer überblicken und frühzeitig Konsequenzen für die eigene Preisstrategie ziehen.

Skalierbarkeit

Individuell einstellbare Softwaremodelle machen es möglich, die Preisoptimierung auf die strategische Unternehmensausrichtung anzupassen. Die Skalierbarkeit führt dazu, dass die Software „mitwächst“. Nehmen Waren- und Datenmengen mit der Zeit zu, können Anpassungen leicht vorgenommen werden. So sind Pricing-Strategien auch für Hunderttausende von Produkten automatisiert umsetzbar und erweiterbar.

vollständige Kontrolle

Negative Effekte wie Preisspiralen, die auch bei sehr sorgfältiger manueller Preisanpassung nicht ausgeschlossen werden können, werden bei der automatisierten Preisoptimierung durch den Einsatz verschiedener Schutz- und Warnmechanismen vermieden. So können mit Hilfe von Sicherheitseinstellungen Preisschwankungen, zu große Preisunterschiede und Warenbestände in die Preisoptimierung mit einfließen. Die Kontrolle über das Preismanagement liegt stets beim Händler.

Auch wenn die aufgelisteten Herausforderungen beim Einsatz einer Software zur Preisoptimierung zunächst überwiegen, so lohnt sich die technologische Unterstützung beim Pricing allemal. Im nächsten Beitrag unserer Artikelserie erfahren Sie, warum Sie Ihren Markt immer genau im Blick haben sollten und wie Pricing-Tools Sie bei der Preisbeobachtung im Internet unterstützen.

 

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5 Gründe, weshalb Sie mit dem manuellen Repricing aufhören sollten – Teil 1

Um heutzutage als Händler im E-Commerce wettbewerbsfähig zu bleiben, kommt es vor allem auf Eines an: Gut frequentierte Preisänderungen, die Sie von Ihren Wettbewerbern abheben. Denn für die meisten Kunden ist der Preis das wichtigste Kaufkriterium. Die vielen Möglichkeiten zum Preisvergleich im Netz, die Plattformen wie Preisvergleich.de bieten, verstärken die Preisorientierung des Kunden zusätzlich. Viele Online-Händler haben sich dieser Herausforderung bereits gestellt und betreiben ein aktives Preismanagement. Sie vertrauen auf automatisiertes Repricing, um ihre Preise regelmäßig an die aktuelle Marktsituation anzupassen. Die häufigsten Preisänderungen finden sich bei großen Marktplätzen wie Amazon und eBay. Allein Amazon passt jeden Tag millionenfach Preise an.

Trotz der enormen Zahl an Preisanpassungen erfassen 8 von 10 Online-Händlern Preisdaten der Wettbewerber immer noch händisch. Doch ist manuelles Pricing aufgrund der unzähligen Preisveränderungen, die jeden Tag von Online-Händlern vorgenommen werden, überhaupt noch möglich? Welche Vorteile bieten automatisierte Tools? Und welche Nachteile entstehen durch manuelle Preisbeobachtung? Diesen Fragen möchten wir in unserer neuen Artikelserie auf den Grund gehen. Wir zeigen Ihnen anhand von fünf Gründen, weshalb Sie mit dem manuellen Repricing aufhören sollten.

Heute starten wir mit dem ersten Grund:

#1 Manuelles Repricing: Mensch gegen Maschine

Bei der riesigen Menge an Daten auf die Sie treffen, wenn Sie das Web manuell nach Preisen durchsuchen, ist die Wahrscheinlichkeit, dabei einen Fehler zu machen, relativ hoch. Egal ob Sie sich den falschen Preis Ihrer Wettbewerber notieren oder ein Komma falsch setzen: in der komplexen Welt des E-Commerce gibt es viele Quellen für menschliche Fehler. Außerdem hängt der Erfolg stark von den analytischen Fähigkeiten des Preismanagers ab, die – so bitter es auch sein mag – niemals an die Genauigkeit eines technischen Algorithmus herankommen.

Technologie vs. Mensch im E-Commerce

Technologie besiegt Mensch. In Zeiten von Big Data sind menschliche Fehlerquellen bei der Preisoptimierung zu hoch, um im E-Commerce erfolgreich zu bleiben.

 

Mit automatisiertem Repricing sparen Sie Zeit und Kosten

Ein weiterer Vorteil der bei der Verwendung automatischer Preisbeobachtungs-Tools klar auf der Hand liegt: Eine Software ist viel schneller! Online-Händler die bereits mit intelligenten Softwarelösungen arbeiten, passen Ihre Preise so häufig an, dass es für einen Menschen eigentlich unmöglich ist, mit dieser hohen Preisänderungszahl mitzuhalten. Im Vergleich zur Technologieanwendung können Sie manuell niemals ebenso viele Produkte und Preise in der zur Verfügung stehenden Zeit erfassen. Je mehr Produkte und Wettbewerber Sie haben, desto mehr Zeit nimmt die Änderung Ihrer eigenen Preise in Anspruch. Preisanpassungen kosten enorm viel Zeit und werden bei Ihren Wettbewerbern praktisch rund um die Uhr vorgenommen. Deshalb passen Preisänderungen auch nicht in das klassische 9-5 Arbeitsschema. Mit einer automatisierten Software zur Preisoptimierung bleiben Sie wettbewerbsfähig und können Preise nicht nur schneller, sondern auch häufiger abfragen.

Zu guter Letzt arbeiten Sie mit dem automatischen Repricing kostenorientierter. Im Vergleich zu den Personalkosten, die Sie für Ihre Mitarbeiter aufwenden, die die Preisoptimierung händisch vornehmen, sind die Kosten für den Einsatz einer technischen Lösung geringer. Die Zeit, die Sie dadurch gewinnen, können Sie nutzen, um mit Ihrem Online-Shop weitere Wettbewerbsvorteile zu erlangen – zum Beispiel durch die Analyse von Trends. Dadurch, dass manuell nicht jede Preisänderung von jedem Produkt erfasst werden kann, können für Sie außerdem Wettbewerbsnachteile entstehen. Aufgrund der hohen Preisorientierung Ihrer Kunden kann eine manuelle Preisoptimierung Gewinn- und Umsatzverluste nach sich ziehen, sollten Ihre Wettbewerber den besseren Preis haben.

Im Fazit bedeutet das: Intelligente Software-Tools schlagen menschliche Fähigkeiten. Manuell vorgenommene Preisbeobachtungen sind auf lange Sicht wenig effektiv und verursachen höhere Kosten und Verluste. Vor allem Online-Händler mit einer großen Anzahl an Produkten und Wettbewerbern kommen um eine intelligente Pricing-Lösung nicht herum. Mehr zur Bedeutung von Sortimentsumfängen und Wettbewerbern beim Repricing erfahren Sie im nächsten Teil unserer Artikelserie „5 Gründe, weshalb Sie mit dem manuellen Repricing aufhören sollten“.

Mit blackbee bieten wir Ihnen ein individuelles Tool zur Preisbeobachtung und Preisoptimierung. Jetzt testen und von den Vorteilen einer automatisierten Softwarelösung profitieren.

Preisoptimierung für Online-Händler #1: So stärken Sie Ihre Wettbewerbsposition

Bepreisen Sie Ihre Produkte im Online-Handel dynamisch? Wenn nicht, dann verschenken Sie wertvolles Potential zur Gewinn- und Umsatzsteigerung. In unserer neuen Artikelserie „Preisoptimierung für Online-Händler: Wie Sie mit intelligentem Preismanagement Wettbewerbsposition stärken“ zeigen wir Ihnen, wie dynamische Preisoptimierung aussehen kann. Sie erhalten einen Überblick über die Möglichkeiten, die Ihnen der Einsatz einer intelligenten Software bietet und wie Sie den Preis als wichtigsten Online-Shopping-Faktor zu Ihrem Vorteil nutzen können.

Der Online-Handel hat weiterhin hohes Wachstumspotential

Der Handel über das Internet ist weltweit einer der größten Wachstumsmärkte. Der E-Commerce Umsatz kletterte allein in Deutschland im Jahr 2014 auf über 42 Mrd. EUR. Das entspricht einer Steigerung von 25% gegenüber dem Vorjahr. Täglich entstehen neue Internetshops, werden Tausende von Neukunden gewonnen und unzählige Produkte online bestellt. Komplexität und Aggressivität im Preiskampf nehmen kontinuierlich zu. Die Betreiber von Online-Shops sind gezwungen, das Marktgeschehen genau zu verfolgen, um Wettbewerbsvorteile gegenüber der Konkurrenz frühzeitig generieren zu können. Eine Möglichkeit, die enormes Potenzial an Margen und Gewinnsteigerung bereithält, liegt in der Preispolitik.

Wie das renommierte Pricing-Beratungsunternehmen Simon-Kucher & Partners im Pricing Stresstest herausfand, kann bereits eine Preiserhöhung von 10% zu einer Verdopplung des Gewinns führen. Laut der Global Pricing Study sind 69% der Unternehmen, die eine Preiserhöhung vornehmen, in der Lage, ihre Gewinnmarge zu steigern.

Damit ist der Preis der stärkste Gewinntreiber unter den Marketinginstrumenten.

Doch wie weit können Online-Shopbetreiber bei der Erhöhung und Senkung ihrer Preise gehen, ohne Marge oder Marktanteile einzubüßen? Das ist im Wesentlichen von der Wettbewerbssituation abhängig. Je nach Strategie verfolgen E-Commerce-Unternehmen das Ziel, ihre Gewinnmarge zu steigern oder ihre Marktanteile auszubauen. Die Preissetzung erfolgt meist streng anhand dieser Preisstrategie. Das Erfassen und Analysieren der Marktsituation ist für das richtige Pricing also unabdingbar. Hier helfen automatisierte Lösungen zur Preisoptimierung, die Unternehmensressourcen schonen und auf sich ändernde Marktbedingungen schnell zu reagieren.

Preisoptimierungen im Online-Handel: Status quo

Die weltweit führende Preisberatung Simon-Kucher & Partners kommt zu dem Ergebnis, dass Preissteigerungen im Vergleich zu Kostensenkungen oder Absatzmengensteigerungen den größten positiven Effekt auf den Gewinn haben. Darüber hinaus eignet sich der Preis besonders gut als Marketinginstrument, da starke Nachfrageeffekte auf sehr kosten- und zeitsparende Weise erzielt werden können. Für den E-Commerce sind jedoch einige Besonderheiten zu beachten. So ist die Preiselastizität der Nachfrage auf Grund der Markttransparenz relativ hoch.

Schon geringe Preisänderungen können sich in starken Nachfrageschwankungen niederschlagen.

Das macht gleichzeitig eine sensible Preissetzung in Online-Shops und die Beobachtung des Marktgeschehens unerlässlich. Obwohl bereits einige Unternehmen auf intelligente, dynamische Pricing-Technologien setzen, besteht bei deren Einsatz noch viel Potenzial. Nur 30% der befragten E-Commerce-Unternehmen haben Systeme zur dynamischen Preisoptimierung implementiert. Von ihnen vermelden jedoch 61% steigende Gewinne. Da verwundert es nicht, dass ganze 76% der E-Commerce- Unternehmen, die noch keine dynamische Preisoptimierung nutzen, deren Einführung kurz- oder mittelfristig planen.

Software zur Preisoptimierung: Die Nachfrage steigt rasant

Der Markt für automatisierte Software zur Preisoptimierung wächst auf Grund steigender Nachfrage. Verschiedene Softwaremodelle für unterschiedliche Bedürfnisse werden angeboten. Sogenannte Repricing- Tools richten sich hauptsächlich an Betreiber von Shops auf Marktplätzen wie amazon marketplace und eBay. Sie beobachten zum einen die Preisentwicklungen bestimmter Wettbewerber innerhalb eines Online-Marktplatzes. Zum anderen setzen sie die Preise eines Shops anhand voreingestellter Regeln automatisch knapp unterhalb des günstigsten Konkurrenzpreises.

Problematisch dabei ist der Preisverfall, der häufig auf Marktplätzen dieser Art beobachtet wird. Je mehr Anbieter auf einem Online-Marktplatz eine solche Repricing-Software nutzen, desto mehr unterbieten sich die Tools gegenseitig und die Preise fallen ins Bodenlose. Außerdem erfüllt der Umfang der Repricing-Tools häufig nicht die Erwartungen vieler Online-Händler. Die Softwarequalität ist aufgrund der Beschränkung auf einzelne Onlineportale oder –kanäle sowie eine reine EAN Abfrage ohne Titel-Matching oft nicht zufriedenstellend.

Technologien des Dynamic Pricing

Neben den Repricing-Tools gibt es dynamische Preisoptimierungs-Technologien, die interne Potenziale des Preismanagements aufdecken und optimieren. Sie ziehen Kennzahlen wie Kosten-, Umsatz- und Absatzgrößen heran, um die Preise zu optimieren. Sinkt beispielsweise die Absatzmenge eines Produktes, so wird ein Dynamic Pricing-Tool den Produktpreis etwas nach unten setzen, um die Nachfrage zu stimulieren, und umgekehrt. Die Entwicklung marktseitiger Kennzahlen wie der Wettbewerbspreise wird dabei jedoch meist außen vor gelassen.

Eine innovative Entwicklung auf dem Markt der Preisoptimierungslösungen für den E-Commerce sind Technologien, die marktübergreifende Analysen der Wettbewerbssituation in das Dynamic Pricing einbeziehen. Hierbei werden zunächst Konkurrenten für bestimmte Produktgruppen festgelegt, dann marktübergreifende Wettbewerbsdaten gesammelt und mit den Daten des Händlers abgeglichen. Die gewonnenen Informationen werden anschließend zur Preisoptimierung benutzerfreundlich aufbereitet. So stellen sie eine solide Grundlage für die Umsetzung umfassender, wettbewerbsspezifischer Preissetzungsstrategien von E-Commerce-Unternehmen dar.
Die Qualität der ausgelieferten Daten spielt dabei eine entscheidende Rolle. Die marktübergreifende Optimierung der Preise im Hinblick auf komplexe und umfassende Preisstrategien erfordert ein System, das sowohl technologisch als auch qualitativ höchsten Standards entspricht.

Im nächsten Blogartikel zu unserer Serie „Preisoptimierung für Online-Händler: So stärken Sie online Ihre Wettbewerbsposition“ gehen wir auf die Herausforderungen und den Nutzen bei der Implementierung von Tools zur Preisoptimierung ein.

Sie benötigen weitere Insights zum Thema Pricing? Dann laden Sie sich jetzt unser Whitepaper „Preisoptimierung für Online-Händler – Wie Sie mit intelligentem Preismanagement Ihre Wettbewerbsposition stärken.“ herunter!

Preisoptimierung online: Bauchgefühl ist gut, Zahlen sind besser

Preisoptimierungen sind ein entscheidender Erfolgsgarant im Online-Handel. Dabei nehmen vor allem Potentiale zur Ertragssteigerung eine besondere Stellung ein. Deshalb sollten Strategien zur Stärkung der Marge und zur Steigerung des Gewinns wohlüberlegt und aufgrund von hoch validen Daten erfolgen. Je qualitativ hochwertiger die Daten, desto genauer kann auf Veränderungen im Markt eingegangen werden. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen mit verfügbaren Daten intelligente Preisstrategien entwickelt und umgesetzt werden. Genau deshalb ist eine hohe Verfügbarkeit von Kennzahlen für jeden Online-Händler unabdingbar.

“This thing called ‘price’ is really, really important. I still think that a lot of people underthink it through. You have a lot of companies that start and the only difference between the ones that succeed and fail is that one figured out how to make money, because they were deep in thinking through the revenue, price, and business model. I think that’s underattended to generally.” – Steve Ballmerformer CEO Microsoft

Preisoptimierung – Schneller sein als der Wettbewerber

Preisstrategien sind in der Preispolitik selten aktiv gestaltet. Händler reagieren oftmals nur auf die entsprechenden Aktivitäten ihrer Wettbewerber statt selbst Impulse zu setzen. Handeln Sie deshalb proaktiv und etablieren Sie ein aktives Preismanagement! Wichtig ist dabei, dass Sie im Vorfeld genau untersuchen, welche Möglichkeiten zur Preisoptimierung gegeben sind: Definieren Sie vorab Ziele und Leitlinien Ihrer Preisstrategie.

Verlassen Sie sich auf hochvalide Daten

Eine besondere Stellung nimmt die Durchführung und Analyse der Preisstrategie ein. Nutzen Sie hierfür ein kennzahlenbasiertes Preiscontrolling. Dieses dient nicht nur der Kontrolle Ihres Erfolges, sondern schützt Sie vor Preisspiralen und festigt gleichzeitig das Pricing-Wissen Ihres Unternehmens. Denn letztendlich bilden Aussagen über Preissenkungen und -steigerungen die Basis für Ihr zukünftiges Preismanagement.
Die Durchführung der Preisstrategie muss dabei keinesfalls manuell erfolgen. Bei der hohen Fülle an Wettbewerbern und der steigenden Anzahl an Produkten nutzen eine Vielzahl führender Händler technologische Möglichkeiten wie blackbee, die sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt haben. Mit der richtigen Software und der täglichen Analyse erzielen Sie deshalb zuverlässigere Ergebnisse als mit Instinkt und Bauchgefühl.

Preisoptimierung – Customer Success Story mit blackbee

blackbee erfasst tagesaktuell Preis-, Produkt- und Anbieterdaten im Internet und wertet diese maßgeschneidert aus. Unsere Technologie ermöglicht Ihnen ein durchdachtes Preis- und Sortimentsmanagement, mit dem Sie gleichzeitig Ihre Wettbewerber im Blick haben und Trends frühzeitig erkennen. blackbees Algorithmus wurde in über acht Jahren Forschung entwickelt und bildet die Grundlage für unsere preisgekrönte Produkt- und Marktanalyse.

Ausgangssituation: Ein Händler aus der Pharma-Branche nutzt blackbee zur Einführung eines aktiven Preismanagements. Er erzielt mit ca. 150.000 Artikeln einen zweistelligen Mio. Euro Umsatz. Bislang wurden die Preise manuell ein- oder zweimal pro Jahr aufgrund sich ändernder Einkaufskonditionen angepasst. Für eine geringe Anzahl an Eckartikeln wurden die Preise täglich oder wöchentlich manuell neu gesetzt. Im Rahmen des Projektes wurden folgende Ziele vereinbart:

  • Unmittelbar vorhandene Preispotenziale erkennen und abschöpfen
  • Die Hebelwirkung des Pricings zu maximieren
  • Die Gewinnentwicklung nachhaltig positiv beeinflussen

In fünf bewährten Schritten führten wir mit unserem Kunden ein aktives Preismanagement ein. Lesen Sie in unserem Online-Pricing Guide, wie Sie die Potentiale von Online-Preisen optimal nutzen, um langfristig Margen zu sichern und gleichzeitig Umsatzanteile zu gewinnen.

Preisoptimierung im Online-Handel - Preismanagement mit blackbee

Nach Ausrollen des aktiven Preismanagements mit blackbee kam es zu  Preisänderungen, darunter auch zu vielen Preiserhöhungen. Bereits nach zwei Wochen aktiven Preismanagements konnte unser Kunde seinen Umsatz um über 13,5%, den Rohertrag um 10% und den Warenkorbwert um 2,4% steigern.

 

Sie wollen weitere Informationen zu den Themen Preisbeobachtung und Preisoptimierung mit blackbee? Wir bieten Ihnen individuelle und skalierbare Lösungen an. Kontaktieren Sie uns jetzt – wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

blackbees´ Bienenpatenschaft: Unsere Bienen schwärmen aus

Im Dezember 2015 haben wir uns dazu entschlossen, eine Bienenpatenschaft bei den Stadtbienen e.V. abzuschließen. Ein erstes Bienenupdate gab es im April und nun fragen wir uns: Wie geht es unseren Bienen und wann gibt es den ersten Honig?

Der Sommer ist da und unseren Bienen geht es ausgezeichnet

In den letzten Wochen waren unsere Bienen, die nach einer Facebook-Umfrage der Stadtbienen den Namen Priscilla bekommen haben, hauptsächlich mit der Aufzucht ihrer Jungtiere beschäftigt. Um die Nachkommen zu wärmen, erzeugten die Bienen in der Bienenbox eine Temperatur von bis zu 35°C. Das ging nicht spurlos an den Honigreserven vorbei. Nur noch ein kleiner Teil des Honigs war vorhanden, sodass die Imker unseren Bienen als Nahrungsreserve eine Mischung aus Puderzucker und Honig verabreichten.
Für die meisten Bienen stellt der Frühlingsanfang eine besonders harte Herausforderung dar. Doch unser Volk entwickelt sich bestens. Das Angebot an Blüten stieg in den letzten Wochen stetig und erste Pollen wurden eingetragen.

Unsere Bienen werden mit Milchsäure behandelt, um den Parasitenbefall zu reduzieren.

Unsere Bienen werden mit Milchsäure behandelt, um den Parasitenbefall zu reduzieren. Bildquelle: Stadtbienen e.V.

 

blackbees´ Bienenpatenschaft: Wann gibt es den ersten Honig?

Unser Bienenvolk musste noch einmal umziehen und wohnt nun in Berlin-Dahlem. Umgeben von Obstbäumen, Weißdorn und dem Botanischen Garten, der nur wenige Meter entfernt liegt, hält die neue Umgebung für unsere Bienen ein ausgefallenes Angebot an blühenden Pflanzen und Bäumen bereit. Das warme Wetter der letzten Wochen hat unsere Bienen ins Schwärmen gebracht und so sammeln sie fleißig Nektar für die erste Honigernte. Diese beginnt im Juli und wir sind überzeugt davon, dass der Honig von Priscilla genauso gut schmecken wird wie der erste Honiggruß der Stadtbienen.

Unsere Bienen haben einen neuen Platz in Berlin-Dahlen gefunden. Umgeben von blühender Natur genießen sie Nektar und Pollen in großen Mengen.

Unsere Bienen haben einen neuen Platz in Berlin-Dahlen gefunden. Umgeben von blühender Natur genießen sie Nektar und Pollen in großen Mengen. Bildquelle: Stadtbienen e.V.

 

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