blackbee-Gründerin und CIO Sabine Maßmann im Interview

blackbee-Gründerin und CIO Sabine Maßmann im Interview

Wer verbirgt sich hinter blackbee? Wie sehen die Gesichter der Preisbeobachtungssoftware aus? In unserem Blog stellen wir unsere Mitarbeiter vor: Sabine Maßmann ist eine der Gründerinnen von Webdata Solutions und CIO (Chief Innovation Officer). Sie erzählt von ihrer Betreuung sogenannter VIP-Kunden, ihre Ansprüche an blackbee-Bewerber und ihrer Patenschaft zur Förderung von Frauen in der Tech-Szene.

Sabine, du bist CIO bei blackbee. Was heißt denn das?

In den meisten Unternehmen steht das „I“ in „CIO“ für „Information“, bei uns steht es aber für „Innovation“. Normalerweise übernehmen wir die Preisoptimierung für Händler und Hersteller, aber einige unserer Kunden – unsere VIP-Kunden – nutzen unsere Software auch anderweitig. Da muss man umdenken und schauen, was mit unserer Technologie möglich ist. Das ist meine Aufgabe.

Was machen die VIP-Kunden mit blackbee?

blackbee untersucht die Preisentwicklungen von Produkten am Markt. Aber wie sieht das in anderen Segmenten aus, wie zum Beispiel: Reisen? Oder: Mietwägen? Das sind VIP-Kunden. Diese Branchen brauchen ja auch eine Preisstrategie, nur dass sie eben andere Anforderungen stellen. Und da wird es interessant für mich. Ich gucke dann, wie wir unsere Technologie neu einsetzen können, damit diese gesonderten Anforderungen gedeckt werden.

Und können die Anforderungen an die Projekte auch erfüllt werden?

Wir können Unmengen an Daten sammeln. Das heißt: Wir holen möglichst viele Informationen von außerhalb und bringen sie mit den internen Daten eines Unternehmens zusammen. Wir sind automatisiert und können die Daten genau so verarbeiten, wie ein Kunde sie für ein bestimmtes Projekt braucht. Das ermöglicht dem Kunden viele Arten von Auswertungen und das Treffen vieler Entscheidungen. Wir bieten von Anfang bis Ende ein Gesamtpaket, um alle Anforderungen zu erfüllen, und darauf lege ich Wert. Manchmal müssen wir eben auch umdenken und neue Wege mit der Software gehen.

Ist das nicht manchmal auch herausfordernd?

Das ist ja gerade das Interessante für mich, also zu überlegen: Was ist denn mit unserer Technologie alles möglich? Besonders spannend ist es, in Richtungen zu überlegen, wo man beim ersten Impuls denkt: Das geht doch eigentlich gar nicht. Manchmal starten diese Überlegungen auch beim Kunden. Die stellen dann mit unseren Daten ganz kreative Dinge an. Da ergeben sich beim Kunden, wenn sie mit den Daten arbeiten, neue Ideen, tiefergehende Fragen und neue Projekte – was ja auch gut für uns ist (lacht). Dann gehört es auch mal dazu, dass ich zum Kunden hinfahre und mit ihm überlege, wie man das Projekt angeht und die Herausforderungen händelt.

Sabine Maßmann initiierte mit ihren Kolleginnen blackbee 2006 bei einem Forschungsprojekt der Universität Leipzig

Sabine Maßmann ist Gründerin und CIO von Webdata Solutions. Zusammen mit Dr. Hannah Köpke und Carina Röllig startete sie an der Universität Leipzig ein Forschungsprojekt, aus dem später die einzigartige Business Intelligence Software blackbee hervorging. Heute konzeptioniert und realisiert sie innovative Strategien in der Preisbeobachtung.

 

Was ist dir bei deinen Mitarbeitern wichtig? Auch im Hinblick auf Bewerbungen.

Ich frage mich, woran hat jemand an der Arbeit Spaß? Und: Inwiefern hat er unsere Technik schon einmal eingesetzt? Aus Erfahrung kenne ich es, dass man etwas im Studium lernt und dann nicht unbedingt weiß, wie man es anwendet. Das ist ein Unterschied wie Fahrschule und Autofahren im Alltag. Im Bewerbungsgespräch versuche ich herauszufinden, warum sich jemand in diese oder jene Richtung entwickelt hat. Warum hat jemand ein Studium belegt oder auch mal nicht zu Ende gebracht? Warum hat jemand den Berufszweig gewechselt? Wir haben ja auch einen Quereinsteiger bei uns. Mich interessiert die Frage: Was hat jemanden getrieben?

Und welche Atmosphäre findet der Mitarbeiter dann hier vor?

Wir sind ein Start-Up. Im Gegensatz zu einem Großunternehmen läuft die Kommunikation hier ganz anders ab. Ich kenne das ja noch von der Uni: Da muss der Antrag zum Einstellen eines wissenschaftlichen Mitarbeiters zehn Mal geändert werden und drei Monate Vorlaufzeit haben, bevor jemand mit der Arbeit anfangen kann. Da ist es hier natürlich wesentlich schlanker und auch generell unkompliziert. Aber es gibt eben auch viel zu tun. Ich will ja, dass meine Kunden ihre Daten bekommen und zufrieden sind, damit sie ihre Projekte umsetzen können.

Du pflegst nebenbei eine Patenschaft zur Förderung für Frauen in der Tech-Szene. Wie genau sieht das aus?

Da habe ich ein junges Team unterstützt, das ein Unternehmen, geführt von einer Frau, gründen will. Dieses Team hatte auch mit dem Thema „Datenqualität“ zu tun, da konnte ich natürlich auch praktisch helfen. Aber über das Inhaltliche hinaus sind es auch manchmal Hilfen wie konkrete Kontakte herzustellen oder mitzudiskutieren, welches das schönere Logo ist (lacht). Das war ein Programm, angelegt für ein Jahr und ist nun abgeschlossen. Es nennt sich „Herausforderung Unternehmertum“ und wurde von der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (SDW) veranstaltet. Das war ein spannender Prozess, weil ich selbst beobachten konnte, wie ein Unternehmen sich entwickelt. Das finde ich eh immer interessant: Wie lief es bei dem Unternehmen? Wie kam es dahin, wo es jetzt ist? Das ist manchmal einprägsamer als jede Broschüre.

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