Eigenmarken im E-Commerce: So stärken Sie Ihren Online-Handel

Wer als Kunde ein Geschäft betritt, begegnet unzähligen Marken, von der Lebensmittelbranche angefangen bis hin zu Sportartikeln. Neben Hersteller- gewinnen auch Handelsmarken zunehmend an Relevanz. Vor allem im E-Commerce trifft man dabei immer öfter auf Eigenmarken. Was sind die Gründe für diese Entwicklung?

Kunden haben heute die Möglichkeit, mit nur einem Klick im Internet zur Konkurrenz zu gelangen und über umfangreiche Portale Preise zu vergleichen. Dadurch steigt der Wettbewerb im E-Commerce rasant. In unserem Beitrag zur Rabattschlacht im Online-Handel zeigen wir Ihnen, wie Sie dem Preisdruck durch exklusive Premiumangebote entgehen. Große Online-Händler wie Amazon, Zalando oder Otto machen dabei vor, wie sie der Preisspirale entkommen: Durch den Aufbau von Eigenmarken erlangen sie auf hart umkämpften Märkten klare Wettbewerbsvorteile.

Affinität der Kunden für Eigenmarken

Nach wie vor sind Konsumenten durch eine erhöhte Markenaffinität geprägt.

Laut der PwC-Verbraucherumfrage aus dem Jahr 2015 entscheiden sich 73 Prozent der Befragten bevorzugt für Eigenmarken von Händlern, mit denen sie bereits gute Erfahrungen gemacht haben. Insbesondere die jüngere Zielgruppe verzeichnet dabei eine stärkere Markenaffinität. Vor allem bei Produkten aus der Elektronik- (72 Prozent), Kosmetik- (65 Prozent) und Haushaltsgerätebranche (64 Prozent) zähle verstärkt der Markenname. Für die meisten Kunden sei eine Kombination aus einem günstigen Preis und einer hohen Qualität für den Kauf entscheidend.

Starke Eigenmarken sind auf der Überholspur

Im Zuge der Digitalisierung hat sich die Markenwelt stark gewandelt. Altbewährten Marken großer Hersteller werden von sogenannten “Digital Native Vertical Brands” (DNVB) der Rang abgelaufen.

Vertikalisierung gilt als das neue Stichwort im Online-Handel: Händler sparen sich den Weg über Zwischenhändler und verkaufen eigene hochwertige Produkte direkt an Endverbraucher. Der Vertrieb erfolgt meist auf digitalem Weg im E-Commerce.

Vertikale Eigenmarken im Brillenmarkt

Vor allem der Brillenmarkt befindet sich durch vertikale Eigenmarken im Wandel. Die US-amerikanische Marke Warby Parker bietet eigene hochwertige Produkte an und vertreibt diese fast ausschließlich online.

Da eine Abgrenzung zum Wettbewerb über den Preis nicht immer vorteilhaft ist, positionieren sich Online-Händler mithilfe von DNVB oder vertikalen Eigenmarken. Für Kunden stellen diese einen Preisvorteil sowie eine größere Sortimentsbreite mit exklusiven Angeboten dar.

Online-Händler hingegen profitieren von einer hohen Kundenbindung und einem hohen Customer-Lifetime-Value, denn Eigenproduktion sowie Eigenvermarktung werden zunehmend zum USP im E-Commerce.

So stärken Sie Ihren Online-Handel durch Eigenmarken

Trotz des starken Wachstums wird im deutschen Online-Handel wird nach wie vor zu wenig Geld umgesetzt. Shop-Renditen liegen im Schnitt nur knapp über null Prozent und damit deutlich unter denen der stationären Händler.

Eigenmarken können Ihnen dabei helfen, Ihre Marge zu vergrößern. Seien Sie sich dabei bewusst, dass der Aufbau einer Eigenmarke Herausforderungen birgt.

Eine starke Eigenmarke ist für das positive Image eines Unternehmens von zentraler Bedeutung. Ist diese nicht optimal aufgestellt, kann sie sich negativ auf Sie als Online-Händler auswirken. Überlegen Sie sich deshalb vorab eine klare Strategie zur Positionierung Ihrer Eigenmarke.

Mit Eigenmarken können Sie sich im E-Commerce sowohl von Ihren Mitbewerbern abgrenzen als auch Exklusivität bieten und Ihre Kundenbindung stärken. In unserem Artikel zu “Pricing bei Eigenmarken” zeigen wir Ihnen, wie Sie eine optimale Preisstrategie für Eigenmarken entwickeln. Markt- und Wettbewerbsanalysen auf Basis hoch valider Online-Daten helfen Ihnen, Trends und Nischen zu entdecken und so Ihre Marke im E-Commerce zu stärken.

Sie wollen wissen, wie Sie anhand von Online-Daten Ihren Online-Handel stärken? Kontaktieren Sie uns jetzt – wir freuen uns auf Ihre Nachricht!