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E-Commerce in Europa: Entwicklung und Kundenvorlieben

Der Einkauf im Internet ist für die meisten so normal wie der Kaffee zum Frühstück. In den eigenen vier Wänden wird bequem ein neues Outfit eingekauft, die Wohnung neu eingerichtet, werden Tickets gebucht, oder Lebensmittel bestellt. Und das rund um die Uhr! Die Produktauswahl ist riesig, die Anzahl an Anbietern ebenso. Und die Vorliebe der Verbraucher für Online-Shopping wirkt sich positiv auf den Markt aus: Vergangenes Jahr lag der Umsatz des europäischen E-Commerce bei über 500 Milliarden Euro. Das entspricht einer Zunahme von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Händlerbund Ecommerce Europe gibt an, dass er in diesem Jahr sogar bei über 600 Milliarden Euro liegt.

Sie wollen dieses Marktwachstum nutzen und im europäischen Ausland verkaufen? Nur zu, Europa bietet jede Menge interessante Perspektiven. Für einen grenzübergreifenden Handel sollte man sich über die Kundenvorlieben und die entsprechenden Zielmärkte im Klaren sein. Im ersten Teil unseres Beitrags zum E-Commerce in Europa geben wir Ihnen einen Überblick über die Marktentwicklung sowie das Kaufverhalten europäischer Online-Shopper. Im zweiten Teil stellen wir Ihnen dann die interessantesten E-Commerce Vorreiter und Wachstumsmärkte Europas im Detail vor.

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Der European Ecommerce Report 2017 des Händlerbundes Ecommerce Europe macht deutlich: Das Volumen des europäischen E-Commerce Marktes wird dieses Jahr die 600 Milliarden Euro-Grenze überschreiten.

Starker Umsatz in West- und Zentraleuropa und vielversprechendes Wachstum in Ost- und Südeuropa

Mit 53,19 Prozent des Gesamtumsatzes stellt Westeuropa die stärkste E-Commerce-Region dar. Dazu zählen laut Ecommerce Europe Großbritannien und Irland sowie Frankreich und die Benelux-Staaten. Auf Platz zwei liegt Zentraleuropa, also die DACH-Region, Tschechien und Ungarn, mit einem Anteil von 20,68 Prozent.
Betrachtet man jedes Land für sich, schnappt sich Großbritannien das größte Stück des europäischen E-Commerce-Kuchens. Die Briten gaben vergangenes Jahr 197 Milliarden Euro im Online-Handel aus – mehr als Deutschland (86 Milliarden) und Frankreich (82 Milliarden) zusammen. Den vierten Platz teilen sich Russland und Spanien mit einem Umsatz von 28 Milliarden Euro.

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Dem European Ecommerce Report 2017 zufolge hält Großbritannien (197 Milliarden Euro Umsatz) den größten Anteil am europäischen E-Commerce Markt, gefolgt von Deutschland und Frankreich.

Geht es um die Wachstumsmärkte im europäischen E-Commerce, lohnt ein Blick nach Osteuropa. In Rumänien nahm 2016 der Umsatz im Online-Handel um beeindruckende 38 Prozent zu. In Slowenien und Estland wuchs der Markt um 35 Prozent und in der Ukraine um 31 Prozent. Für das laufende Jahr steht der südeuropäischen Markt (Kroatien, Griechenland, Italien, Malta, Portugal, Spanien und die Türkei) an der Spitze. Die Experten von Ecommerce Europe prognostizieren ihm eine starke Wachstumsrate von 18 Prozent.

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Was die Wachstumsraten betrifft, zeigt der European Ecommerce Report 2017: Die Länder aus Ost- und Südeuropa liegen vor den großen Volkswirtschaften des Westens.

Das passende E-Commerce-Angebot überzeugt auch Verbraucher aus dem europäischen Ausland

Mit einem interessanten Produktportfolio und wettbewerbsfähigen Preisen kann sich der Verkauf in das europäische Ausland für Sie als Händler und Hersteller durchaus lohnen. Der Kreditkartenanbieter Mastercard veröffentlichte kürzlich den Masterindex 2016 zum Online-Handel und den Kundenvorlieben innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR). Ein zentrales Ergebnis: Die europaweit beliebtesten Produkte sind Kleider, Accessoires und Schuhe (48 Prozent), gefolgt von Tickets (34 Prozent), Elektronik (33 Prozent) und Büchern (31 Prozent).

Ein Großteil der Verbraucher ist beim Online-Shopping bereit, bei Anbietern im europäischen Ausland zu kaufen. 41 Prozent der Befragten bestellen mindestens einmal im Jahr Produkte außerhalb ihres Heimatlandes. Die Motive dafür sind eindeutig: 40 Prozent lassen sich von Angeboten überzeugen, 33 Prozent bevorzugen ausländische Shops aufgrund der Konditionen und für 32 Prozent der Internetnutzer steht die bessere Verfügbarkeit der Produkte im europäischen Ausland im Vordergrund. Die bevorzugten Produktkategorien beim grenzübergreifenden Online-Handel im EWR ähneln denen des europäischen Schnitts. Mit 37 Prozent liegen auch hier Kleidung, Accessoires und Schuhe auf Platz eins, gefolgt von Büchern, CDs, DVDs oder Videospielen (21 Prozent) und Digitalkameras, Videokameras und Audio-Geräten (17 Prozent).

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40 Prozent der europäischen Internetnutzer lassen sich von ausländischen Online-Shops mit ansprechenden Angeboten überzeugen (Quelle: Masterindex 2016).

Ein Viertel der europäischen Verbraucher kauft mindestens einmal pro Woche online ein

Die Studie zudem deutlich, wie beliebt Online-Shopping generell bei den europäischen Verbrauchern ist: 90 Prozent der Europäer kaufen mindestens einmal im Jahr online ein. Knapp zwei Drittel (63 Prozent) erwerben einmal im Monat im Internet Produkte und 25 Prozent der europäischen Verbraucher shoppen einmal pro Woche online. Wiederum 9 Prozent der Befragten gaben an, das Internet täglich für Einkäufe zu nutzen.
Im Ländervergleich steht auch hier Großbritannien an der Spitze: Die britischen Konsumenten sind laut Masterindex die aktivsten Online-Shopper. Was die täglichen Online-Einkäufe betrifft, liegen sie (8 Prozent) zwar fast gleichauf mit Polen (9 Prozent), Litauen (9 Prozent), Italien (8 Prozent) und Spanien (8 Prozent), stechen allerdings heraus, wenn es um die wöchentliche Aktivität (41 Prozent) geht. Damit liegt Großbritannien vor Irland (31 Prozent) und Deutschland (30 Prozent). Die Finnen (17 Prozent), Estländer (16 Prozent) und Dänen (16 Prozent) bilden im Gegensatz dazu das Schlusslicht.

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Innerhalb des EWR unterscheiden sich die Zahlen zur täglichen und wöchentlichen Nutzung von Online-Shopping-Angeboten stark. 41 Prozent der Briten geben an einmal die Woche im Internet einzukaufen. Das Schlusslicht bilden Dänemark und Estland mit jeweils 16 Prozent (Quelle: Masterindex 2016).

Nutzen Sie für den Online-Handel im europäischen Ausland ein aktives Preismanagement

Um im internationalen E-Commerce Erfolg zu haben, müssen Sie sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Wie der Masterindex zeigt, stellen vor allem ein attraktiver Preis sowie ein gut sortiertes Produktportfolio entscheidende Differenzierungsmerkmale dar.
Der erste Schritt zu einem grenzübergreifenden Online-Handel: Führen Sie eine Marktanalyse durch. Ermitteln Sie Ihre Wettbewerber und deren Sortiment. Im Anschluss beobachten Sie deren Preise und passen Ihre Preisstrategie gezielt an.
Für eine schnelle und umfangreiche Analyse des oft unübersichtlichen Marktes benötigen Online-Händler und Hersteller eine intelligente Software-Lösung. Unsere Business Intelligence Suite blackbee ermöglicht Ihnen eine effektive Markt- und Preisbeobachtung. Mit einem aktiven Pricing sichern Sie sich einen großen Wettbewerbsvorteil! blackbee ist sprachunabhängig einsetzbar und erlaubt so die Preisoptimierung über alle europäischen Länder und Branchen hinweg.

Sie möchten in den europäischen Online-Handel einsteigen und interessieren sich für die Themen Marktanalyse, Sortimentsanalyse sowie Preismanagement im Internet? Kontaktieren Sie uns jetzt – wir freuen uns auf Ihre Nachricht.