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Online-Marktplätze in Deutschland: Alternativen zu Amazon und Co.

Die Studie „Interaktiver Handel in Deutschland 2016“ des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel (bevh) zeigt, dass deutsche Verbraucher Waren zunehmend online einkaufen. So belief sich der Brutto-Umsatz im E-Commerce im Jahr 2016 auf 52,74 Milliarden Euro. Ein Plus von 12,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit macht er inzwischen fast 13 Prozent des gesamten Einzelhandelsvolumens aus. Zu den Top-Sellern gehören dem bevh zufolge Online-Marktplätze, die mit 26,72 Milliarden Euro Umsatz mehr als die Hälfte zum Gesamtvolumen im E-Commerce beitragen.

Ein Blick über den Amazon- und eBay-Tellerrand lohnt sich

Mit einer steigenden Zahl an Wettbewerbern wird es für Online-Händler und Hersteller immer schwieriger Kunden direkt im Internet zu erreichen. Umso mehr steigt das Interesse an großen Online-Marktplätzen wie Amazon oder eBay, deren Attraktivität in einer hohen Reichweite sowie einem hohen Handelsvolumen begründet ist. Auch die Vorteile für den Kunden liegen klar auf der Hand: Auf den Plattformen stehen viele Produkte zur Verfügung, die einfach verglichen und gekauft werden können. Davon profitieren insbesondere KMUs oder Fachhändler, die auf Online-Marktplätzen von ihrer Zielgruppe schneller wahrgenommen werden.

online-marktplätze-in-deutschland

Für Online-Händler steigt der Druck im Verdrängungswettbewerb. Hier bieten Online-Marktplätze einen zusätzlichen Vertriebskanal mit attraktiven Möglichkeiten.

Doch Online-Marktplätze sind mehr als Amazon oder eBay und ein Blick über den Tellerrand lohnt sich. Anbieter, die sich auf bestimmte Produktgruppen spezialisiert haben, ermöglichen Händlern eine zielgruppenspezifische Ausstreuung. Diese Nischen- oder Special-Interest-Portale sind für Online-Händler und Hersteller ideal, die für eine breite Präsenz auf großen Marktplätzen beispielsweise nicht über die nötigen Ressourcen verfügen. Der Bundesverband Onlinehandel e.V. (BVOH) hat in einer umfassenden Übersicht alle Online-Marktplätze in Europa zusammengetragen und nennt allein für Deutschland 27 solcher Anbieter. Für den umsatzstarken Bereich Fashion listet der BVOH acht deutsche Marktplätze:

  • avocadostore.com
  • kleiderkreisel.de
  • kleidoo.de
  • schuhe.de
  • spartoo.de
  • trendsales.de
  • videdressing.de
  • zalando.de

Stärken und Schwächen einzelner Online-Marktplätze ausloten

Bei der Auswahl passender Online-Marktplätze sollten Sie als Händler oder Hersteller bedenken, dass nicht jeder Marktplatz dieselbe Zielgruppe anspricht. Überprüfen Sie, welcher Anbieter am besten zu Ihrem Konzept, Ihrem Sortiment und Ihren Kunden passt. Ein Kunde, der sich beispielsweise für individuelle und handgemachte Produkte interessiert, wird lieber auf DaWanda als auf Amazon oder eBay einkaufen. Stellt ein solcher Nischenmarkt für Sie eine sinnvolle Alternative zu den großen Generalisten dar, dann sollten Sie sich bei der Auswahl der Marktplätze die Umsätze, die durchschnittlichen Warenkörbe und die Marketing-Services genau ansehen. Außerdem spielen die Kostenmodelle sowie der zeitliche Aufwand für die Einstellung der Produkte und die Abwicklung der Verkäufe eine entscheidende Rolle.

Absatzsteigerung versus Wahrung des Markenimages

Die Kehrseite der „Amazonisierung“: Die Preistransparenz auf Online-Marktplätzen schafft einen enormen Preisdruck. Außerdem stehen Markenhersteller vor der Herausforderung, ihr Markenimage trotz fehlender Beratung oder schlechter Präsentation zu wahren. So zog beispielsweise Adidas erste Konsequenzen und untersagte den Verkauf der eigenen Produkte über Marktplätze, um eine in ihrem Sinne angemessene Präsentation der Waren sicherzustellen und das eigene Markenimage zu schützen. In unserem Beitrag zur Rabattschlacht im Online-Handel zeigen wir Ihnen, wie Sie dem Preisdruck durch exklusive Premiumangebote entgehen und sich mit effektivem Branding von der Konkurrenz abgrenzen.

Mit der blackbee Preis- und Händlerbeobachtung schützen Sie ihre Marken und sichern sich mit auf Nachfrage basierter Preisgestaltung eine langfristige Wettbewerbsfähigkeit. blackbee wertet Ihre Daten und die Daten anderer Wettbewerber aus und hilft Ihnen, schneller und effizienter auf aktuelle Ereignisse im Online-Handel zu reagieren.

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Sichtbarkeit im E-Commerce: Optimieren Sie Ihre Produktdaten

Die Mindestanforderungen für einen wettbewerbsfähigen Shop im E-Commerce erweisen sich als umfangreich. Dazu gehören: Produktbilder vor einem weißen Hintergrund, Datenfeeds nach den Ansprüchen von Google erstellen, Produktdaten vom Hersteller einpflegen. Das bietet zwar ein stabiles Fundament im Online-Wettbewerb, reicht aber nicht mehr aus, um sich von der Masse abzuheben. Eine Produktdatenoptimierung muss tiefer schürfen. Derzeit steigt die Zahl der Marktteilnehmer rasant. Im Vergleich zum vorherigen Jahr wuchs der E-Commerce um 16 Prozent (von 546.293 professionelle Unternehmen auf 633.626 Unternehmen).

Um die Aufmerksamkeit des Kunden zu gewinnen, müssen sich Online-Shops sichtbar machen. Der Schlüssel hierfür ist eine gezielte Produktdatenoptimierung. Wir geben Ihnen im Folgenden einige Expertentipps, mit denen Sie im E-Commerce schneller wahrgenommen werden.

Produktdatenoptimierung Tipp #1: Produktseiten pflegen und ungewöhnliche Keywords finden

Bestenfalls verfügt jede Produktseite eines Online-Shops über einzigartige Inhalte, also Unique Content. Für einen Shop mit tausenden von Produktseiten klingt das nach einem Berg von Arbeit, sollte aber tatsächlich in Angriff genommen werden: Google rankt einzigartigen Content stets weit oben. Sobald Shops Produktdaten eins zu eins vom Hersteller übernehmen, stuft Google sie als minderwertig ein – oder schließt sie sogar vollständig aus den Suchergebnissen aus, wie der Marktplatz für Social Media- und Influencer-Marketing Ranksider berichtet. Im Zweifelsfall können Shops auch nur für ausgewählte Produktseiten Unique Content erstellen. Bereits einige wenige Seiten mit einzigartigem Content fördern die Sichtbarkeit. Seiten, für die Shopbetreiber keinen Unique Content erstellen wollen oder können, werden mit dem Meta-Tag „No Index“ versehen, damit Google sie nicht indexiert.

Unique Content bietet größeren Spielraum, um Keywords gezielt einzusetzen. Um hohe Werte in der Sichtbarkeit zu erzielen, sollten Händler und Hersteller herausfinden, wie Kunden ihre Produkte im Internet finden. Das lässt sich mit Hilfe des Trackings schnell bewerkstelligen. Anschließend können Shopbetreiber Synonyme für das Produkt als Keywords verwenden. Seiten, die einen Sportschuh anbieten, können mit „Sneaker“ im Titel beschrieben werden. Hier ist aber auch querdenken gefragt: Eine Karaffe oder ein edler Kugelschreiber machen sich als Firmengeschenke gut. Erhalten die Produkte ein dementsprechendes Keyword, erschließt der Shop somit neue Zielgruppen.

Starke Argumente für eine Produktdatenoptimierung mit SEO: Das Online Magazin SEJ (Search Engine Journal) stellte die wichtigsten Statistiken für die SEO-Nutzung zusammen.

Starke Argumente für eine Produktdatenoptimierung mit SEO: Das Online Magazin SEJ (Search Engine Journal) stellte die wichtigsten Statistiken für die SEO-Nutzung zusammen.

Produktdatenoptimierung Tipp #2: Mehr Informationen bieten dem Kunden höhere Sicherheit

Bei der großen Auswahl an Online-Shops wissen die Kunden oft nicht, welchem Shop sie vertrauen sollen. Umso höher der Preis für ein Produkt ausfällt, desto umfangreicher sollte der Händler die Produktinformationen aufbereiten. Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Eigenschaften aufzuzählen, sondern die Besonderheiten des Produkts herauszustellen. Mittels ausführlicher Informationen, Tipps und transparenten Kundenbewertungen gelingt es dem Händler, sich als Experte zu positionieren – und somit das Vertrauen seines Kunden zu gewinnen.

Marcel Hollerbach, CMO von Productsup, erklärt im Online-Magazin Internetworld, dass mittels ausführlicher Produktinformationen die Sichtbarkeit des Online-Shops deutlich steigt. Implementiert der Shopbetreiber zahlreiche Informationen im Produktdatenfeed seiner Seite, steigt die Genauigkeit der personalisierten Anzeigen beim Kunden. Intelligent gesetzte Produktattribute führen zu einer höheren Conversion.

Produktdatenoptimierung Tipp #3: Effizientere Produktseiten durch A/B-Testing

Das A/B-Testing bezeichnet ein Verfahren, bei dem Marketer die Performance einer Produktseite verbessern. Das geschieht – wie der Name verrät – durchs Austesten. Konkret bedeutet das: Ein Shop präsentiert mehreren Kundengruppen verschiedene Produktseiten. Die Seiten unterscheiden sich z.B. durch das Platzieren von Elementen wie Qualitätssiegel oder Versandhinweisen. Der Shopbetreiber kann somit herausfinden, welche Variante der Produktseite eine höhere Käuferzahl findet.

Mittels A/B-Testing zur effizienten Produktdatenoptimierung: Durch einen Test mit Hilfe mehrerer Probanden findet der Shopbetreiber heraus, welches Webseitendesign zielführender ist. In diesem Beispiel der Fachzeitschrift Smashingmagazine wird getestet, bei welcher Version ein Newsletterabonnement besser angenommen wird.

Mittels A/B-Testing zur effizienten Produktdatenoptimierung: Durch einen Test mit Hilfe mehrerer Probanden findet der Shopbetreiber heraus, welches Webseitendesign zielführender ist. In diesem Beispiel der Fachzeitschrift Smashingmagazine wird getestet, bei welcher Version ein Newsletterabonnement besser angenommen wird.

Die Anordnung der Produktdaten lässt bei einem A/B-Testing zahlreiche Variationsmöglichkeiten zu. Aber Vorsicht: Shopbetreiber sollten bei einem Testverfahren lediglich eine Variable pro Test verändern. So können Händler und Hersteller ganz genau ermitteln, welches Element den Unterschied beim Kunden macht.

Letztendlich entscheidet der Preis

Gerade in den Zeiten, in denen der E-Commerce boomt, entscheiden Eifer und ein Auge fürs Detail über den Erfolg eines Online-Shops. Mit einer konsequenten Produktdatenoptimierung stechen Shops hervor. Intelligente Keywords sorgen für Sichtbarkeit bei Suchmaschinen wie Google, Verfahren wie A/B-Testings ermitteln die Effizienz von Produktseiten und umfangreiche Produktinformationen wecken beim Kunden Vertrauen. Das stärkste Verkaufsargument für den Kunden bleibt letztendlich der Preis. Dabei geht es nicht darum, dass Händler das günstigste Angebot aufführen, sondern dass sie ihre Artikel intelligent bepreisen. Das gelingt, wenn Onlineshop-Betreiber den Markt im Blick behalten. Mit der Business Intelligence Software blackbee sind Händler und Hersteller ideal gewappnet. So wird der Online-Markt transparent und Online-Shopbetreiber steigern ihre Marge.

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Auf Ostkurs: So wird Ihr Online-Shop in China ein Erfolg

Stellen Sie sich vor, Sie möchten online ein bestimmtes Produkt kaufen. Wo suchen Sie danach? Ein Großteil von Ihnen wird mit Sicherheit die großen Online-Marktplätze wie Amazon und Ebay aufsuchen. Oder Sie begeben sich direkt in die Online-Shops der Markenhersteller.

Gehen Sie jedoch nach China, wird Sie der Online-Shopper von dort verblüfft anschauen. Genau wie Sie ihn, wenn er Ihnen erzählt, wie der E-Commerce im Reich der Mitte funktioniert.

China hat in den letzten vierzig Jahren einen rasanten Wirtschaftsaufschwung erlebt. Mit kumulierten Online-Umsätzen von jährlich 672 Milliarden US-Dollar steht der E-Commerce-Riese vor den USA (349 Milliarden US-Dollar) weltweit an erster Stelle.

Wir zeigen Ihnen, wie der Online-Handel in China im Vergleich zu Deutschland tickt und wie Ihnen als Online-Händler der Eintritt in den chinesischen Markt gelingt.

Deshalb boomt der Online-Handel in China

2017 liegt der E-Commerce-Umsatz in China bei rund 423,5 Millionen Euro. Damit jedoch nicht genug: Prognosen gehen von einem jährlichen Umsatzwachstum von 15,6 Prozent in den nächsten Jahren aus. Somit wird die Nation bis 2018 die USA als weltweit größten Retail-Markt ablösen.

Wie kommt es dazu?

China verzeichnet weltweit den größten Anteil an Internetnutzern. Mit 591 Millionen kauft fast die Hälfte der chinesischen Bevölkerung online ein – Tendenz steigend.

Diesen hohen Anteil ermöglichen die über die Jahre gesunkenen Kosten für WLAN, schnelles mobiles Internet sowie für mobile Endgeräte wie Tablets oder Smartphones. Auch das bis dato währende Problem des riesigen, unerschlossenen Hinterlands lösten chinesische Online-Unternehmen. Die Verknüpfung von Ballungszentren und dem Land ermöglicht eine schnellere Expansion.

Der wachsende Online-Einzelhandel in China ist stark von der Erschließung des Hinterlands geprägt. Dort ist wenig stationärer Handel anzutreffen. Gut funktionierende Lager- und Logistikservices haben zum Aufschwung beigetragen. (Quelle: <a href="http://www.internetworld.de/e-commerce/online-handel/chancen-online-haendler-in-china-1058344.html?page=1_interview-chinesen-kaufen-lieber-online-als-im-laden">Internetworld</a>)

Der wachsende Online-Einzelhandel in China ist stark von der Erschließung des Hinterlands geprägt. Dort ist wenig stationärer Handel anzutreffen. Gut funktionierende Lager- und Logistikservices haben zum Aufschwung beigetragen. (Quelle: Internetworld)

Andere Länder, andere Sitten: So tickt der chinesische Markt

Maßgeblich am chinesischen Erfolg beteiligt ist der E-Commerce-Gigant Alibaba. Gerade einmal zur Jahrtausendwende gegründet, gilt die Gruppe heute als eines der zehn wertvollsten und erfolgreichsten Unternehmen der Welt. In China ist Alibaba bereits der größte Online-Player des Landes und erreicht bis zu 95 Prozent der chinesischen Bevölkerung. Um Ihnen eine Vorstellung zu geben: Das entspricht in etwa der gesamten Bevölkerung der USA.

Dagegen werden Sie einzelne Online-Shops in China weniger finden. Die Online-Käufe chinesischer Kunden finden über Alibabas Online-Plattformen wie „Tmall“ oder „Taobao“ statt – Pendants zu Amazon und Ebay. Jene großen Player sind in China weniger bekannt. Dafür ist chinesischen Online-Shoppern die Alibaba Group stark vertraut.

Hohe Qualitätsansprüche: Darum kaufen Chinesen gerne online

Chinesen kaufen zwar gerne auf heimischen Online-Marktplätzen, doch sie bevorzugen keineswegs heimische Produkte. Hier bietet sich eine große Chance für Online-Händler aus dem Westen, denn internationale Marken genießen in China einen ausgezeichneten Ruf.

Aufgrund von zahlreichen Produktfälschungen präferieren die Verbraucher vor allem auch deutsche Marken. Diese versprechen ihnen Qualität und Sicherheit. Aus diesem Grund finden Premiummarken in China großen Absatz.

Auch Luxuswaren finden großen Anklang. Diese sind im eigenen Land aufgrund von hohen Zöllen und Steuern deutlich preisintensiver. Aus dem Ausland können chinesische Verbraucher Produkte wie Handtaschen, Kosmetik und Spirituosen deutlich günstiger kaufen.

China als Vorreiter im Mobile Commerce

Auch wenn China als technikaffines Land gilt, besitzt noch lange nicht jeder Bewohner einen Computer. Größerer Beliebtheit erfreut sich das Online-Shopping über mobile Endgeräte. Aus diesem Grund beschränkt sich die Alibaba Group nicht nur auf Online-Plattformen, sondern entwickelt laufend weitere Systeme für den Online-Kauf. Viel genutzt werden das eigene Online-Bezahlsystem Alipay sowie Messengerdienste oder soziale Onlinenetzwerke.

Der bevorzugte Mobile Commerce zeigt, welche Generation hinter dem wachsenden Online-Handel steht. In China macht die jüngere Zielgruppe (19-35 Jahre) mit 60 Prozent die lukrativsten Online-Shopper aus. Sie sind nicht nur markenaffiner, sondern vor allem im Social-Media-Bereich stärker unterwegs. Dort finden sie über personalisierte Apps auf sie perfekt abgestimmte Produkte.

So startet Ihr Online-Shop in China erfolgreich durch

Viele Unternehmen sind bereits überzeugt, dass der chinesische Markt großes Potential bietet. Dennoch sollten Sie den Markteintritt nicht überstürzen, sondern einer klaren China-Strategie folgen. Dabei sollten sie gewisse Dinge beachten.

In erster Linie begegnen Sie sprachlichen und kulturellen Hindernissen. Nur weil Ihre Online-Strategie in Europa funktioniert, muss sie das nicht zwanghaft in China. Chinesische Kunden ticken anders als Deutsche. Sie lieben informationsreiche Websites mit bunten Bildern, die sehr fantasiereich sein können. Gleichzeitig setzen chinesische Shopper auf Sicherheit und wünschen sich ausführliche Produktinformationen vor dem Kauf.

Gerade auf Online-Marktplätzen wie Tmall oder Jingdong begegnen Sie zahlreichen Konkurrenten. Investieren Sie in Ihre Markenbekanntheit und gewinnen Sie das Vertrauen der Kunden für Ihren Shop.

Windeln.de ist ein Beispiel für einen erfolgreichen Eintritt in den chinesischen Markt. Seit 2015 liefert das Startup direkt nach China und erwirtschaftet dort mehr als die Hälfte seiner Erlöse. Ein Team aus Muttersprachlern, die Möglichkeit des Bezahlens mit lokalen Verfahren sowie die Übersetzung des Shops haben ihren Anteil am Erfolg. (Quelle: Screenshot <a href="https://www.windeln.de/">Windeln.de</a>)

Windeln.de ist ein Beispiel für einen erfolgreichen Eintritt in den chinesischen Markt. Seit 2015 liefert das Startup direkt nach China und erwirtschaftet dort mehr als die Hälfte seiner Erlöse. Ein Team aus Muttersprachlern, die Möglichkeit des Bezahlens mit lokalen Verfahren sowie die Übersetzung des Shops haben ihren Anteil am Erfolg. (Quelle: Screenshot Windeln.de)

Stellen Sie sich dem Markteintritt in China folgende Fragen:

  • Welche Ihrer Produkte und Marken werden bereits in dem jeweiligen Land angeboten?
  • Wer ist meine Konkurrenz und wie ist das Sortiment meiner Wettbewerber?
  • Wie hoch ist die Nachfrage nach den Produkten, die Sie anbieten wollen, im neuen Markt?
  • Gibt es rechtliche Hürden beim Eintritt in den ausländischen Markt?
  • Was kosten die Produkte im Ausland und bleibt überhaupt Raum für eine Marge?

Nutzen Sie auch im internationalen E-Commerce ein aktives Preismanagement

Um im internationalen E-Commerce Erfolg zu haben, muss Ihr Online-Shop einen deutlichen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen ausländischen sowie inländischen Shops erzielen.

Chinesische Online-Marktplätze bieten Ihnen außer einer großen Konkurrenz wenige Differenzierungsmöglichkeiten.

Um sich abzuheben, müssen Sie Ihre Vorzüge aufzeigen. Dies gelingt Ihnen über exklusive Produkte sowie hochwertige Marken, die es in China nicht zu kaufen gibt. Letztendlich gilt aber immer noch ein attraktiver Preis als entscheidendes Differenzierungsmerkmal.

Führen Sie zuallererst eine Konkurrenz- und Marktanalyse durch. Ermitteln Sie, wer Ihre Wettbewerber sind und wie deren Sortiment aufgestellt ist.

Im Anschluss verfolgen Sie die Preisentwicklung der Produkte. Beobachten Sie die Preise Ihrer Wettbewerber und passen Sie Ihre Preisstrategie daran an.

Um eine schnelle und umfangreiche Preisbeobachtung durchzuführen, empfehlen wir Ihnen unsere Business Intelligence Suite blackbee. Gerade im komplexen und oft unübersichtlichen internationalen E-Commerce benötigen Sie intelligente Softwarelösungen. blackbee sammelt alle Preis- und Produktinformationen von den gewünschten Online-Shops und Marktplätzen ein und verschafft Ihnen so einen Marktüberblick.

blackbee ist sprachunabhängig einsetzbar und bietet Ihnen die Möglichkeit zur Preisoptimierung über alle Länder und Branchen hinweg.

Sie möchten expandieren und interessieren sich für die Themen Marktanalyse, Sortimentsanalyse sowie Preismanagement im Internet? Kontaktieren Sie uns jetzt – wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

Grenzenlose Gewinne: Erfolg im internationalen E-Commerce

Der internationale E-Commerce boomt weiterhin: Jeder siebte Online-Kauf wandert über mindestens eine Ländergrenze. Laut einer DHL Express-Studie vom Februar 2017 darf man vom internationalen E-Commerce ein jährliches Wachstum von 25 Prozent bis 2020 erwarten. Damit wächst der weltweite Online-Handel doppelt so schnell wie der inländische.

Für deutsche Händler und Hersteller bietet ein internationaler Verkauf eine vielversprechende Chance, Gewinne zu erzielen und den Kundenstamm auszuweiten. Dazu erfordert ein grenzüberschreitender Verkauf ein möglichst unkompliziertes Einkaufsvergnügen für den Online-Shopper. Das bedeutet für den Shop-Betreiber: Er sollte den Internetauftritt länderspezifischen Vorlieben anpassen. Ebenso sollten Händler eine effiziente Logistik implementieren und Angebot sowie Preis attraktiv gestalten. Das sind unverzichtbare Grundlagen, damit ein deutscher Online-Shop auch international ganz vorn mitspielt.

Der von DHL Express prognostizierte Wachstum im internationalen E-Commerce

DHL Express erwartet für den internationalen E-Commerce ein Wachstum von jährlich 25 Prozent zwischen 2015 und 2020. Das Volumen betrug 2015 noch 300 Milliarden Dollar und soll bis 2020 auf 900 Milliarden Dollar steigen. Quelle: Alipay, McKinsey; DHL Express

 

Zahlungswünsche sind wie Sprachen: In jedem Land anders

Was sich in Deutschland als gängiges Zahlungsverhalten durchgesetzt hat, kann nicht auf andere Nationen übertragen werden. Der Rechnungskauf erfreut sich in keinem anderen Land der Welt einer vergleichbaren Popularität wie in Deutschland. Die Engländer dagegen nutzen vornehmlich Kredit- und Debitkarten, im asiatischen Raum punktet die eWallet. Ein international agierender Online-Shop sollte die bevorzugten Zahlungsoptionen anbieten, um gewünschte Umsätze zu erzielen. Zahlungsoptionen, die sich im Zielland bewährt haben, genießen großes Vertrauen beim einzelnen Kunden. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass der Kunde anderen Zahlungsmethoden erst einmal skeptisch gegenübertritt – und im Zweifelsfall woanders einkauft.

Ähnlich verhält es sich mit der Sprache: Zwar gilt die englische Sprache seit dem 19. Jahrhundert als Weltsprache, erscheint aber nicht unter allen Umständen angemessen. Zum Beispiel bei Allgemeinen Geschäftsbedingungen, Reklamationen oder Service-Interaktionen. Komplexeren Sachverhalten widmet sich der Endverbraucher vorzugsweise in seiner Muttersprache. Sind Texte und Info-Blätter in die jeweilige Landessprache übersetzt, erhöht dies den Komfort und das Sicherheitsgefühl des Kunden erheblich. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Kunde dem Shop treu bleibt und bald wieder bestellt. Darüber hinaus sollten Shop-Betreiber bei Bildgestaltung der Internetpräsenz Rücksicht auf kulturelle Umstände nehmen. Wer einen Grill auf dem indischen Markt verkaufen will, sollte nicht unbedingt saftige Rindersteaks inszenieren.

Erfolg im internationalen E-Commerce ist eine Frage der Distribution

Jeder Kunde wünscht sich eine flinke, zuverlässige Lieferung. Das gilt im Inland wie für das Ausland. Das Ziel für einen Online-Shop im internationalen E-Commerce lautet darüber hinaus, kostengünstig Ware lagern, bearbeiten und versenden zu können. Welche Distributionsstrategie der Händler oder Hersteller wählt, sollte davon abhängen, unter welchen Umständen er agiert.

Die richtige Distribution ist ein entscheidender Faktor im internationalen E-Commerce

Ob ein Zentrallager in Deutschland oder eine intensive Partnerschaft mit einem KEP-Dienstleister im Ausland zielführend ist, bestimmt im internationalen E-Commerce das Bestellvolumen des Online-Shops.

Befindet sich der Händler oder Hersteller gerade beim Einstieg in den internationalen E-Commerce, fallen die Stückzahlen seiner Ware im Ausland üblicherweise gering aus. Hier macht ein Zentrallager auf deutschem Boden Sinn. Dort werden zunächst alle internationalen Bestellungen individuell bearbeitet und anschließend einem KEP-Partner (Kurier-, Express- und Paketdienst) übergeben. Dieser stellt die Waren im jeweiligen Zielland zu. Bei Retouren sendet der Kunde die Ware an das Zentrallager zurück, wo die Bestellung bearbeitet wird.

Sobald das Bestellvolumen im internationalen E-Commerce wächst, sollten Händler und Hersteller eine Kooperation mit einem KEP-Dienstleister im jeweiligen Zielland anstreben. Auf die Art können Transportkosten gespart und einzelne Lieferungen im Ausland konsolidiert werden. Des Weiteren gilt es für Shop-Betreiber darauf zu achten, ob sie in Länder liefern, in denen Ware verzollt werden muss. Auch hier empfiehlt es sich – wenn das Liefervolumen entsprechend anfällt – einen geeigneten Partner zur Zollabwicklung zu suchen, um Aufwand und Kosten einzusparen.

Finden Sie einen Preis, der keinen internationalen Vergleich zu scheuen braucht

Ziel eines Online-Shops im internationalen E-Commerce lautet, den Vorzug vor anderen ausländischen wie inländischen Shops des jeweiligen Landes zu erhalten. Die überzeugendsten Argumente dafür sind – neben einer hohen Produktverfügbarkeit – der verlockendere Preis. Laut einem Ergebnis der DHL Express-Studie (siehe unten) kaufen Kunden vornehmlich in einem Auslands-Shop ein, wenn sie dort ein attraktiveres Angebot zu besseren Konditionen vorfinden.

Die laut DHL Express entscheidenden Gründe der Kunden für eine Bestellung im internationalen E-Commerce

Ein attraktives Angebot und bessere Konditionen gehören zu den Hauptgründen, weswegen Kunden Auslandsshop einen Vorzug geben. Teilnehmer am internationalen E-Commerce sollten jenen Schwerpunkten die größte Aufmerksamkeit schenken: Zahlungsbedingungen, Service und vor allem dem Preis.
Quelle: Google Consumer Barometer; DHL Express

Preisbeobachtung und -optimierung erweist sich bereits im inländischen Wettbewerb als aufwendiger Prozess. Beim Pricing im internationalen E-Commerce ist eine umfangreiche Marktbeobachtung unabdingbar. Die Business Intelligence Software blackbee schafft die ideale Voraussetzung für ein international gerüstetes Pricing. blackbee erkennt Preistrends in allen Marktsegmenten und Branchen – ganz unabhängig von Länder- und Sprachgrenzen. Mit einer zuverlässigen Wettbewerbsbeobachtung sind Online-Händler im internationalen E-Commerce sicher aufgestellt.

Fazit: Ein grenzenloses Einkaufserlebnis und das richtige Pricing führen zum Erfolg auf internationaler Ebene

Der internationale E-Commerce birgt hohe Gewinne und einen neuen Kundenstamm für Online-Händler. Um neue Verbraucher zu erreichen, müssen Sie ihnen Angebot und Abwicklung so einfach wie möglich gestalten. Dazu sollten Sie die kulturellen Gepflogenheiten und Vorlieben des Ziellandes berücksichtigen. Das betrifft in erster Linie Zahlungsmethoden, Sprache und Bildgestaltung. Um eine kostensparende Distribution umzusetzen, sollten Sie sich über eine passende Strategie Gedanken machen. Diese richtet sich nach dem Bestellvolumen im Ausland. Letztendlich gibt der Preis den Ton an: Kunden im Ausland interessieren sich für einen internationalen Online-Shop, wenn Angebot und Preis attraktiv sind. Die Business Intelligence Software blackbee hilft Ihnen dabei, den weltweit besten Preis zu ermitteln und eine gewinnbringende Marge zu erwirtschaften.

Sie überlegen, in den internationalen E-Commerce einzusteigen, stehen gerade am Anfang oder sind schon mittendrin? Testen Sie jetzt blackbee und beobachten Sie Ihre Konkurrenz über alle Ländergrenzen hinaus!

Online-Shopping: In Deutschland kaufen Sie mit am günstigsten

Welche der zehn führenden E-Commerce-Nationen bietet die preiswertesten Produkte im Online-Handel an?

Dieser Frage ging die Social-Commerce-Gruppe Pepper.com in einem Vergleich von Amazon-Preisen nach.  Das Ergebnis: Online-Shopping ist in Deutschland mit am günstigsten, dicht gefolgt von China. Die Prognosen scheinen sich zu bestätigen, denn der deutsche E-Commerce boomt nach wie vor. Warum kaufen Kunden bevorzugt online ein? Wie lässt sich dieses Wissen auf Ihren Online-Handel anwenden? Wir geben Ihnen ein kurzes Update zur Online-Shopping-Nation Deutschland.

Online-Shopping: In Deutschland kauft man über das Internet am günstigsten

Die Social-Commerce-Gruppe Pepper.com führte im Juni dieses Jahres einen Vergleich der Amazon-Preise von 240 Produkten aus insgesamt 15 Produktkategorien durch. Ziel der Analyse war es herauszufinden, wie preiswert Produkte im deutschen Online-Handel im Vergleich mit den zehn führenden E-Commerce-Nationen seien.

Für durchschnittlich 59 Euro können sich die Deutschen eines der 240 Produkte der Stichprobe kaufen und liegen damit knapp 17 Prozent unter dem internationalen Durchschnitt.

Italien, Großbritannien, Spanien, Frankreich und die USA hingegen sind mit durchschnittlich 60 Euro aufwärts vergleichsweise teuer. Die Spitzenreiter bilden asiatische Länder wie Indien mit rund 84 Euro und Japan mit rund 103 Euro. Die Ausnahme bildet China: Das Reich der Mitte stellt mit 51 Euro die günstigste Online-Shopping-Nation dar.

Deutschland wächst weiterhin stark im Online-Handel

Der deutsche E-Commerce ist von einem unverändert hohen Wachstum geprägt. Käufer informieren sich nicht nur online über Produkte, sondern wählen oftmals den einfachen Weg und bestellen über das Internet. Dies erspart Ihnen den Weg in einen stationären Laden, in welchem sie zudem eine geringere Auswahl geboten bekommen. Bis 2019 wird eine Umsatzsteigerung von zwölf Prozent pro Jahr erwartet, sodass allein in Deutschland das gesamte Umsatzvolumen auf 70 Milliarden Euro anwächst.

Der Online-Handel boomt in Deutschland: Prognosen gehen von einer Steigerung des Umsatzvolumens auf bis zu 70 Milliarden Euro im Jahr 2019 aus. (Quelle: HDE Online-Monitor 2017)

Der Online-Handel boomt in Deutschland: Prognosen gehen von einer Steigerung des Umsatzvolumens auf bis zu 70 Milliarden Euro im Jahr 2019 aus. (Quelle: HDE Online-Monitor 2017)

Als ausschlaggebenden Grund für den Online-Kauf nennt die Hälfte der Befragten einer Statista-Umfrage die niedrigen Preise im Internet.  Der Online-Kauf ließe sich zudem schneller und einfacher abwickeln und würde aus rationalen Gründen heraus geschehen. Der Kauf im stationären Handel hingegen sei von emotionalen Aspekten geprägt. Kunden können die Produkte anfassen und direkt mitnehmen, wodurch sich das Shoppingerlebnis für sie persönlicher gestaltet. Aufgrund dessen gehen Online-Händler vermehrt zu einer Omnichannel-Strategie über und verbinden ihre Online- und Offline-Kanäle miteinander.

Mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung sind selektive Online-Shopper. Sie bevorzugen weder die Offline- noch die Online-Kanäle und nutzen beide je nach Präferenzen. (Quelle: HDE Online-Monitor 2017)

Mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung sind selektive Online-Shopper. Sie bevorzugen weder die Offline- noch die Online-Kanäle und nutzen beide je nach Präferenzen. (Quelle: HDE Online-Monitor 2017)

Darum ist das Online-Shopping in Deutschland mit am günstigsten

Die Pepper-Gruppe kommt zu dem Ergebnis, dass das durchschnittliche Monatsbruttoeinkommen der Nationen der Grund für das Wachstum im Online-Handel sei. Für Asiaten sei das Online-Shopping aufgrund des niedrigeren Bruttoeinkommens und einer damit einhergehenden geringeren Kaufkraft niedriger. Indische Verbraucher müssten 70,5 Prozent ihres Monatsbruttos für den Kauf eines der 240 Produkte aufwenden. Im Vergleich dazu müssten deutsche Käufer lediglich 1,72 Prozent des Bruttoeinkommens zahlen.

Die deutschen Shopper bevorzugen Produkte aus den günstigen Kategorien Drogerie und Körperpflege sowie Sportartikel. Dagegen stellen sich Produkte aus den Kategorien Computer, Fashion, Accessoires und Unterhaltungselektronik als eher preisintensiver heraus.

Die deutschen Shopper bevorzugen Produkte aus den günstigen Kategorien Drogerie und Körperpflege sowie Sportartikel. Dagegen stellen sich Produkte aus den Kategorien Computer, Fashion, Accessoires und Unterhaltungselektronik als eher preisintensiver heraus.

Vergleichen Sie die Preise Ihrer Wettbewerber im E-Commerce

Die Ergebnisse des Online-Monitors des Handelsverbands 2017 zeigen, dass mehr als die Hälfte deutscher Online-Shopper selektiv vorgehen. Sie verknüpfen Offline- sowie Online-Kanäle miteinander.

Im Internet ist der Vergleich durch Preissuchmaschinen so einfach wie noch nie. Somit tendieren viele Käufer dazu, vor dem Kauf Preise online zu vergleichen und daraus ihre Entscheidung für oder gegen ein Produkt abzuleiten.

Als Online-Händler sollten Sie deshalb Ihre Preise und Sortimente stetig mit denen Ihrer Wettbewerber vergleichen. Vor allem nationalen E-Commerce sichern Sie sich über das Pricing einen langfristigen Wettbewerbsvorteil. Bei einer zu erwartenden Umsatzsteigerung von zwölf Prozent pro Jahr können nach wie vor durch eine Preisüberwachung am Markt Gewinne abgeschöpft werden.

Intelligente Softwarelösungen wie blackbee helfen Ihnen dabei, online große Mengen an Preis- und Produktdaten zu sammeln. Nutzen Sie diese, um ein aktives und dynamisches Preismanagement zu betreiben und im deutschen E-Commerce erfolgreich zu bestehen.

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Produktqualität im E-Commerce: Begegnen Sie neuen Ansprüchen

Warum reicht vielen Kunden der Preis als einziges Differenzierungskriterium nicht aus?

Der Kaufprozess wird von zahlreichen individuellen Anforderungen an ein bestimmtes Produkt begleitet. Leistung, Produktqualität und Sicherheit nehmen dabei in bestimmten Branchen einen höheren Rang ein als der Preis. Betrachten wir beispielsweise die Lebensmittelindustrie stellt sich hier die Kaufentscheidung als größte Herausforderung dar: Lebensmittel lassen sich im Gegensatz zu Produkten der Elektronikbranche schwer anhand von Produktdaten miteinander vergleichen. Verbraucher können zwar die Inhaltsstoffe betrachten, daraus jedoch nicht die Qualität ablesen. Hier gilt: Teurer ist nicht gleich besser.

Produktqualität vor Preis?

Eine weltweite und umfassende repräsentative Befragung der TÜV SÜD Safety Gauge 2017 ergab, dass 71 Prozent der Verbraucher bereit wären, einen höheren Preis für eine bessere Qualität zu zahlen.

Dabei stand ein hohes Sicherheitsniveau bei bestimmten Branchen als wichtigstes Auswahlkriterium an erster Stelle (60 Prozent). Insbesondere bei Lebensmitteln wie rohem Fisch oder Fleisch, Milchprodukten oder Eiern bestünden die meisten Bedenken. An zweiter Stelle folgten Spielwaren, Schuhe sowie Kinder-Autositze.

Bei Spielwaren für Kinder steht die Sicherheit als Auswahlkriterium für 70 Prozent der Befragten Verbraucher an erster Stelle. Der Preis landet dabei auf dem vierten Platz. (Quelle: TÜV SÜD Safety Gauge 2017)

Bei Spielwaren für Kinder steht die Sicherheit als Auswahlkriterium für 70 Prozent der Befragten Verbraucher an erster Stelle. Der Preis landet dabei auf dem vierten Platz.
(Quelle: TÜV SÜD Safety Gauge 2017)

Dieses hohe Qualitätsbewusstsein äußerte sich nicht nur bei den Verbrauchern: Auch deutsche Unternehmen setzen heutzutage hohe Sicherheitsstandards.

Gerade in Branchen, in denen sie Kunden mit großen Bedenken begegnen, setzen sie auf Inhouse-Testings, Schulungen der Mitarbeiter oder ziehen externe Prüfunternehmen hinzu.

Auch als Online-Händler sollten Sie sich unabhängig Ihrer Branche mit möglichen Ansprüchen Ihrer Kunden auseinandersetzen. Eine Möglichkeit, um diesen entgegen zu kommen, ist das Führen bestimmter Gütesiegel.

E-Commerce: Mit Gütesiegeln demonstrieren Sie Produktqualität

Für die Kunden können ersichtliche Prüfzeichen, welche von externen Unternehmen verliehen werden, ein Anzeichen für Sicherheit darstellen. Diese Gütesiegel dienen der Gewährleistung der Produktqualität.

Händler und Hersteller gewinnen dadurch das Vertrauen der Kunden und kommunizieren damit ihre Seriosität. Das beschreibt auch Jens Reich, Chief Customer Officer bei Mister Spex: „Gütesiegel tragen dazu bei, dem Kunden eine Orientierung in puncto Datenschutz, Sicherheit, Qualität und allgemeiner Zufriedenheit anderer Kunden zu geben. Er erkennt somit schneller, welche Online-Shops und Angebote vertrauenswürdig sind.“

Gütesiegel wie das europäische staatliche Bio-Siegel signalisieren den Kunden Sicherheit, Schutz und Qualität.

Gütesiegel wie das europäische staatliche Bio-Siegel signalisieren den Kunden Sicherheit, Schutz und Qualität.

Der Online-Händler Mister Spex legt dabei großen Wert auf die Kommunikation von Qualität und führt mit „Trusted Shops“ sowie „EHI“ die bekanntesten Gütesiegel in Deutschland.

Ein weiterer Vorteil für Online-Händler: Durch ein gutes Qualitätsmanagement werden rechtliche Standards eingehalten und der Shop wird automatisch kundenfreundlicher gestaltet. Seien es das Shopdesign, die Wege des Kunden bis zum Kauf oder detaillierte Beschreibungen Ihrer Produkte – die Nähe zum Kunden wird leichter gewährleistet.

Steigern Sie Ihre Produktqualität durch einen einzigartigen Kundenservice

Die Online-Apotheke Aponeo setzt auf eine gute Beratungsqualität. Dabei bietet sie weder günstigere Produkte als stationäre Apotheken an, noch unterwirft sie sich damit dem Preiskampf im E-Commerce. Durch einen guten Service, Eigenmarken sowie exklusive Empfehlungen von geschulten Apothekern gleicht Aponeo die Margenschwäche im Online-Handel aus.

Der Personal Shopping Service Outfittery geht einen ähnlichen Weg. Auch Outfittery legt viel Wert auf die Produkt- und Servicequalität. Eine Kombination aus Machine-Learning-Tools sowie dem Gespür ausgebildeter Stylisten führt zu einer auf den Kunden zugeschnittenen Beratung. Mit diesem Beratungsservice rechtfertigt Outfittery zudem, keine Rabattaktionen in ihrem Shop durchzuführen.

Optimieren Sie Ihr Preismanagement mit Ihrer Produktqualität

Qualität steht bei den Kunden in einigen Branchen vor dem Preis. Ein hohes Sicherheitsniveau sowie ein einzigartiger Kundennutzen sind Kennzeichen dieser Qualität. Besonders stark sind davon die Lebensmittelindustrie sowie Kinderspielwaren betroffen.

Dennoch gilt der Preis im Online-Handel als wichtigstes Differenzierungskriterium und sollte als weiteres Qualitätssignal nicht außer Acht gelassen werden. Die Zahlungsbereitschaft der Kunden ist höher, wenn sie überzeugt davon sind, dass ein höherer Preis eine höhere Qualität signalisiert. Wenn ein Großteil der Kunden bereit ist, für eine höhere Sicherheit mehr zu zahlen, sollten Sie Ihr Preismanagement daran anpassen. Um faire Preise zu setzen, müssen sie die Preise und Produkte Ihrer Mitbewerber im Internet beobachten und daraus Ihr optimales Pricing ableiten.

Unsere Business Intelligence Suite blackbee hilft Ihnen dabei, große Datenmengen online zu sammeln und zu vergleichen. Eine umfassende Sortimentsanalyse steigert zudem Ihre Marge und lässt Sie den richtigen Preis für Ihre Marken und Produkte finden.

Sie wollen wissen, wie Sie Ihr Preismanagement an Ihre Produktqualität anpassen? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf – wir freuen uns auf Ihre Nachricht!

Deutsche E-Commerce-Trends: Investitionen im Online-Handel

Der deutsche E-Commerce-Umsatz wächst: Im Vergleich zum Vorjahr hat er sich um 16 Prozent vergrößert. Agierten 2016 noch 546.293 professionelle Unternehmen im Online-Handel, sind es 2017 genau 633.626 Unternehmen. Das gesamte Umsatzwachstum im E-Commerce steigerte sich allerdings um nur 12,5 Prozent. Das bedeutet: Die Zahl der Wettbewerber wächst stärker als der Umsatz. Das fand die Fachzeitung ibusiness in seiner Studie heraus. Um tiefere Erkenntnisse aus der derzeitigen Wettbewerbssituation zu ziehen, befragte ibusiness Händler nach ihren Investitionsschwerpunkten für 2017. Über 52 Prozent gaben an, höhere Summen als im vergangenen Jahr in ihren Online-Shop zu investieren, 40 Prozent gleich viel, 8 Prozent weniger. Im Folgenden werten wir den Fokus der Investitionen aus und geben eine kurze Einschätzung.

Investitionsschwerpunkt #1: Marketing

Wirksame Werbestrategien sind fundamental für ein erfolgreiches Online-Business. Alle befragten Online Shop-Betreiber stimmen dem zu. 70 Prozent der befragten deutschen Online-Händler planen, ihre Investitionen in diesem Bereich zu erhöhen. Um dem großen Markt und seinen Herausforderungen gerecht zu werden, erweist sich ein spezielles und durchdachtes Marketing als erfolgsversprechend. Bei über 600.000 Online-Shops in Deutschland wird es zunehmend wichtiger, aus der Masse herauszustechen und sich mit seiner Marke klar zu profilieren. Dieser Prozess ist umfassend und benötigt entsprechende Fachkräfte.

Marken feiern Erfolge, wenn sie einen Wiedererkennungswert beim Kunden schaffen. Dazu müssen Händler und Hersteller den Kern ihrer Marke finden, definieren und entsprechend kommunizieren. Wie das geht, zeigen wir in unserem Blog „Erfolgreiches Branding – so etablieren Sie Ihre Marke.“

Investitionen in das Marketing für einen Online-Shop erweist sich als vielseitig - Newsletter-Marketing 2016 wie 2017 die stärkste Zugkraft

So sehen die Investitionen im Marketing im Jahr 2017 im Vergleich zu 2016 aus: Newsletter-Marketing, SEO und Social-Media-Marketing stehen unangefochten an der Spitze. Doch egal, in welcher Form Online-Shops Vermarktung betreiben: Letztendlich kommt es auf den Content an. Quelle: HighText-Verlag

 

Investitionsschwerpunkt #2: Ausweitung des Sortiments und Etablierung einer Eigenmarke

Knapp hinter dem Marketing positionieren sich die Investitionen für die Sortimentsausweitung. Zahlreiche Online-Shops möchten ihr Angebot breiter aufstellen und somit Käufer generieren. Das ist wenig verwunderlich, wenn man nicht von den großen Händlern abgehängt werden möchte. Jedoch sollten Shops darauf achten, dass die Auswahl ihres Sortiments dem Shop-Konzept entspricht. Das Ziel sollte nicht lauten, es großen Shops wie Amazon und Co gleichzutun und möglichst viel anzubieten, sondern sich zu spezialisieren. Nicht die Breite des Shops entscheidet, sondern die Tiefe. Als hochspezialisierter Anbieter schafft es der Shop Vertrauen bei Käufern zu stiften und einen treuen Kundenstamm für sich zu gewinnen. Die Zukunft liegt in der Nische. Wie Sie einen Nischenshop etablieren, erfahren Sie in unserem Blog: „Expertenstatus: So verkaufen Sie hochwertige Produkte.“

Ein weiterer Spezialisierungsvorteil bietet sich für Online-Shops in der Etablierung einer Eigenmarke. Auch hier geben Händler bei der Umfrage an, höhere Summen investieren zu wollen. Das Angebot einer Eigenmarke kann ein intelligenter Schachzug sein: Richtig umgesetzt verbessert sich das Image des Händlers, wobei er gleichzeitig der Preisspirale entflieht. Die Preise von exklusiv angebotenen Produkten lassen sich nicht vergleichen und der Händler gewinnt somit einen größeren Spielraum bei der Marge. Wie Sie eine Eigenmarke etablieren und somit Ihre Position am Markt stärken, zeigen wir Ihnen in unserem Blog: „Eigenmarken im E-Commerce: So stärken Sie Ihren Online-Handel.

Investitionsschwerpunkt #3: Shopdesign

Online-Händler haben gelernt, dass sukzessive und kleinere Anpassungen in ihrem Shop eine effektivere Wirkung erzielen, als große Relaunches. Damit bekommen Kunden die Zeit, sich an ein verändertes Design nach und nach zu gewöhnen und finden sich schneller zurecht. Dementsprechend fallen auf Seiten der Shopbetreiber hohe Kosten für einen Relaunch weg. Deswegen gaben nur 19 Prozent der Befragten an, künftig mehr Geld in das Shopdesign zu investieren.

Dennoch handelt es sich beim Shopdesign um eine schlaue Investition: Im Online-Handel finden deutlich weniger Impulskäufe statt als im stationären Handel. Online vergleichen 46,8 Prozent der Kunden die Preise bei einem ungeplanten Kauf. Im stationären Handel sind es 15,7 Prozent. Ein ausgeklügeltes und ansprechendes Shopdesign verstärkt den Kaufimpuls beim Kunden und steigert die Conversion-Rate. Mit welchen Tools Sie Ihr Shop gewinnversprechend gestalten, zeigen wir Ihnen in unserem Blog: „Emotionale Bilderwelten – Wie Sie Kaufimpulse setzen Teil 2.

Die Investitionen ins Shopdesign können gering gehalten werden, wenn Online-Shops sukzessive Verbesserungen vornehmen

Nur 19 Prozent deutscher Online-Shops stecken ihre Investitionen 2017 in das Shopdesign. Dennoch spielt es bei der Conversion eine entscheidende Rolle. Das Ziel sollte lauten: Vorteile des stationären Handels in die digitale Welt zu übertragen.

 

Investitionsschwerpunkt #4: Big Data

Der Wirtschaftsprüfer und Unternehmensberater PwC fand im Auftrag der JDA Software-Group heraus, dass 73 Prozent aller deutschen CEOs ihre Ausgaben für mobile Anwendungen und Big Data Analytics zu erhöhen. Kundenbedürfnisse können mittels Big Data-Analysen frühzeitig ermittelt und entsprechende Angebote personalisiert werden. Unternehmen haben die Chance erkannt, die eine digitale Transformation bereithält: Kundenerlebnisse verbessern, die Marktposition stärken und den besten Preis anbieten. Dennoch haben bisher nur 49 Prozent der Unternehmen Big Data-Strategien realisiert. Die Unsicherheit scheint noch groß.

Dabei existieren einschlägige Hilfen, die aus den Datenbergen wichtige Informationen bündeln. Diese Informationen bilden eine hilfreiche Grundlage für Marketing- und Pricingstrategien. Mehr dazu lesen Sie in unserem Blog „Datenvisualisierung – So formen Sie aus Daten Aussagen.“ Überhaupt ist eine ausgewogene Pricing-Strategie der Grundbaustein für den Erfolg im digitalen Preiskampf. Unsere Business Intelligence Software blackbee hilft Ihnen, den richtigen Preis für Ihre Produkte zu finden. Wie wir Big Data dafür nutzen und mit welchen Prozessen wir Ihnen zur Findung des idealen Preises verhelfen, zeigen wir in unserem Blog „Dank Big Data Matching zum Wettbewerbsvorteil.

Die Investitionsschwerpunkte zeigen: Deutsche Online-Shops fokussieren sich auf die reine Digitalisierung. Investitionen in Ladenflächen kommen so gut wie gar nicht vor. Mit dem richtigen Marketing und Shopdesign können Händler ein breites Publikum erreichen und Verkäufe abschließen. Eine wohlüberlegte Sortimentserweiterung, die zum Konzept des Shops passt, schützt bestenfalls vor dem Sturz in die Preisspirale. Letztendlich sollte der Schwerpunkt auf Investitionen in Big Data liegen. Wissen ist Macht – und Datenanalysen liefern dieses Wissen. So wertet auch blackbee Ihre Daten und die Daten anderer Wettbewerber aus und hilft Ihnen somit, die ideale Pricing-Strategie zu entwickeln. So gewinnen Sie den Preiskampf. Mit blackbee und seinen Big Data-Analysen stärken Sie Ihre Position am Markt.

Sie wollen sich selbst von unserer Preisbeobachtungssoftware überzeugen? Testen Sie blackbee jetzt!

Carina Röllig auf der Bühne des Kongresses „Junge IKT 2017“

Am 7. Juni 2017 fand erneut der Kongress Junge IKT 2017 in Berlin statt. Auf der Veranstaltung des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) präsentierten Start-ups neuste Entwicklungen und innovative Lösungen der Informations- und Kommunikationstechnik. Zudem setzen sich renommierte Branchenvertreter und Experten mit den Chancen und Herausforderungen der deutschen Gründerszene auseinander.

Junge IKT 2017: Wirtschaftsfaktor Gründerinnen

blackbee-Gründerin Carina Röllig stand auf der Bühne der IKT- Konferenz und nahm an der Diskussion zum Thema „Wirtschaftsfaktor Gründerinnen: digital. erfolgreich. weiblich“ teil. Neben Carina Röllig setzen sich Andera Gadeib (Dialego AG), Tijen Onaran (Women in Digital e.V.) sowie Julia Römer (Coolar UG) mit dem Thema Gründen und Netzwerken auseinander. Die Moderation des Panels übernahmen Nadine Heidenreich sowie Sven Oswald.

Andera Gadeib (Dialego AG),Tijen Onaran (Women in Digital e.V.), Julia Römer (Coolar UG) und Carina Röllig (Webdata Solutions, blackbee) bei der Paneldiskussion „Wirtschaftsfaktor Gründerinnen: digital. erfolgreich. weiblich“ in Berlin. Bildquelle: Stefanie Molzberger

Andera Gadeib (Dialego AG),Tijen Onaran (Women in Digital e.V.), Julia Römer (Coolar UG) und Carina Röllig (Webdata Solutions, blackbee) bei der Paneldiskussion „Wirtschaftsfaktor Gründerinnen: digital. erfolgreich. weiblich“ in Berlin. Bildquelle: Stefanie Molzberger

 

Carina Röllig im Gespräch mit Moderator Sven Oswald, Bildquelle: Gründerwettbewerb

Carina Röllig im Gespräch mit Moderator Sven Oswald, Bildquelle: Gründerwettbewerb

 

Wir hatten eine tolle Zeit in Berlin und bedanken uns bei allen Veranstaltern sowie Teilnehmern für das gelungene Event.

 

Bleiben Sie bestens informiert – mit dem blackbee Newsletter rund um die Themen Preisstrategie, Marktanalyse und Wettbewerbsbeobachtung im E-Commerce.

Preisgestaltung im E-Commerce: So stärken Sie Ihre Marktposition

Der Preis ist im Handel nach wie vor der stärkste Gewinntreiber. Mit cleveren Preisveränderungen lässt sich der langfristige Gewinn ohne viel Aufwand steigern. Zudem können Sie einen größeren Anteil am hart umkämpften E-Commerce- Markt erzielen. Ein aktives Preismanagement sollte daher zum festen Bestandteil eines jeden erfolgreichen Händlers gehören.

Zuerst sollten Sie sich überlegen, welche Ziele Ihrer Preisstrategie zugrunde liegen:

  1. Möchten Sie den Grundpreis erhöhen und so den Gewinn steigern?
  2. Wollen Sie den Preis senken, mehr Produkte verkaufen und so Ihren Marktanteil erhöhen?
  3. Möchten Sie durch zeitlich befristete Sonderangebote und Preisnachlässe neue Kunden gewinnen?

Egal für welches Ziel Sie sich entscheiden: die Steigerung Ihres Umsatzes, die Optimierung Ihrer Gewinne, die Maximierung von Marktanteilen und die Zufriedenheit Ihrer Kunden sollten dabei stets ausbalanciert sein.

Online Pricing: Eine strategische Herausforderung

Mit dem Image des Preises positioniert sich jedes Unternehmen im Wettbewerb und bei seinen Kunden. Daher tasten sich in der Praxis viele Händler an den idealen Preis heran. Häufig setzt sich dieser aus dem Betrag zusammen, der sich zum einen beim Kunden als erfolgreich etabliert hat und zum anderen den nötigen Ertrag gewährleistet.

Einige Unternehmen berechnen ihre Preise, indem sie auf ihr Bauchgefühl hören, andere kalkulieren auf Grundlage ihrer Kosten. Dabei gibt es verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten, an denen Sie sich orientieren können und so den für Sie perfekten Preis bestimmen. Im heutigen Artikel stellen wir Ihnen verschiedene Preisstrategien vor, mit denen Sie sich erfolgreich im E-Commerce positionieren.

Welche Faktoren bestimmen Ihre Produktpreise?

Je nachdem, in welcher Branche Sie sich bewegen, gibt es eine Reihe von Faktoren, die Sie bei der Preisgestaltung berücksichtigen sollten. Zuerst sollten Sie sich fragen, was Ihnen wichtig ist: der Preis und/oder der Wert des Produktes?

Marktorientierte Preisgestaltung

Zu Beginn Ihres Online Business definieren Sie also, ob Ihr Preis USP- oder wertbezogen ist. Dieser Faktor ist besonders wichtig, da er gleichzeitig bestimmt, wie Sie Ihre Wettbewerber sehen und wo Sie sich am Markt positionieren möchten.

Um einen schnellen und übersichtlichen Überblick über Ihre Wettbewerber am Markt zu bekommen, unterstützen Tools wie die Business Intelligence Suite blackbee bei der Marktanalyse im Internet. Sobald Sie analysiert haben, zu welchen Preisen Ihre Konkurrenz verkauft, sollten Sie Ihre Ergebnisse an Ihre Pricing-Strategie anpassen und Preise gegebenenfalls erhöhen oder senken.

Verbraucherorientierte Preisgestaltung

Die kundenorientierte oder auch verbraucherorientierte Preisgestaltung orientiert sich an den Preisen, die Verbraucher für ein bestimmtes Produkt zu zahlen bereit sind. Entscheiden Sie sich für die nachfrageorientierte Preisstrategie, muss Ihr Preis so gestaltet werden, dass Ihnen genug Umsatz bleibt. Nur so können Sie Ihre laufenden Kosten auch decken. Auf der anderen Seite müssen Sie Ihren Preis niedrig genug ansetzen, damit Ihr Kunde sich auch für den Kauf des Produktes entscheidet.

Vor allem die psychologischen Aspekte des Preises spielen in der kundenorientierten Preisstrategie eine große Rolle. Fragen Sie sich deshalb vorab:

  • Warum sollten potentielle Kunden Ihr Geschäft aufsuchen?
  • Was sind mögliche Gründe für einen Kauf?

Folgende Käufertypen können Ihnen bei der Gestaltung Ihres Preises begegnen:

Die Luxuskäufer

Die erfolgreiche, britische Kaufhauskette Selfridges hat beispielsweise erkannt, dass ihre Kunden nach Produkten suchen, die den persönlichen Stil und die hohe Kaufkraft der Käufer widerspiegeln. Dieses Bedürfnis hat sich das Kaufhaus zu Eigen gemacht, indem es seine Kunden intensiv berät und diese wiederum bereit sind, Prämienpreise zu zahlen.

Die Schnäppchenjäger

Dem Luxuskäufer stehen die Schnäppchenjäger gegenüber, die das Internet nach Preisvergleichen, Rabattcodes und Coupons durchsuchen. Diese stellen bereitwillig persönliche Daten wie E-Mail-Adressen zur Verfügung, um weitere Vorteile beim Kauf zu erhalten. Diese Zielgruppe ist besonders interessant, weil sie sich durch eine geringe Shop-Loyalität auszeichnet, jedoch sehr markentreu sein kann. Besonders eignet sich diese Gruppe als Markenbotschafter, da diese Sales-Aktionen über E-Mail-Marketing, Social Media oder über persönliche (Weiter-) Empfehlungen wirksam verbreiten.

Egal für welche Zielgruppe sie sich entscheiden, mit Hilfe der verbraucherorientierten Preisgestaltung lassen sich bestehende Marktanteile weiter ausbauen. Daher ist diese Art der Preisgestaltung von besonders strategischer Bedeutung. Häufig nutzen Händler die kundenorientierte Preisstrategie, um Produkte unterhalb der notwendigen Kostengrenze anzubieten und so den Abverkauf von hochpreisigen Artikeln anzukurbeln.

Für welche Preisstrategie entscheiden Sie sich?

In unserem Artikel „Preisoptimierung für Online-Händler #3: Definieren Sie Ihre Preispolitik!“ haben wir Ihnen bereits die Hoch- sowie Niedrigpreisstrategie zur Gestaltung Ihrer Preispolitik vorgestellt. Im Folgenden erhalten Sie als Zusammenfassung eine kurze Übersicht möglicher Preisstrategien:

HochpreisstrategieDifferenzierte MarkenstrategiePreislinienstrategieNiedrigpreisstrategie
Zielgruppe: Qualitätskunden mit hoher KaufkraftZielgruppe: Qualitätskunden Zielgruppe: preisbewusste Qualitätskäufer Zielgruppe: Preiskunde
Exklusiver StandortWenige Mitbewerber am StandortGekennzeichnet durch Preiszuverlässigkeit und Preisempfehlungen der HerstellerIm Fokus steht der Preis
Maximaler Kundennutzen und erstklassige ProdukteQualität wichtiger als PreisBegrenztes AktionssortimentGeringe Sortimentsbreite
Keine Preisaktionen, ggf. zeitlich begrenzte zusätzliche LeistungsangeboteGekennzeichnet durch Beratung, Service, individuelle Kundenansprache und KundenbindungMinimaler Service
Service und individuelle EinzelkundenbindungThematische Preisaktionen
Sortiment überwiegend geprägt durch Marken
Kleines Aktionssortiment mit vertretbaren Preisangeboten

Übersicht möglicher Preisstrategien und deren Eigenschaften (Quelle: eigene Darstellung in Anlehnung an http://media.dav-medien.de/sample/100005271_p__v1.pdf)

In wenigen Schritten zur richtigen Preisstrategie

  1. Definieren Sie vorab die Ziele Ihrer Preisstrategie – diese stellen die Ausgangssituation für Ihr Pricing dar.
  2. Analysieren und kennen Sie Ihren Markt.
    • Decken Sie Marktbedürfnisse auf: Wo liegen Chancen und Probleme?
    • Kennen Sie Ihren Wettbewerb: Wer sind Ihre Wettbewerber? Wie bepreisen Ihre Wettbewerber? Nach welcher Preisstrategie verfahren andere Händler? Welcher Vorteil ergibt sich daraus für Ihre Kunden? Welche Kosten kommen auf Sie zu?
  1. Entscheiden Sie sich für eine Preisstrategie und kommunizieren Sie diese konsequent intern wie extern.
  2. Implementieren Sie Ihre Preisstrategie und holen Sie sich bei der Umsetzung professionelle Unterstützung

Eine erfolgversprechende Preisstrategie erfordert eine längerfristige Konzeptionierung.  Nehmen Sie sich deshalb im Vorfeld genügend Zeit, um das optimale Pricing für Ihre Produkte festzulegen. Unabhängig davon, ob Sie zuerst Ihre Kunden oder Ihre Wettbewerber untersuchen, nutzen Sie in jedem Fall die Markt- und Wettbewerbsanalyse, um ein breites Bild Ihres Produktes zu bekommen. Die gewonnenen Erkenntnisse sind der Schlüssel für Ihren Unternehmenserfolg! Automatisierte Tools zur Preisüberwachung im Internet unterstützen Sie in der Umsetzung Ihrer Preisstrategie. Überzeugen Sie sich von den Vorteilen unsere Business Intelligence Suite blackbee und steigern Sie Ihren Erfolg im E-Commerce.

 

Sie benötigen weitere Informationen zu den Themen Preismonitoring und Preisoptimierung im Internet? Kontaktieren Sie uns jetzt – wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

Profitables Pricing: So wachsen Sie nachhaltig im E-Commerce

Die Zeiten des Niedrigpreiskampfes im E-Commerce sind vorbei. Statt zahlreichen Rabattaktionen und sonstigen Vergünstigungen fokussieren sich Online-Händler zunehmend auf die Bildung eines positiven Preisimages. 90 Prozent der befragten E-Commerce-Unternehmen sind sich der Bedeutung eines profitablen Preismanagements bewusst. Gleichzeitig sehen Online-Händler die strategische Preissetzung als große Herausforderung. Viele Unternehmen finden den Ansatz für eine Preisstrategie, scheitern jedoch an der konkreten Umsetzung. Doch wie lässt sich ein profitables Pricing gestalten und verschafft den Händlern gleichzeitig einen Wettbewerbsvorteil?

Was einige Preisstrategen empfehlen

Wenn Sie sich auf die Suche begeben, finden Sie eine große Bandbreite an Preisstrategien im E-Commerce. Dabei sollten Sie sich die Frage stellen, welche Strategie Ihnen ein profitables und nachhaltiges Wachstum ermöglicht. Was bedeutet nun aber „profitables Wachstum“?

Unternehmen haben zwei Möglichkeiten, ertragreich zu wachsen: Erstere besteht darin, die Kosten zu reduzieren. Preisstrategen sehen darin jedoch keine Option mehr.

Die zweite Möglichkeit klingt für sie plausibler: Unternehmen müssen ihre Preise erhöhen, um ihre Erträge zu steigern. Grafische Darstellungen wie der sogenannte „Preiswasserfall“ werden genutzt, um Ertragspotenziale abzubilden. Dieser zeigt anschaulich die Differenz zwischen einem gewünschten Preis und einem deutlich niedrigeren tatsächlichen Netto-Preis. Dadurch können Sie als E-Commerce-Unternehmen entgangene Erlöse durch niedrige Preise erfassen.

Eine unsystematische Preispolitik führt zu einer großen Differenz zwischen dem maximal möglichen Preis und dem tatsächlichen Netto-Preis.

Eine unsystematische Preispolitik führt zu einer großen Differenz zwischen dem maximal möglichen Preis und dem tatsächlichen Netto-Preis.
(Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Mercuri International 2012 und Homburg & Daum 1997)

Preise erhöhen um Erlöse zu steigern

Die Wasserfall-Form zeigt die grundsätzliche Entwicklung grafisch auf: Eine unsystematische und unnachgiebige Preisstrategie verringert die Erträge und führt zu einer großen Differenz zwischen dem gewünschten und dem tatsächlichen Preis. Zu niedrige Preise, die ungenügend an entsprechenden Kundensegmenten ausgerichtet sind, bringen keine positiven Deckungsbeiträge. Sie verhindern ein profitables Wachstum.

Unternehmen wie die MediaMarktSaturn Retail Group haben dies bereits früh erkannt und ihre Preispolitik revolutioniert. „Der Media Markt schafft die Sonderangebote ab, Schluss mit den Rabattschlachten. […] Das wollen die Menschen nicht mehr. Wir bekennen uns zur Preiswahrheit und -klarheit“, so Chef der MediaMarktSaturn Retail Group, Horst Norberg, im Interview mit der FAZ (02.10.2011).

Die Erfahrungen einiger Pricing-Experten zeigen, dass schon leichte Preiserhöhungen den Gewinn steigern können.

Doch wie können Sie Ihr Preismanagement nachhaltig gestalten? Dies zeigen wir Ihnen anhand von fünf „Stellhebeln für mehr Profitabilität“.

#1 Profitables Pricing durch die Realisierung von Preisen und Konditionen

Schmälern Sie die Differenz zwischen Brutto- und Nettopreisen, indem Sie Rabatt- und Bonusaktionen verringern. Sollten Sie dennoch Konditionen in Form von Boni, Skonti oder Rabatten gewähren, sollten Sie auch die Bedingungen dafür klar definieren und den Weg zum Netto-Preis aufzeigen. Anstatt auf den Wunsch des Kunden nach dem niedrigeren Netto-Preis einzugehen, sollten Sie eine transparente und nachvollziehbare Preispolitik verfolgen. Richten Sie Ihre Konditionen an den jeweiligen Kundensegmenten aus und definieren Sie deutlich die Gegenleistungen der Kunden. Eine transparente Preispolitik hilft Ihnen, die Endpreise Ihrer Mitbewerber besser nachvollziehen zu können. Ein faires Preissystem überzeugt nicht nur Ihre Kunden, sondern verschafft auch Ihnen einen Vorteil.

#2 Durch ausgestaltete Service-Leistungen zu profitablem Pricing

Service-Leistungen wie Versandoptionen oder Retouren werden vom Kunden oftmals als Gewohnheitsrecht angenommen und als gratis gesehen. Jedoch sollten Sie diese Leistungen in Ihrem Preismanagement unbedingt berücksichtigen, da Sie sich somit von Ihren Mitbewerbern abgrenzen. Ihre Service-Leistungen sollten sich auch in Ihren Preisen widerspiegeln. Wichtig ist dafür eine transparente Preispolitik. Scheuen Sie keine Transparenz und tendieren Sie dazu, Ihre Preise mit Ihren Mitbewerbern abzugleichen. Ermitteln Sie zusätzlich in Absprache mit Ihren Kunden den Nutzen der Service-Leistungen und richten Sie sie an den Kundensegmenten aus. Dadurch können Sie Ihre Preise weiter differenzieren.

#3 Setzen Sie Mehr-Wert-Leistungen für ein profitables Pricing um

Viele Online-Händler meiden, höhere Preise zu setzen und dem Kunden diese zu erklären. Lediglich jedem Vierten gelinge eine mehr als achtzigprozentige Etablierung der Preiserhöhung im Markt, ermittelte die globale Preisberatung Simon, Kucher und Partner in einer Umfrage. Das wird häufig mit externen Hindernissen wie der Wettbewerbssituation begründet. Tatsächlich sind meist interne Hindernisse wie ein zögerliches und mangelndes Preismanagement die Ursachen.

Um höhere Preise zu rechtfertigen, haben Sie in Ihrer Preissetzung zwei Möglichkeiten.

  1. Bieten Sie Mehr-Wert-Leistungen an und differenzieren Sie nach ausgewählten Kriterien. Pricing-Profis erhöhen laut eigenen Angaben Ihre Preise häufiger nach Produkten (24 Prozent mehr), nach Kundensegmenten (20 Prozent mehr) sowie nach Märkten (10 Prozent mehr).
  2. Verdeutlichen Sie Ihren Kunden den zu erwartenden Mehrwert, für den sie bereit sein sollten, mehr zu zahlen. Durch transparente Preissetzungen rechtfertigen Sie Ihre Leistungen.

#4 Beziehen Sie Ihre Wettbewerber in Ihr Preismanagement mit ein

Heute finden Sie immer härter umkämpfte Märkte vor, in denen Produkte ebenso wie Konditionen oder Preise vergleichbar sind. Ein Pricing-Ansatz nützt Ihnen dabei nicht viel, erst durch nachhaltig umgesetzte Preisstrategien können Sie sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Die Umsetzung von Preismanagement-Strategien heißt dabei nicht nur, dass Sie Defizite im Vergleich mit Ihren Mitbewerbern erkennen. Benchmarking hilft Ihnen, sich mit den Besten zu messen und sich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Überlegen Sie sich vorab:

  • Wie ist meine eigene Position im Wettbewerbsvergleich?
  • Wie haben der Markt und meine Wettbewerber auf zurückliegende Preiserhöhungen reagiert?
  • Wie sah das Verhalten der Wettbewerber in letzter Zeit aus, fand eine massive Preisunterbietung statt?

#5 Nutzen Sie intelligente Softwarelösungen für ein profitables Pricing

Als Online-Händler haben Sie es mit einer überwältigenden Menge an Informationen zu tun.

Die Dynamiken im Netz setzen voraus, dass diese Informationen in einem schnelleren Tempo gesammelt und analysiert werden müssen.

Um Ihre eigene Marktposition sowie die Ihrer Wettbewerber optimal zu bewerten, bieten Ihnen intelligente Software-Lösungen wie blackbee einen Abgleich anhand täglich aktueller Daten. Damit sparen Sie nicht nur Kosten, sondern auch zeitlichen Aufwand. Unsere Analysen helfen Ihnen, die für Sie geeignete Preisstrategie zu finden und Ihre Preise zu optimieren.

Der Pricing-Prozess kann als in sich geschlossener Kreislauf gesehen werden, der der Optimierung dient. Entscheidend sind der Einsatz analytischer Prozesse und das Monitoring von Profitabilität. (Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Accenture, Outlook 2007/1.)

Der Pricing-Prozess kann als in sich geschlossener Kreislauf gesehen werden, der der Optimierung dient. Entscheidend sind der Einsatz analytischer Prozesse und das Monitoring von Profitabilität.
(Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Accenture, Outlook 2007/1.)

Zusammenfassend geben wir Ihnen folgende Handlungsempfehlungen mit auf den Weg:

  • Verfolgen Sie ein strategisches und gut überlegtes Preismanagemen
  • Nutzen Sie intelligente Softwarelösungen für umfangreiche Markt- und Preisanalysen.
  • Beziehen Sie Ihre Mitbewerber im E-Commerce in Ihre Preisstrategie ein.

Sie wollen im E-Commerce profitabel und nachhaltig wachsen? Lesen Sie unser Whitepaper und erfahren Sie, wie Sie als Online-Händler Ihre Preise mit unserer Software blackbee optimieren können.