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Big Data – der Rohstoff des 21. Jahrhunderts

Täglich werden weltweit 2,5 Trillionen Bytes an Daten produziert. Die Studie „Digitales Universum“ von EMC sagt für 2020 ein Datenvolumen von 44 Zettabytes voraus. Damit wächst das Internet momentan jede Sekunde um 70 Terabyte. Dieses Digitale Universum, das weltweit von Unternehmen sowie Privatpersonen durch die Verwendung von Computern, Mobilgeräten und jeglichen elektronischen Sensoren gefüttert wird, hat einen Namen: Big Data. Der Begriff umfasst mittlerweile allerdings nicht mehr nur die ungeheure Menge an Daten, die täglich generiert wird, sondern auch deren Verwendung.

Doch worin liegt die Bedeutung von Big Data für Unternehmen? Durch die Analyse von Daten, die beispielsweise durch Tweets, Kauftransaktionen, Wettersensoren, Fitnessarmbänder oder GPS-Signale generiert werden, können Wettbewerbsvorteile sowie Effizienzsteigerungen erzielt und Innovationen geschaffen werden. Big Data ermöglicht damit neue Geschäftspotentiale und hat in den letzten Jahren Prozesse, Organisationen und ganze Industrien revolutioniert.

Wie sieht die Zukunft von Big Data aus – welche Chancen und Herausforderungen gibt es?

80 % der weltweit anfallenden Daten sind immer noch unstrukturiert und 95 % können nicht automatisch ausgewertet werden. Das zeigt deutlich, dass Big Data nichts mit einer klassischen, geordneten Datenbank gemeinsam hat. Vielmehr handelt es sich um eine gigantische Masse von Daten. Dabei lässt sich die Suche nach interessanten Daten und Datenverknüpfungen mit der berühmten Suche nach der Nadel im Heuhaufen vergleichen. Trotz der enormen Herausforderungen, die die Erschließung solcher gewaltigen Datenmengen darstellen, investieren immer mehr Unternehmen in die Analyse der Daten. Weltweit verfolgen heute mehr als ein Drittel der Unternehmen aktive Big Data Projekte. Die Potentiale können dabei in allen Unternehmensbereichen ausgenutzt werden – sei es im Marketing, Vertrieb, Risikocontrolling oder in der Produktion. Einmal implementiert, zahlen sich Big Data Projekte schnell aus. Laut IBM berichten 2015 zwei Drittel aller Organisationen, das durchgeführte Big Data Projekte die Unternehmensziele erfüllt oder übertroffen haben.

 

Ziele die Unternehmen mit Big Data Projekten verfolgen

Fast die Hälfte der Unternehmen verfolgen mit der Investition in Big Data konsumenten-orientierte Ziele (Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an IBM Institute for Business & Saïd Business School an der Universität in Oxford, 2012)

 

Aus der IBM-Studie „Analytics: The real-world use of big data“ geht hervor, das Unternehmen mit der Anwendung vor allem konsumenten-orientierte Ziele verfolgen. Organisationen wollen die Customer Experience verbessern und die Präferenzen sowie das Kundenverhalten besser verstehen und vorhersagen. Big Data stellt hierfür die notwendigen Bedingungen bereit. Daten aus Transaktionen, Multi-Channel Interaktionen und Social Media haben die Fähigkeit von Organisationen erhöht, ein vollständiges Bild von Kundenpräferenzen und Anforderungen zu erstellen. Durch dieses tiefere Verständnis des Kundenverhalten, entdecken Unternehmen neue Möglichkeiten mit bestehenden und potentiellen Kunden zu interagieren. Das gilt sowohl in Business-to-Business Interaktionen als auch in Business-to-Consumer Geschäften, zum Beispiel in den Bereichen Telekommunikation und Gesundheitswesen, in Behörden sowie in Banken und Finanzunternehmen – vor allem aber auch im Einzelhandel.

Big Data wird für Händler zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil

Mehr denn je greifen Kunden beim Einkaufen auf neue Technologien zurück. Nutzen Online-Händler die dabei anfallenden Daten, lassen sich Umsätze steigern und Kosten einsparen. In der heutigen Zeit, in der Multi-Channel Strategien und digital vernetzte Konsumenten zur Norm geworden sind, sind Daten somit maßgeblich entscheidend: Der Erfolg von Einzelhändlern hängt zunehmend davon ab, ob sie die gewaltige Menge an entstehenden Daten handhaben, integrieren und verstehen können. Angesichts der fortschreitenden Technologien und des Wandels der Beschaffenheit von Daten, beschäftigen sich immer mehr Händler mit den potentiellen Vorteilen durch Big Data. 62% der Händler erwarten von Big Data einen Wettbewerbsvorteil. 72% haben 2013 bereits mit der Planung einer Big Data Strategie oder der Umsetzung von Big Data Projekten begonnen.

Um aus den neuen Technologien einen Mehrwert zu schaffen, entstehen für Händler aber auch neue Voraussetzungen. Dazu gehören der Zugang zu den riesigen und vielfältigen Datenmengen gleichermaßen wie die nötigen Analysefähigkeiten durch geeignete Software-Tools und das erforderliche Knowhow diese verwenden und interpretieren zu können. Einzelhändler können die, durch Big Data, gewonnen Einblicke in das Kundenverhalten sowie den Wettbewerbsmarkt unter anderem nutzen, um Produkte und Sortimente zu optimieren oder Preise anzupassen und die Kundenzufriedenheit zu verbessern.

Von Big Data zu Smart Data

Big Data ist für Unternehmen nur dann von Nutzen, wenn sie daraus nutzbringende, hochwertige und abgesicherte Daten generieren können. „Nur wer die Daten versteht, kann Mehrwert schaffen. Denn um solche Datenmengen (…) richtig auswerten zu können, muss man sie verstehen…“, sagt Wolfgang Heuring, Leiter der Konzernforschung der Siemens AG. Eine Initiative aus der Trusted Cloud Forschung nennt diese Daten Smart Data und stellt folgende Gleichung auf:

Smart Data = Big Data + Nutzen + Semantik + Datenqualität + Sicherheit + Datenschutz = nutzbringende, hochwertige und abgesicherte Daten

Gerade im E-Commerce setzt man mit dem Ziel der Stammkundengewinnung und Umsatzsteigerung hohe Erwartungen in Smart Data. Das Kaufverhalten von Kunden soll möglichst exakt vorhergesehen werden, damit Produktvorschläge noch passgenauer werden. Auch das Open Source Unternehmen pentaho nennt diese hochgradig individualisierten Kaufempfehlungen in seinen Big Data Trends 2016. Zu den Trends gehört auch das stetig wachsende „Internet der Dinge“.

Internet of Things

Im Internet der Dinge kommuniziert alles mit allem. Bis 2020 sollen 50 Milliarden Geräte mit dem Internet verbunden sein.

Das Internet of Things leistet einen großen Beitrag zu Big Data. Denn wenn immer mehr Objekte miteinander verbunden sind und kommunizieren, entstehen folglich immer mehr Daten. Ein gutes Beispiel sind die eingangs bereits erwähnten Fitnessarmbänder, die die erhobenen Gesundheitsdaten an eine App senden. So kann der Besitzer daran erinnert werden, neue Laufschuhe zu kaufen und wo das nächste Geschäft ist. Allerdings könnten die erhobenen Daten potentiell auch an die Krankenkasse gesendet werden. Diese könnte wiederum die Beiträge senken bzw. erhöhen, je nachdem wie aktiv der Jogger ist. Die Gefahr, dass persönliche Daten so zum Nachteil der Personen verwendet werden, ist also stets gegeben. Hier liegt auch die größte Schwachstelle von Big Data. Je mehr Daten generiert werden, desto durchsichtiger wird unser Leben – und desto durchsichtiger werden auch wir.

Big Data im Online-Handel – die Datenflut gewinnbringend einsetzen

Unternehmen kommen heute aufgrund der wertvollen Erkenntnisse, die Datenanalysen liefern können, nicht mehr um den Einsatz von Big Data herum. Es werden immer mehr Anwendungen auf den Markt drängen, die es möglich machen, die dabei entstehenden Daten gewinnbringend einzusetzen. Heutige Analysetechnologien unterstützen Händler darin, Erkenntnisse aus Daten mit einem zuvor unerreichten Maß an Präzision und Geschwindigkeit zu extrahieren. Vor allem die Verwendung unternehmensexterner Daten birgt großes Potential zur Kostenoptimierung und Gewinnerhöhung und entschädigt rasch die dafür notwendigen Investitionen. Mit blackbee haben wir eine SaaS Lösung geschaffen, die täglich Millionen von Produktdaten im Internet sammelt – weltweit und branchenunabhängig. Unsere Technologie bereitet diese Daten so auf, dass Händler und Markenhersteller die gelieferten Informationen direkt für Marktanalysen nutzen können. Somit können mit Big Data wertvolle Produktinformationen gewonnen werden.

Sie möchten mehr darüber erfahren, wie Sie als Online-Händler in Zeiten von Big Data Produktinformationen effektiv nutzen können? Mehr dazu finden Sie in unserem Whitepaper „Product Matching Excellence“.

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  1. […] Kauftransaktionen, Wettersensoren, Fitnessarmbänder oder GPS-Signale generiert werden, ein entscheidender Erfolgsfaktor. Eine Analyse von Big Data schafft Wettbewerbsvorteile sowie Effizienzsteigerungen. Warum sich […]

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