Marktanalyse: Das war das Jahr 2016 im E-Commerce

Auch in diesem Jahr hat sich im Online-Handel einiges bewegt. 2016 hat dabei die eine oder andere Herausforderung für Händler und Markenhersteller bereitgehalten. Wir haben die unterschiedlichen Entwicklungen zu einer kleinen Marktanalyse zusammengetragen und schauen im folgenden Artikel auf das E-Commerce-Jahr zurück.

„Unserer Branche geht es sehr gut. Begleitet von einem stabilen Konsumklima und einer steigenden Anschaffungsneigung werden wir dieses Jahr mit einem zweistelligen, überdurchschnittlichen Wachstum abschließen“Christoph Wenk-Fischer, bevh-Hauptgeschäftsführer.

Marktkonzentration im E-Commerce ist weiter gestiegen

Online-Riesen wie Amazon, Zalando und Otto.de können positiv auf das Jahr zurückblicken. Zum Jahresende rechnet der E-Commerce Verband bevh mit einem Umsatzwachstum von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Verantwortlich für das Wachstum im E-Commerce sind hauptsächlich die großen Platzhirsche. 40,4 Prozent des Gesamtumsatzes der Top 1.000 Online-Shops erwirtschaften die zehn umsatzstärksten Händler zusammen – das entspricht 14,3 Milliarden Euro.

Hingegen haben kleine und mittlere Shops immer stärker mit der Verdrängung durch Amazon zu kämpfen. Ermittelt mancher Händler noch die geeignete Strategie gegen den Marktgiganten, versuchen sich viele durch Eigenmarken abzugrenzen oder mit Online-First-Konzepten nachzueifern.

Hersteller stehen Amazon ebenso mit zunehmender Unmut gegenüber. Denn dessen Forderungen nach Werbekostenzuschüssen lassen sich zum Teil nicht mehr abbilden. Amazon ist gleichzeitig aber ein zu wichtiger Vertriebskanal, um sich von dem Marktplatz zurückzuziehen.

Marktanalyse: Unaufhaltsame Kräfte im Online-Handel

Getrieben wird der Wachstum im E-Commerce vor allem von den digitalen Nachzüglern Möbel und Einrichten sowie DIY und Garten. Besonders der Online-Lebensmittelhandel, über den wir zuletzt in unserem Blog berichteten, gewann deutlich an Dynamik. Erstmals schafften es Online-Lebensmittelhändler in das Ranking der 100 umsatzstärksten Shops.

Branchenübergreifend ist und bleibt Mobile Shopping ein unaufhaltsamer Treiber im E-Commerce. Responsive Design oder mobile Shopping-Apps sind 2016 der stärkste zusätzliche Vertriebskanal. 82 Prozent der Top 1.000 haben ihren Online-Shop für Smartphone und Co. optimiert.

Marktanalyse: 82 Prozent der Onlineshops seten auf mobil

Mobile ist für Online-Händler in diesem Jahr definitiv zum Pflichtprogramm geworden. Quelle: Statista/EHI – E-Commerce Markt Deutschland 2016

Vielversprechende Trends: Virtual Reality und Voice-Konzepte

2016 bedeutete einen großen Schritt in Richtung Voice- und Virtual Reality-Technologien, die für den Online-Handel ein spannendes Entwicklungspotenzial darstellen. Stetig tauchen neue Devices auf, die den bestehenden Markt auf den Kopf stellen. Als Beispiel seien etwa die Smart-Home-Assistenten Amazon Echo und Google Home genannt, die das Interface der Mensch-Maschine-Interaktion revolutionieren: Sprechen statt Tippen! Informationen über Produkte voice-fähig oder für Virtual/Augmented Reality erlebbar zu machen, wird zur neuen Herausforderung im E-Commerce. Ob diese Konzepte Online-Transaktionen in Zukunft tatsächlich dominieren, entscheiden jedoch letztlich die Kunden. Sie müssen für diese neue Art der Interaktion beim Shopping bereit sein.

Big Data – Vom Hype zur Geschäftsrealität

Die Entwicklungen um Big Data haben sich dieses Jahr insofern verändert, dass der Hype um das Thema abgeflacht ist. Big Data ist mittlerweile vielmehr als nur ein Buzzword – die Diskussionen sind zunehmend geschäftsorientierter. Das Management, die Auswertung und der monetäre Wert der Datenmengen stehen im Fokus. Denn bei wachsender Infrastruktur der Daten entwickeln sich auch Methodik und Software zum Auswerten stetig weiter. Dadurch wird die Analyse und Verwendung von Big Data für Händler zunehmend selbstverständlicher.

Die intelligente Analyse von Kunden- und Wettbewerbsdaten stellt für Händler im E-Commerce einen enormen Wettbewerbsvorteil dar. Doch nur wer die Informationen, die sich hinter den riesigen Datenmengen verstecken, verstehen und integrieren kann, ist anderen Anbietern im Wettbewerb voraus. Der richtige Einsatz von Tools unterstützt Händler heute darin, Big Data Analysen in strategische Entscheidungen einzubeziehen. Dadurch verhelfen Online-Händler ihrem Webshop zu mehr Umsatz. Auch unsere Retail Intelligence Suite blackbee sammelt täglich Millionen von Produktdaten im Internet – und das mit einer einzigartigen Präzision. Dabei strukturieren und bereiten wir diese Daten so auf, dass Händler und Markenhersteller die gelieferten Informationen direkt für Marktanalysen nutzen können.

Fortschreitende Digitalisierung erhöht Druck auf die Preise

Die meisten Unternehmen übersehen das Thema Preisbeobachtung im Internet bei ihrer Digitalisierungs-Strategie oder sind damit überfordert. So lautet das zentrale Ergebnis der Global Pricing Study 2016 von SKP.

„Viele Unternehmen begegnen den Herausforderungen der Digitalisierung mit den Werkzeugen von gestern. Fakt ist: Beim E-Commerce ist die Probierphase endgültig vorbei! Unternehmen müssen auch beim Pricing im Netz mit der Zeit gehen“Georg Tacke, CEO bei Simon-Kucher & Partners.

Die Digitalisierung stellt jedoch nicht zwangsläufig ein Risiko für Margen und Preise dar. Ganz im Gegenteil: Durch maßgeschneiderte Softwarelösungen zur Preisoptimierung schöpfen Online-Händler Potenziale am Markt viel besser aus. Das beweisen im Jahr 2016 die Besten Firmen der Global Pricing Study, die 27 Prozent höhere Gewinne erzielen.

 

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