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Rückblick: Der E-Commerce-Markt 2017

Wie entwickelte sich der E-Commerce-Markt seit dem letzten Jahr? Stiegen die Umsätze der Online-Anbieter? Und welche Web-Shops führen aktuell den Markt in Deutschland, Österreich und der Schweiz an?

Diese Fragen beantwortet das EHI Retail Institut. Es führte in Zusammenarbeit mit Statista diesbezüglich bereits zum neunten Mal die Studie “E-Commerce-Markt Deutschland 2017” durch. Dazu analysierten die Experten die 1.000 größten B2C-Online-Shops und stellten diese anhand ihrer erwirtschafteten Jahresumsätze in 2016 dar. Erstmalig schließt die Untersuchung auch den E-Commerce-Markt in Österreich und der Schweiz ein.

Feststeht: Jahr für Jahr schießt der Umsatz im Online-Handel weiter in die Höhe. So erzielten die Top 100 E-Commerce-Händler in Deutschland 2016 einen Umsatz von 27,4 Milliarden Euro. Dies entspricht drei Milliarden Euro mehr als noch im Jahr zuvor.

Doch welche sind die führenden Online-Shops und in welcher Branche steckt das meiste Potential? Wir geben Ihnen ein kurzes Update zum E-Commerce-Markt 2017 in Deutschland und unserer Nachbarländer Österreich und Schweiz.

Welche Online-Shops sind deutschlandweit am erfolgreichsten?

Wie in den vergangenen Jahren steht an der Spitze der deutschen Online-Shops der Generalist Amazon mit einem Umsatz von 8,1 Milliarden Euro in 2016. Das entspricht ganze 5,4 Milliarden Euro Vorsprung zum zweitplatzierten Shop Otto (2,7 Mrd. Euro). Auf dem dritten Platz folgt Zalando (1,1 Mrd. Euro).

Der große Vorsprung von Amazon ist nicht zuletzt auf den hohen Bekanntheitsgrad sowie das umfangreiche Sortiment zurückzuführen. Auch wenn Amazon weniger auf Maßnahmen zur Kundenzufriedenheit und –bindung setzt, bleibt es dennoch Umsatz-Spitzenreiter im deutschen E-Commerce.
Gemeinsam erwirtschafteten die Top 3 der Online-Shops in Deutschland einen Umsatz von rund 12 Milliarden Euro. Dies entspricht etwa 44 Prozent des Gesamtumsatzes der Top 100.

Rückblick: Der E-Commerce-Markt 2017

Klarer Platzhirsch: Amazon mit über 8,1 Milliarden Euro Umsatz. Die Top 3 im deutschen E-Commerce – amazon.de, otto.de und zalando.de – erwirtschafteten letztes Jahr zusammen 44 Prozent des Gesamtumsatzes der Top 100 de.-Online-Shops. Quelle(n): EHI Retail Institute, Statista

 

„Es ist kein Zufall, dass gerade die Top-3-Online-Shops auch als Plattform bzw. Marktplatz agieren, da ihre große Kundenbasis ihnen einen Wettbewerbsvorteil verschafft. Die Beispiele Otto und MediaMarktSaturn zeigen aber, dass auch eine Multi-Shop-Strategie erfolgreich sein kann“, so Christoph Langenberg, E-Commerce-Experte beim EHI.

Unter den Top 10 herrscht ein harter Wettbewerb: Denn insgesamt fünf Elektronikanbieter (notebooksbilliger.de, Media Markt, Cyberport, Conrad und Alternate) kämpfen um die Ränge hinter den Top 3-Anbietern.

Welche sind die nachgefragtesten Branchen im deutschen E-Commerce?

Wirft man einen Blick auf die 100 erfolgreichsten Online-Marktplätze Deutschlands, ist deutlich zu erkennen, dass Generalisten mit 25 Online-Shops – wie amazon.de, otto.de, tchibo.de, qvc.de oder lidl.de – zusammen den weitaus größten Branchenumsatz erwirtschaften. Dieser beträgt für 2016 fast 14 Milliarden Euro. Das entspricht drei mal mehr Umsatz als die zweitplatzierte Branche der Unterhaltungselektronik mit rund 4,6 Milliarden Euro Jahresumsatz. Die Bekleidungsbranche mit insgesamt 18 Shops belegt Platz drei und erzielte im vergangenen Jahr ca. 3,9 Milliarden Euro.

Rückblick: Der E-Commerce-Markt 2017

Branchenführer sind Generalisten mit einem weitaus höheren Jahresumsatz von fast 14 Milliarden Euro. Zweitplatzierte Branche ist die Unterhaltungselektronik (4,6 Mrd. Euro), dicht gefolgt von Platz 3: der Branche Bekleidung (3,9 Mrd. Euro). Quelle: iBusiness

Spezialist vs. Generalist

Auch der Einkauf von Lebensmitteln im Web gewinnt immer mehr an Attraktivität. In unserem Blog-Artikel „Online-Lebensmittelhandel – neuer Treiber im E-Commerce?“ zeigen wir Ihnen, welches Potential die E-Food-Branche bietet und welchen Herausforderungen Sie sich als Händler stellen müssen. Vorreiter in dieser Branche ist Rewe: Der Lebensmittelhändler belegt mit 108 Millionen Euro Umsatz derzeit Platz 58 im Ranking. Des Weiteren rückt hellofresh.de von Platz 63 auf Platz 27. Mit Spannung blickt die Branche auf die Entwicklung des im Mai 2017 gestarteten Online-Lebensmittel-Services Amazon Fresh.

In den letzten Jahren nahm außerdem der Einkauf bei Online-Apotheken verstärkt zu. Insgesamt befinden sich acht Anbieter unter den Top 100 und erwirtschaften zusammen ca. 1 Milliarde Euro Jahresumsatz. Marktführer ist docmorris.de auf Platz 15 mit 317,1 Millionen Euro Umsatz.

Österreich: Wie heißen die umsatzstärksten Online-Shops?

In unserem Nachbarland Österreich sieht es ähnlich wie in Deutschland aus: An erster Stelle der Top 10 steht wieder der Online-Riese Amazon mit einem Umsatz von 556 Millionen Euro. Auf österreichischem Terrain konnte sich zalando.at mit einem Jahresumsatz von 174,3 Millionen Euro den zweiten Platz schnappen. Auf dem dritten Platz befindet sich universal.at. Der Online-Shop für Mode, Möbel und Technik erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 111,1 Millionen Euro.

Rückblick: Der E-Commerce-Markt 2017

Sichtliche Umverteilung: Im Vergleich zu Deutschland liegt Zalando einen Rang höher jetzt auf Platz 2 und Otto befindet sich nicht mehr unter den Top 3.

Im Vergleich zu 2015 ist das Ranking stärker von der Unterhaltungselektronik geprägt: Denn neben e-tec.at finden sich auch zum ersten Mal electronic4you.at, mediamarkt.at und cyperport.at unter den zehn umsatzstärksten Shops.

Zusammen erwirtschafteten die zehn Online-Shops ganze 56,7 Prozent des gesamten Umsatzes in 2016 und damit mehr Umsatz als die Shops auf den darauffolgenden neunzig Plätzen.

Schweiz: Welche Online-Shops haben die Nase vorn?

Im Vergleich zu Österreich und Deutschland ist Amazon in der Schweiz weniger erfolgreich. Der Platzhirsch belegt im Ranking Platz drei der zehn erfolgreichsten Online-Shops. Platz eins verteidigt digitech.ch, ein Online-Shop für Unterhaltungselektronik, mit einem Jahresumsatz von 602 Millionen Schweizer Franken in 2016. Somit platziert sich digitech.ch noch vor Amazon. Auf dem zweiten Rang steht Zalando und erzielte im letzten Jahr einen Umsatz von 534 Millionen Schweizer Franken.
Die drei führenden Online-Shops erwirtschafteten in 2016 zusammen insgesamt 1,6 Milliarden Schweizer Franken. Das entspricht etwa 55 Prozent des Gesamtumsatzes der schweizer Top 10.

Rückblick: Der E-Commerce-Markt 2017

Überraschenderweise liegt Amazon in der Schweiz nur auf Platz 3 der Top 10 Online-Shops. Mit einem geringen Abstand ist digitec.ch hier Spitzenreiter (602 Mio. Schweizer Franken) dicht gefolgt von Zalando (534 Mio. Schweizer Franken). Das führende Trio macht insgesamt 55 Prozent des Umsatzes der zehn erfolgreichsten Shops aus.

Fazit: Wachstum des E-Commerce-Marktes in Deutschland, Österreich und der Schweiz

In Deutschland, Österreich und der Schweiz wächst der Online-Handel immer weiter. Nach wie vor nimmt Amazon eine dominante Stellung am E-Commerce-Markt ein. Einige Branchen, wie die Unterhaltungselektronik oder Bekleidungsbranche, sind hart umkämpft, wodurch sich das erfolgreiche Marktbestehen für Online-Händler als äußerst schwierig erweist. Doch lassen Sie sich als Online-Anbieter nicht verunsichern und behalten Sie stets den Überblick auf Ihrem Markt. Denn nur durch die Kenntnis Ihrer Wettbewerber können Sie weiterhin erfolgreich im hart umkämpften Online-Handel bestehen. Mit unserer hochautomatisierten, selbstlernenden Produkt- und Marktanalyse-Software blackbee verschaffen Sie sich tagesaktuelle Wettbewerberinformationen und behalten den Durchblick im E-Commerce.

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  1. […] geht ein erfolgreiches Jahr für den deutschen E-Commerce zu Ende. Allein die Top 3 der Online-Shops in Deutschland erwirtschafteten 2017 einen Umsatz von rund 12 Mill… Doch hinter diesen Zahlen steckt harte Arbeit. Der zunehmende Wettbewerb und die technischen […]

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