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Global Pricing Study 2016: Unternehmen leiden unter zunehmendem Preisdruck

Die weltweit führende Preisberatung Simon-Kucher & Partners führt seit 2011 regelmäßig die Global Pricing Study durch, um Trends und Herausforderungen im Pricing von Unternehmen zu ermitteln. Bei der diesjährigen Studie wurden im Frühjahr 2016 Führungskräfte und Manager aus über 2000 Unternehmen unterschiedlichster Branchen wie Banken, Konsumgüter, Handel oder Elektronik aus über 40 Ländern befragt. Wir stellen Ihnen nachfolgend die wichtigsten Ergebnisse aus der Global Pricing Study 2016 vor.

Studienergebnis #1: Erschließen Sie neue Gewinnquellen

Erschreckend hoher Preisdruck

82% der befragten Unternehmen sehen sich einem immer höheren Preisdruck ausgesetzt. Die Ursachen liegen vor allem in einem immer stärkeren Wettbewerb mit Niedrigpreisanbietern, einer größeren Verhandlungsmacht der Kunden und in der steigenden Preis-Transparenz durch das Internet begründet.

Grafik Global Pricing Study 2016: Warum waren Sie in den letzten Jahren einem steigenden Preisdruck ausgesetzt?

Top 3: Warum waren Sie in den letzten zwei Jahren einem steigenden Preisdruck ausgesetzt? (Mehrfachnennung möglich) Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Simon-Kucher & Partners: Global Pricing Study 2016

49% der Unternehmen gaben an, in einen Preiskrieg verwickelt zu sein. Jeder Fünfte berichtete von Preiskriegen in seiner Branche, in die er selbst jedoch nicht involviert ist. Des Weiteren konnten nur sechs von zehn Unternehmen ihre Marge verbessern. Das liegt vor allem daran, dass Unternehmen über keine ausreichenden Preisstrategien verfügen und so geplante Preissteigerungen zu niedrig angesetzt werden. Auch deshalb können Unternehmen ihre Kostensteigerungen nicht durch nötige Preiserhöhungen ausgleichen und sehen sich deshalb sinkenden Gewinnmargen ausgesetzt.

Die Weitergabe von Kostensteigerungen ist nicht ausreichend genug

Obwohl 77% der befragten Unternehmen ihre geplanten Preiserhöhungen umsetzen konnten, reichen bei 52% der Unternehmen die geplanten Preiserhöhungen nicht aus, um steigende Kosten auszugleichen. Folglich wird die Umsatzrendite im Jahr 2016 um 0,7 Prozentpunkte zurückgehen.
Interessant ist vor allem, dass 87% einen deutlichen Verbesserungsbedarf in der Ausgestaltung ihrer Preisstrategie und der dazugehörigen Software zur Preisoptimierung  sehen.

Grafik Global Pricing Study 2016: Warum konnten Sie Ihre prozentuale Marge nicht steigern?

Top 3: Warum konnten Sie Ihre prozentuale Marge nicht steigern? (Mehrfachnennung möglich) Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Simon-Kucher & Partners: Global Pricing Study 2016

Neue Produkte als Chance nutzen

Um dem steigenden Preisdruck zu entkommenn, sehen Unternehmen in der Entwicklung von neuen Produkten sowie in einer gesteigerten Wertkommunikation die größten Chancen: Wachstum statt Kostensenkungen lautet das Motto.

Studienergebnis #2: Investieren Sie in Preisstrategien und Tools zur Preisoptimierung im Internet

Die erfolgreichsten Unternehmen der Global Pricing Study 2016 haben wesentlich in ihr Preismanagement sowie in dazugehörige Tools investiert und sind deshalb ihrer Konkurrenz einen Schritt voraus. Sie verzeichnen 27% höhere Gewinne, 39% höhere Preissteigerungen und haben einen 33%-ig höheren Anteil an erfolgreichen Innovationen. Dabei unterschieden sich die Unternehmen von ihren Wettbewerbern vor allem dadurch, dass sie das Thema Preismanagement bereits fest in ihrer Organisation und in ihren Prozessen etabliert haben. Vor allem vor und während des Innovationsprozesses wird Pricing eingebracht und als bedeutender Erfolgs- und Gewinnfaktor bei der Produkteinführung betrachtet.

„Der Preis ist und bleibt der wichtigste Gewinntreiber. Denn bei den Kosten haben die meisten Unternehmen das Ende der Fahnenstange erreicht. Gleichzeitig steigt der Preisdruck. Da ist es nur logisch, dass die erfolgreichen Unternehmen verstärkt in ein professionelles Preismanagement investieren. Sonst laufen sie Gefahr, keine profitablen Preise mehr am Markt durchsetzen zu können – und das hätte verheerende Auswirkungen auf ihren Profit.“ Dr. Georg Tacke, CEO Simon-Kucher & Partners

Unternehmen, die auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Preisstrategien und Tools in ihr Tagesgeschäft implementiert haben, besitzen ein tieferes Verständnis von Preisentscheidungen und etablieren zeitgleich eine höhere Produkttransparenz im Innovationsprozess. Zudem wissen Unternehmer, welche Preise sie für Neuprodukte setzen und wie sie ihre gesteckten Preisziele erreichen können. Tools zur Preisoptimierung wie die blackbee Retail Intelligence Suite helfen Händlern, den Wert ihrer Produkte besser zu verstehen, diesen gleichzeitig dem Kunden zu kommunizieren und die gewünschten Zielpreise am Markt zu realisieren.

Grafik Global Pricing Study 2016: Was ist Ihre Top-Priorität im Pricing?

Top 3: Was ist Ihre Top-Priorität im Pricing? (Mehrfachnennung möglich) Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Simon-Kucher & Partners: Global Pricing Study 2016

Studienergebnis #3: Bereiten Sie sich auf die Digitalisierung vor, um Potentiale voll auszuschöpfen

Obwohl 60% der Befragten die Digitalisierung als wichtigste Chance zur Steigerung des Absatzes sehen, sieht vor allem der Einzelhandel darin ein Risiko für Preise und Margen. Neue Kunden sollen vor allem durch digitale Kanäle und personalisiertes Marketing generiert werden. Da diese Maßnahmen jedoch Preis und Marge nicht vollständig berücksichtigen, kann demzufolge auch das volle Potential der Digitalisierung nicht ausgeschöpft werden.

Neues Vertriebs- und Umsatzmodelle haben das höchste Gewinnpotential

10% der Befragten sehen in der Digitalisierung, der daraus resultierenden Nähe zum Kunden und dem Verständnis von Kundenbedürfnissen großes Gewinnpotential. Um dieses vollständig zu nutzen, sind laut der Unternehmen folgende Maßnahmen geplant:

  • Investitionen in Produktdesigns,
  • auf die Kundenbedürfnisse zugeschnittene Produkte,
  • Anpassung des Vertriebsmodells,
  • Einführung neuer Umsatzmodelle.

Um den Preisdruck zu entkommen und Gewinne zu steigern, empfiehlt Simon-Kucher & Partners sieben Sofortmaßnahmen:

  • Entwickeln Sie ein auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Preismanagement.
  • Räumen Sie dem Pricing höchste Priorität ein! Prüfen Sie Preissenkungen und -steigerungen detailliert.
  • Stellen Sie regelmäßig Entscheidungen zur Pricing-Strategie auf die Agenda des Vorstandes.
  • Bauen Sie eine eigene Pricing-Abteilung auf und legen Sie Verantwortlichkeiten im Preismanagement fest. Scheuen Sie sich nicht vor Investitionen!
  • Setzen Sie sich und ihrem Unternehmen ehrgeizige Preisziele, die auch erreichbar sind.
  • Vermeiden Sie zu hohe Volumen- und Marktanteilsziele, da diese oftmals Auslöser für Preiskriege sein können.
  • Prüfen Sie, ob ihr Geschäftsmodell für die Digitalisierung gerüstet ist.

Pricing ist nach wie vor der wichtigste Gewinnhebel für Unternehmen. Eine intelligente Preisgestaltung hilft Händlern, erfolgreich und zukunftsfähig am Markt zu bleiben. Doch die Ergebnisse der Global Pricing Study machen deutlich: Nach wie vor behandeln viele Unternehmen das Thema Pricing noch immer zu stiefmütterlich, obwohl im Preis das größte Potential zur Margensteigerung liegt. Unsere blackbee Retail Intelligence Suite hilft Ihnen, Margen zu steigern und Gewinne zu optimieren.

 

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