Vertrieb auf Drittplattformen: So wissen Sie immer, wer Ihre wo Produkte verkauft

Verkauf auf Drittplattformen: Wie Sie Ihre Marke schützen können

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschied Anfang Dezember in Luxemburg, dass Hersteller von Luxuswaren den Vertrieb ihrer Produkte über Drittplattformen wie Amazon oder eBay einschränken dürfen.

Konkret ging es um den Kosmetikhersteller Coty, der seine Produkte nur über autorisierte Händler vertreibt und diesen strenge Vorgaben macht. So ist es den Partnern beispielsweise vertraglich verboten, die Kosmetika über Drittplattformen zu verkaufen. Als einer der autorisierten Händler – die Online-Parfümerie parfumdreams – dennoch Coty-Produkte auf Amazon anbot, beantragte der Kosmetikhersteller vor dem Oberlandesgericht Frankfurt eine Untersagung. Das Gericht sah in den Vorgaben von Coty allerdings einen möglichen Verstoß gegen das EU-Wettbewerbsrecht und bat den EuGH um Klarstellung.
In Luxemburg wurde letztlich entschieden, dass solche sogenannten selektiven Vertriebssysteme und dementsprechend ein Vertriebsverbot über Drittplattformen für Luxuswaren zulässig seien, wenn es der “Sicherstellung des Luxusimages” diene.

Der Fall Coty macht deutlich, dass der Online-Handel mit seinen unzähligen Verkaufskanälen und seiner Transparenz nicht nur Vor-, sondern auch Nachteile birgt. Offenheit und Anonymität ermöglichen auch nicht zertifizierten Händlern den Verkauf über unautorisierte Vertriebskanäle, den sogenannten Graumarkt. Hinzu kommt die Problematik der Produktpiraterie, auf die beispielsweise Birkenstock erst kürzlich reagierte. Der Schuhhersteller stoppte zum 1. Januar 2018 den Verkauf seiner Produkte auf den europäischen Seiten von Amazon. Nach Ansicht des Unternehmens geht Amazon nicht energisch genug gegen Produktfälschungen vor.

Insbesondere Hersteller von Qualitätsmarken fürchten einen Werteverfall ihrer Produkte sowie einen Imageverlust. Sie stehen zum einen vor der Herausforderung, ihren Absatz zu steigern, wofür die Zusammenarbeit mit Händlern und Marktplätzen durchaus gewinnbringend sein kann. Zum anderen ist die Sicherstellung ihres Markenimages von essentieller Bedeutung.

Wir zeigen Ihnen heute, wie Sie als Hersteller diese Balance wahren und Ihre Vertriebspartner im Auge behalten können.

Wählen Sie Ihre Vertriebspartner bewusst aus

Werden Ihre Produkte plötzlich auf Drittplattformen angeboten oder gar gefälschte Waren unter Ihrer Marke verkauft, dann kann das nicht nur einen Wertschaden verursachen, sondern ist vor allem für Ihr Markenimage gefährlich. Denn Markenbildung ist ein langer Prozess und diese nimmt mangels der passenden Online-Umgebung spürbar Schaden. Tipps zum Schutz Ihrer Marke finden Sie auch in unserem Artikel “Bewahren Sie Ihr Image: So entgehen Sie dem Graumarkt”.
Entscheiden Sie sich angesichts dieses Risikos ganz bewusst, wie viele Distributionsstufen Sie wie intensiv nutzen und welche Vertriebskanäle und Vertriebspartner Sie auswählen. Viele Markenhersteller vertreiben ihre Produkte sogar im sogenannten selektiven Vertrieb. Das bedeutet, der Hersteller wählt seine Händler anhand bestimmter Kriterien aus. Zudem dürfen die Produkte nicht an Dritte weiterverkauft werden, die diese Anforderungen nicht erfüllen. Zu den Kriterien können beispielsweise die Marketingmethoden, die Struktur des Sortiments, der Aufbau des Online-Shops oder die Reputation gehören.

Setzen Sie auf intelligentes Channel Monitoring

Doch auch trotz einer bewussten Auswahl der Händler und Vertriebspartner benötigen Hersteller ausführliche Informationen über den Verkauf ihrer Produkte auf Preisvergleichsportalen, Online-Marktplätzen und in Online-Shops. Das erfordert eine Monitoring-Strategie. Nutzen Sie dazu intelligente Technologien wie das blackbee Channel Monitoring. Beobachten Sie Ihren Markt und behalten Sie die Kontrolle über Ihre Marken.

Mit blackbee Channel Monitoring erkennen Sie:

  • welche Ihrer Produkte von welchen Händlern auf Preisvergleichsportalen, Online-Marktplätzen und in Online-Shops angeboten werden.
  • wenn ein neuer Händler Ihre Produkte im Internet verkauft.
  • die Produktlebenszyklen und beliebten Produktvariationen Ihrer Markenprodukte.

Durch tagesaktuelle, hoch valide Daten erhalten Sie somit einen Informationsvorsprung, der Ihnen die Möglichkeit gibt, schneller und effizienter auf aktuelle Ereignisse im E-Commerce zu reagieren.

Sie benötigen weitere Informationen zum Thema Channel Monitoring im E-Commerce? Kontaktieren Sie uns jetzt – wir freuen uns auf Ihre Nachricht.