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Online-Shopping: In Deutschland kaufen Sie mit am günstigsten

Welche der zehn führenden E-Commerce-Nationen bietet die preiswertesten Produkte im Online-Handel an?

Dieser Frage ging die Social-Commerce-Gruppe Pepper.com in einem Vergleich von Amazon-Preisen nach.  Das Ergebnis: Online-Shopping ist in Deutschland mit am günstigsten, dicht gefolgt von China. Die Prognosen scheinen sich zu bestätigen, denn der deutsche E-Commerce boomt nach wie vor. Warum kaufen Kunden bevorzugt online ein? Wie lässt sich dieses Wissen auf Ihren Online-Handel anwenden? Wir geben Ihnen ein kurzes Update zur Online-Shopping-Nation Deutschland.

Online-Shopping: In Deutschland kauft man über das Internet am günstigsten

Die Social-Commerce-Gruppe Pepper.com führte im Juni dieses Jahres einen Vergleich der Amazon-Preise von 240 Produkten aus insgesamt 15 Produktkategorien durch. Ziel der Analyse war es herauszufinden, wie preiswert Produkte im deutschen Online-Handel im Vergleich mit den zehn führenden E-Commerce-Nationen seien.

Für durchschnittlich 59 Euro können sich die Deutschen eines der 240 Produkte der Stichprobe kaufen und liegen damit knapp 17 Prozent unter dem internationalen Durchschnitt.

Italien, Großbritannien, Spanien, Frankreich und die USA hingegen sind mit durchschnittlich 60 Euro aufwärts vergleichsweise teuer. Die Spitzenreiter bilden asiatische Länder wie Indien mit rund 84 Euro und Japan mit rund 103 Euro. Die Ausnahme bildet China: Das Reich der Mitte stellt mit 51 Euro die günstigste Online-Shopping-Nation dar.

Deutschland wächst weiterhin stark im Online-Handel

Der deutsche E-Commerce ist von einem unverändert hohen Wachstum geprägt. Käufer informieren sich nicht nur online über Produkte, sondern wählen oftmals den einfachen Weg und bestellen über das Internet. Dies erspart Ihnen den Weg in einen stationären Laden, in welchem sie zudem eine geringere Auswahl geboten bekommen. Bis 2019 wird eine Umsatzsteigerung von zwölf Prozent pro Jahr erwartet, sodass allein in Deutschland das gesamte Umsatzvolumen auf 70 Milliarden Euro anwächst.

Der Online-Handel boomt in Deutschland: Prognosen gehen von einer Steigerung des Umsatzvolumens auf bis zu 70 Milliarden Euro im Jahr 2019 aus. (Quelle: HDE Online-Monitor 2017)

Der Online-Handel boomt in Deutschland: Prognosen gehen von einer Steigerung des Umsatzvolumens auf bis zu 70 Milliarden Euro im Jahr 2019 aus. (Quelle: HDE Online-Monitor 2017)

Als ausschlaggebenden Grund für den Online-Kauf nennt die Hälfte der Befragten einer Statista-Umfrage die niedrigen Preise im Internet.  Der Online-Kauf ließe sich zudem schneller und einfacher abwickeln und würde aus rationalen Gründen heraus geschehen. Der Kauf im stationären Handel hingegen sei von emotionalen Aspekten geprägt. Kunden können die Produkte anfassen und direkt mitnehmen, wodurch sich das Shoppingerlebnis für sie persönlicher gestaltet. Aufgrund dessen gehen Online-Händler vermehrt zu einer Omnichannel-Strategie über und verbinden ihre Online- und Offline-Kanäle miteinander.

Mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung sind selektive Online-Shopper. Sie bevorzugen weder die Offline- noch die Online-Kanäle und nutzen beide je nach Präferenzen. (Quelle: HDE Online-Monitor 2017)

Mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung sind selektive Online-Shopper. Sie bevorzugen weder die Offline- noch die Online-Kanäle und nutzen beide je nach Präferenzen. (Quelle: HDE Online-Monitor 2017)

Darum ist das Online-Shopping in Deutschland mit am günstigsten

Die Pepper-Gruppe kommt zu dem Ergebnis, dass das durchschnittliche Monatsbruttoeinkommen der Nationen der Grund für das Wachstum im Online-Handel sei. Für Asiaten sei das Online-Shopping aufgrund des niedrigeren Bruttoeinkommens und einer damit einhergehenden geringeren Kaufkraft niedriger. Indische Verbraucher müssten 70,5 Prozent ihres Monatsbruttos für den Kauf eines der 240 Produkte aufwenden. Im Vergleich dazu müssten deutsche Käufer lediglich 1,72 Prozent des Bruttoeinkommens zahlen.

Die deutschen Shopper bevorzugen Produkte aus den günstigen Kategorien Drogerie und Körperpflege sowie Sportartikel. Dagegen stellen sich Produkte aus den Kategorien Computer, Fashion, Accessoires und Unterhaltungselektronik als eher preisintensiver heraus.

Die deutschen Shopper bevorzugen Produkte aus den günstigen Kategorien Drogerie und Körperpflege sowie Sportartikel. Dagegen stellen sich Produkte aus den Kategorien Computer, Fashion, Accessoires und Unterhaltungselektronik als eher preisintensiver heraus.

Vergleichen Sie die Preise Ihrer Wettbewerber im E-Commerce

Die Ergebnisse des Online-Monitors des Handelsverbands 2017 zeigen, dass mehr als die Hälfte deutscher Online-Shopper selektiv vorgehen. Sie verknüpfen Offline- sowie Online-Kanäle miteinander.

Im Internet ist der Vergleich durch Preissuchmaschinen so einfach wie noch nie. Somit tendieren viele Käufer dazu, vor dem Kauf Preise online zu vergleichen und daraus ihre Entscheidung für oder gegen ein Produkt abzuleiten.

Als Online-Händler sollten Sie deshalb Ihre Preise und Sortimente stetig mit denen Ihrer Wettbewerber vergleichen. Vor allem nationalen E-Commerce sichern Sie sich über das Pricing einen langfristigen Wettbewerbsvorteil. Bei einer zu erwartenden Umsatzsteigerung von zwölf Prozent pro Jahr können nach wie vor durch eine Preisüberwachung am Markt Gewinne abgeschöpft werden.

Intelligente Softwarelösungen wie blackbee helfen Ihnen dabei, online große Mengen an Preis- und Produktdaten zu sammeln. Nutzen Sie diese, um ein aktives und dynamisches Preismanagement zu betreiben und im deutschen E-Commerce erfolgreich zu bestehen.

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Produktqualität im E-Commerce: Begegnen Sie neuen Ansprüchen

Warum reicht vielen Kunden der Preis als einziges Differenzierungskriterium nicht aus?

Der Kaufprozess wird von zahlreichen individuellen Anforderungen an ein bestimmtes Produkt begleitet. Leistung, Produktqualität und Sicherheit nehmen dabei in bestimmten Branchen einen höheren Rang ein als der Preis. Betrachten wir beispielsweise die Lebensmittelindustrie stellt sich hier die Kaufentscheidung als größte Herausforderung dar: Lebensmittel lassen sich im Gegensatz zu Produkten der Elektronikbranche schwer anhand von Produktdaten miteinander vergleichen. Verbraucher können zwar die Inhaltsstoffe betrachten, daraus jedoch nicht die Qualität ablesen. Hier gilt: Teurer ist nicht gleich besser.

Produktqualität vor Preis?

Eine weltweite und umfassende repräsentative Befragung der TÜV SÜD Safety Gauge 2017 ergab, dass 71 Prozent der Verbraucher bereit wären, einen höheren Preis für eine bessere Qualität zu zahlen.

Dabei stand ein hohes Sicherheitsniveau bei bestimmten Branchen als wichtigstes Auswahlkriterium an erster Stelle (60 Prozent). Insbesondere bei Lebensmitteln wie rohem Fisch oder Fleisch, Milchprodukten oder Eiern bestünden die meisten Bedenken. An zweiter Stelle folgten Spielwaren, Schuhe sowie Kinder-Autositze.

Bei Spielwaren für Kinder steht die Sicherheit als Auswahlkriterium für 70 Prozent der Befragten Verbraucher an erster Stelle. Der Preis landet dabei auf dem vierten Platz. (Quelle: TÜV SÜD Safety Gauge 2017)

Bei Spielwaren für Kinder steht die Sicherheit als Auswahlkriterium für 70 Prozent der Befragten Verbraucher an erster Stelle. Der Preis landet dabei auf dem vierten Platz.
(Quelle: TÜV SÜD Safety Gauge 2017)

Dieses hohe Qualitätsbewusstsein äußerte sich nicht nur bei den Verbrauchern: Auch deutsche Unternehmen setzen heutzutage hohe Sicherheitsstandards.

Gerade in Branchen, in denen sie Kunden mit großen Bedenken begegnen, setzen sie auf Inhouse-Testings, Schulungen der Mitarbeiter oder ziehen externe Prüfunternehmen hinzu.

Auch als Online-Händler sollten Sie sich unabhängig Ihrer Branche mit möglichen Ansprüchen Ihrer Kunden auseinandersetzen. Eine Möglichkeit, um diesen entgegen zu kommen, ist das Führen bestimmter Gütesiegel.

E-Commerce: Mit Gütesiegeln demonstrieren Sie Produktqualität

Für die Kunden können ersichtliche Prüfzeichen, welche von externen Unternehmen verliehen werden, ein Anzeichen für Sicherheit darstellen. Diese Gütesiegel dienen der Gewährleistung der Produktqualität.

Händler und Hersteller gewinnen dadurch das Vertrauen der Kunden und kommunizieren damit ihre Seriosität. Das beschreibt auch Jens Reich, Chief Customer Officer bei Mister Spex: „Gütesiegel tragen dazu bei, dem Kunden eine Orientierung in puncto Datenschutz, Sicherheit, Qualität und allgemeiner Zufriedenheit anderer Kunden zu geben. Er erkennt somit schneller, welche Online-Shops und Angebote vertrauenswürdig sind.“

Gütesiegel wie das europäische staatliche Bio-Siegel signalisieren den Kunden Sicherheit, Schutz und Qualität.

Gütesiegel wie das europäische staatliche Bio-Siegel signalisieren den Kunden Sicherheit, Schutz und Qualität.

Der Online-Händler Mister Spex legt dabei großen Wert auf die Kommunikation von Qualität und führt mit „Trusted Shops“ sowie „EHI“ die bekanntesten Gütesiegel in Deutschland.

Ein weiterer Vorteil für Online-Händler: Durch ein gutes Qualitätsmanagement werden rechtliche Standards eingehalten und der Shop wird automatisch kundenfreundlicher gestaltet. Seien es das Shopdesign, die Wege des Kunden bis zum Kauf oder detaillierte Beschreibungen Ihrer Produkte – die Nähe zum Kunden wird leichter gewährleistet.

Steigern Sie Ihre Produktqualität durch einen einzigartigen Kundenservice

Die Online-Apotheke Aponeo setzt auf eine gute Beratungsqualität. Dabei bietet sie weder günstigere Produkte als stationäre Apotheken an, noch unterwirft sie sich damit dem Preiskampf im E-Commerce. Durch einen guten Service, Eigenmarken sowie exklusive Empfehlungen von geschulten Apothekern gleicht Aponeo die Margenschwäche im Online-Handel aus.

Der Personal Shopping Service Outfittery geht einen ähnlichen Weg. Auch Outfittery legt viel Wert auf die Produkt- und Servicequalität. Eine Kombination aus Machine-Learning-Tools sowie dem Gespür ausgebildeter Stylisten führt zu einer auf den Kunden zugeschnittenen Beratung. Mit diesem Beratungsservice rechtfertigt Outfittery zudem, keine Rabattaktionen in ihrem Shop durchzuführen.

Optimieren Sie Ihr Preismanagement mit Ihrer Produktqualität

Qualität steht bei den Kunden in einigen Branchen vor dem Preis. Ein hohes Sicherheitsniveau sowie ein einzigartiger Kundennutzen sind Kennzeichen dieser Qualität. Besonders stark sind davon die Lebensmittelindustrie sowie Kinderspielwaren betroffen.

Dennoch gilt der Preis im Online-Handel als wichtigstes Differenzierungskriterium und sollte als weiteres Qualitätssignal nicht außer Acht gelassen werden. Die Zahlungsbereitschaft der Kunden ist höher, wenn sie überzeugt davon sind, dass ein höherer Preis eine höhere Qualität signalisiert. Wenn ein Großteil der Kunden bereit ist, für eine höhere Sicherheit mehr zu zahlen, sollten Sie Ihr Preismanagement daran anpassen. Um faire Preise zu setzen, müssen sie die Preise und Produkte Ihrer Mitbewerber im Internet beobachten und daraus Ihr optimales Pricing ableiten.

Unsere Business Intelligence Suite blackbee hilft Ihnen dabei, große Datenmengen online zu sammeln und zu vergleichen. Eine umfassende Sortimentsanalyse steigert zudem Ihre Marge und lässt Sie den richtigen Preis für Ihre Marken und Produkte finden.

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Der Future Store 2027 – Wie wir zukünftig das Einkaufen erleben werden

Anfang 2017 öffnete Amazon in Seattle seinen ersten zukunftsorientierten Supermarkt Amazon Go für die Öffentlichkeit. Das Konzept verzichtet auf „menschliche“ KassiererInnen und bietet ein vollkommen neues und deutlich schnelleres Einkaufserlebnis. Eine spezielle Sensorik und Kameratechnik erkennt Einkäufe bereits beim Herausnehmen aus dem Regal und rechnet diese beim Verlassen des Ladens automatisch per App ab.

Die Digitalisierung und Innovationen von Internetgiganten wie Amazon und die steigenden Kundenerwartungen setzen den deutschen stationären Handel zunehmend unter Druck. Dennoch hat der altbekannte Einzelhandel längst nicht ausgedient, sondern bietet gegenüber der Online-Konkurrenz zahlreiche Einkaufsvorteile. „Wenn der traditionelle Handel seine Stärken erkennt und sie um passende Online-Angebote erweitert, wird er die Verbraucher langfristig auf seiner Seite haben“, stellt Prof. Dr. Björn Bloching, Partner von Roland Berger Strategy Consultants, fest. Der stationäre Handel befindet sich demnach in einer Übergangsphase in die digitalisierte Welt.

Welche Veränderungen erwarten uns in den nächsten zehn Jahren und wie wird das Shopping im Jahr 2027 aussehen?

Die Customer Experience im Fokus des Future Stores

Die Lösung liegt in der Verschmelzung des Online- und des Offline-Verkaufs. Innovative Händler wollen das Einkaufserlebnis der Kunden revolutionieren. Indem sie neue Technologien für eine einzigartige Customer Experience einsetzen, verwandeln sie das bedarfsorientierte in ein erlebnisorientiertes Shopping. Mit der zunehmenden Digitalisierung gerät der Mensch jedoch keinesfalls in den Hintergrund. Die soziale Ebene rückt verstärkter in den Fokus. Der stationäre Handel agiert zukünftig vermehrt als „Community Organizer“ und macht das Shopping zu einem sozialen Erlebnis. Mehr denn je besteht die Möglichkeit, das einzigartige Einkaufserlebnis mit Freunden oder Familie zu teilen.

Personalisierung und Individualisierung im Future Store

In Zukunft werden die Geschäfte in der Innenstadt nicht mehr im herkömmlichen Sinne als „Geschäfte“ erkennbar sein. Die Warenvielfalt rückt verstärkt in den Hintergrund. Vielmehr verschmilzt das Einkaufen mit der Freizeitgestaltung und einem gewissen Unterhaltungswert. In Zukunft inszenieren Showrooms die Produkte, der 3D-Drucker stellt das Wunschprodukt direkt vor Ort her und mittels Augmented Reality lassen sich Möbel virtuell im eigenen Wohnzimmer ausprobieren.

Effizientes und schnelles Einkaufen durch technologische Innovationen

Roboter als Verkäufer und Kundenberater, Drohnen als Lieferanten oder intelligente Kühlschränke, die die verbrauchten Lebensmittel von sich aus nachbestellen. Was vor einigen Jahrzehnten noch nach purer Science-Fiction klang, ist heute kurz davor den Massenmarkt zu erreichen.

Instant-Payment-Technologien beispielsweise per NFC-Chip minimieren das lange Warten in der Schlange an der Kasse. Chatbots, Roboter oder Informationen auf interaktiven Flächen helfen bei der Suche nach bestimmten Produkten. Ein weiteres Beispiel neben Amazon Go ist die Mailänder Filiale der Supermarktkette Coop. Diese ist bereits mit erwähnter modernster Technik ausgestattet und verbindet die physische so optimal mit der digitalen Welt.

Auch wenn sich der Wandel des herkömmlichen Handels hin zu Future Stores erst langsam abzeichnet, ist er aus der Zukunft des Shoppings nicht mehr wegzudenken. Dennoch wird der stationäre Handel vorerst keinesfalls verschwinden. Da in Zukunft vieles virtuell gestaltet wird, werden Erlebnisse in der realen Welt umso wertvoller – das Erfolgsgeheimnis liegt im Verschmelzen dieser beiden Welten. Um sich gegenüber der Konkurrenz Wettbewerbsvorteile zu sichern, müssen Sie deshalb auf Marktveränderungen schnell und flexibel reagieren. Dabei stellen Markt- und Preistransparenz eine wichtige Voraussetzung dar.

Egal in welche Richtung sich das Shoppingerlebnis zukünftig entwickeln wird, Onlinehändler und Hersteller sollten ihre Konkurrenz stets im Blick haben.

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Richtlinien im E-Commerce: Das müssen Sie als Händler beachten

Die virtuelle Welt ist kein rechtsfreier Raum – im Gegenteil. Händler und Hersteller werden von der Gesetzgebung aufgefordert, zahlreiche Richtlinien zu beachten. Diese Richtlinien schützen in erster Linie den Verbraucher. Einige Forderungen an den E-Commerce können Unternehmer in der Praxis vor Hürden stellen, wie der auf IT-Recht spezialisierte Rechtsanwalt Nicolai Amereller resümiert. Besonders in der Widerrufsbelehrung sieht er Schwierigkeiten für Händler.

Auf der anderen Seite versprechen die Richtlinien für Unternehmer, die in Deutschland tätig sind und im Internationalen E-Commerce agieren, eine eindeutige Regelung: Bei B2C-Geschäften gilt das Recht des Herkunftslandes, aus dem der Käufer stammt. Dieses Prinzip bezieht sich ebenso auf das Wettbewerbsrecht. Damit greift für deutsche Händler das deutsche Wettbewerbsrecht auch im Ausland.

Die Liste der Richtlinien für Verbraucher und Unternehmer ist seit der Gesetzgebung vom 14.06.2014 umfassend und detailliert. Wir zeigen Ihnen im Folgenden die wichtigsten Richtlinien im E-Commerce:

Richtlinie #1: Anbieterkennzeichnung und Kontaktmöglichkeiten

Betreiber im E-Commerce müssen grundsätzlich bestimmte Informationen an sichtbarer Stelle auf der Website bereithalten: Die Anbieterkennzeichnung sollte für den Verbraucher problemlos zu finden, die Kontaktaufnahme hürdenlos möglich sein. Zu den vorgegebenen Informationen gehören der Name, postalische Adresse, E-Mail-Adresse und Telefonnummer, das für ihn zuständige Handelsregister und die Angabe der zuständigen Aufsichtsbehörde. Zusätzlich muss der Händler eine kostenlose Kunden-Hotline einrichten (kostenpflichtige Hotlines sind mittlerweile verboten).

Kontaktmöglichkeiten sind Pflicht

Der Kunde muss den Online-Shop-Anbieter hürdenlos erreichen können. Daneben muss in einem Impressum nebst typischen Kontaktmöglichkeiten auch das Handelsregister aufgeführt werden.

Es empfiehlt sich für Online-Anbieter, diese Angaben unter allen Umständen zur Verfügung zu stellen: Nach dem Telemediengesetz kann eine falsche oder unzureichende Anbieterkennzeichnung zu einer Strafe von bis zu 50.000 Euro führen.

Richtline #2: Widerrufsrecht

Der Händler räumt dem Verbraucher ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen ein, das ab Erhalt der Ware gilt. Der Händler verpflichtet sich, den Käufer vor Abschluss des Kaufes über dessen Widerrufsoptionen zu informieren – tut er das nicht, verlängert sich das Widerrufsrecht des Käufers um ganze zwölf Monate. Macht der Käufer vom Widerruf Gebrauch, muss er dies dem Händler unmissverständlich mitteilen. Um das zu gewährleisten ist es wiederum die Pflicht des Händlers, online ein Muster-Widerrufsformular bereit zu stellen.

Hält sich der Händler nicht an das Widerrufsrecht, kann sein Shop vor ausländischen Gerichten unter Berufung auf ausländisches Recht verklagt werden. Empfehlenswert ist gerade bei kleinen Online-Händlern, dass sie festlegen, in welchen Ländern sie ihre Produkte anbieten.

Richtlinie #3: Transparenz im Geschäftsverkehr

Bevor der Kunde seine Bestellung in den Warenkorb legt, hat der Händler Informationen zum weiteren Bestellvorgang darzulegen. Dazu gehören: die Lieferdauer für die Ware, mögliche Liefereinschränkungen, welche Länder beliefert werden bzw. welche nicht und welche Zahlungsarten vom Online-Shop akzeptiert werden. Des Weiteren muss der Händler dem Kunden über jeden einzelnen Schritt, der zu einem Vertragsabschluss führt, Auskunft geben. Das schließt folgendes ein:

  • Ein Hinweis, wie der Kunde eventuelle Eingabefehler vor der Bestellung erkennen kann – und wie er sie mit geeigneten technischen Mitteln korrigiert
  • Informationen über den Verhaltenskodex, nach dem sich der Händler richtet
  • Informationen zum Vertragstext selbst: In welcher Sprache er verfügbar ist und wie der Käufer ihn abrufen sowie speichern kann
  • Eine Bestätigung der eingegangenen Bestellung
Lieferbedingungen müssen dem Kunden kommuniziert werden

Über den Bestellvorgang muss der Kunde umfassend Bescheid wissen – das betrifft im Wesentlichen die Lieferung. Der Händler verpflichtet sich, auf alle liefertechnischen Besonderheiten (zum Beispiel keine Lieferung auf eine Insel oder Lieferung in mehreren Paketen) vor dem Kauf hinzuweisen.

 

Richtlinie #4: Keine Werbe-E-Mails ohne Zustimmung des Käufers

Um Werbe-E-Mails an den Kunden zu verschicken, muss dieser zunächst eindeutig zugestimmt haben. Ansonsten gelten diese als unzulässig, besonders wenn sie zur Aufnahme eines geschäftlichen Kontaktes dienen. Gibt der Kunde seine Zustimmung zum Erhalt von Werbung, muss er die Option vorfinden, den Erhalt der Werbung zu stoppen.

Weitere Richtlinien

Der Händler muss weitere Richtlinien einhalten, um den Vertragsablauf mit dem Käufer gesetzeskonform zu gestalten:

  • Das Datum der Lieferung muss dem Kunden noch vor Abschluss des Kaufes kommuniziert werden. Der Händler verpflichtet sich, innerhalb von 30 Tagen zu liefern – hält er dies nicht ein, kann der Käufer vom Kauf zurücktreten
  • Der Käufer muss erfahren, in welcher Paketform seine Bestellung eintrifft (dazu gehört, ob seine Bestellung in einer oder mehreren Sendungen verschickt wird)
  • Für den Verlust oder die Beschädigung der Ware trägt der Händler solange das Risiko, bis sie der Kunde entgegennimmt
  • Für bestimmte Zahlungsarten darf der Online-Händler nur dann Zuschläge verlangen, wenn sie bei ihm erhöhte Kosten verursachen. Dabei müssen die verlangten Kosten die tatsächlich anfallenden decken

Seit Ende 2014 greifen die meisten dieser Verbraucherrichtlinien und bieten in erster Linie dem Kunden Schutz. Für Sie als Händler gestaltet es sich nicht immer leicht, alle Richtlinien in der Praxis einzuhalten – vor allem hinsichtlich der Lieferungsanforderungen: Oftmals wissen Sie als Händler noch gar nicht, in wie vielen Sendungen Sie die Bestellung verschicken – doch den Käufer müssen Sie vor Kaufabschluss darüber informieren.

Natürlich sollten Sie alles tun, um die gesetzlichen Richtlinien einzuhalten und ferner möglichst maximalen Service bieten. Hinsichtlich der drohenden Strafen sollten Sie offizielle Angaben regelmäßig prüfen und ggf. anpassen. Darüber hinaus stellen die Verbraucherrichtlinien eine Grundlage für eine seriöse Erscheinung Ihres Online-Shops dar. Damit erweisen Sie sich für den Kunden als vertrauenswürdig. Wie Sie überdies das Vertrauen des Kunden für sich gewinnen, zeigen wir in unserem Blogbeitrag Kaufimpulse setzen.

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Deutliches Wachstum im E-Commerce – bevh zieht erfolgreiche Bilanz

Der Trend im Online-Handel hält an: 2016 stieg der Umsatz der Branche um 12,5 Prozent auf 52,7 Milliarden Euro an. Das teilte der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh) bei der Vorstellung der jährlichen Studienergebnisse „Interaktiver Handel in Deutschland“ mit.

Zusammen mit dem Versandhandel wuchs der Brutto-Umsatz des interaktiven Handels auf 72,4 Milliarden und entspricht mittlerweile fast 13 Prozent des gesamten Einzelhandelvolumens. Das bedeutet, dass jeder achte Euro nicht mehr im stationären Handel, sondern im Online- oder Versandhandel ausgegeben wird. Der E-Commerce erweist sich hierbei als eindeutiger Wachstumstreiber gegenüber der Versandhandelsbranche.

Stabiles Umsatzplus im Online-Handel

Vor allem die Bereiche Bekleidung, Elektronik, Schuhe und Möbel zeigten 2016 erneut ein stabiles Umsatzplus und sind immer noch die beliebtesten Warengruppen im Internet. Enorm gewachsen ist der Dienstleistungssektor: Bei Reisen, Flugtickets oder Konzertkarten fiel das Umsatzvolumen mit einem Plus von 17,8 Prozent deutlich höher aus. Noch stärker erhöht hat sich der Umsatz in der Online-Lebensmittelbranche. Das bisher eher umsatzschwächere Segment weist ein Wachstum von 26,7 Prozent auf.

Außerdem konnten alle Online-Shops Zuwächse verzeichnen. Die wichtigsten Vertriebskanäle sind nach wie vor Online-Marktplätze, aber auch Multi-Channel-Händler gehören mit einem Plus von 19 Prozent zu den Gewinnern.

„Nach wie vor liegen die Online-Marktplätze (OMP) wie Ebay oder Amazon absolut an der Spitze. Mit einem Plus von ca. 1,78 Milliarden im Vergleich zum Vorjahr – das ist ein Wachstum von 7,1 Prozent – realisierten die OMP einen Umsatz von ca. 26,7 Milliarden Euro. Das ist mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes im E-Commerce in 2016.“ – Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer bevh.

Mit der Kombination von Beratung, Auswahl und Service wird der Online-Handel durch die ortsunabhängige Verfügbarkeit immer mehr zum effizienten Nahversorger. Niederlassungen der erfolgreichen Online-Händler sind dabei in allen Teilen Deutschlands zu finden und stellen einen wichtigen Arbeitgeber dar.

Darüber hinaus bestellen mindestens 80 Prozent der in der Studie befragten Personen mindestens einmal im Monat in einem Online-Shop, häufig sogar öfter. Vor allem Männer sorgen zunehmend für starke Wachstumsraten und ziehen nach.

Wachstum im E-Commerce hält auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten an

Auf Basis der positiven Geschäftszahlen im vergangen Jahren blickt der bevh zuversichtlich in die Zukunft. Für 2017 rechnet der Verband erneut mit einer zweistelligen Erhöhung um 11 Prozent. Darüber hinaus formuliert der Verband mit der E-Commerce-Agenda 2017 eindeutige Erwartungen und Anforderungen für das Wahljahr. Damit die Entwicklungen in der Branche weiterhin positiv begünstigt werden, bedarf es klarer Rahmenbedingungen, die rechtliche Regelungen und Vorgaben eindeutig und nachvollziehbar festhalten.

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Black Friday und Cyber Monday erfolgreich nutzen: 5 Tipps für Online-Händler

Die wichtigste Zeit des Jahres für Online-Händler steht kurz bevor. Mit dem Black Friday am 25.11. wird das diesjährige Weihnachtsgeschäft im E-Commerce eingeläutet. 2015 konnten Online-Händler in den Monaten November und Dezember ein Viertel ihres gesamten Jahresumsatzes verzeichnen. Dabei ist die Zeit zwischen Black Friday und Cyber Monday besonders wichtig – in diesem Zeitraum erzielen Online-Händler europaweit die höchsten Verkaufszahlen. Alles Wissenswerte und 5 hilfreiche Tipps rund um die beiden Web-Feiertage haben wir Ihnen in diesem Beitrag zusammengestellt.

Was Online-Händler wissen sollten

Black Friday und Cyber Monday sind – wie so vieles Anderes – aus den USA zu uns herübergeschwappt. Am Tag nach Thanksgiving überbieten sich US-Einzelhändler jedes Jahr mit Schnäppchen-Angeboten und locken so kaufwillige Kunden in ihre Geschäfte. Als Pendant zu diesem Offline-Erfolg hat sich der Cyber Monday entwickelt, an dem Online-Händler spezielle Aktionen anbieten.

Blackfriday und Cybermonday – Erfolgreiche Aktionstage für deutsche Online-Händler

Infografik: Black Friday und Cyber Monday im deutschen Online-Handel 2015 (Quelle: Payone, Statista-Analyse)

In Deutschland gibt es den Black Friday seit 2006 – im Übrigen erstmalig eingeführt durch Apple. Das Interesse an diesem Tag steigt seitdem sowohl bei Händlern als auch bei Kunden jährlich an. Doch im Gegensatz zu den USA findet der Black Friday in Deutschland vor allem im Online-Handel statt. Der Cyber Monday ist hierzulande deswegen nicht als Online-Variante des Black Fridays zu verstehen. Er ist vielmehr dank der großen Rabattaktionen des Onlineriesen Amazon (Cyber Monday Woche) bekannt geworden.

Black Friday und Cyber Monday 2016: So optimieren Sie Ihren Online-Shop

Wie können Online-Händler an diesen Aktions-Festtagen erfolgreich durchstarten? Im Folgenden haben wir Ihnen 5 Tipps zusammengestellt, wie Sie Ihren Online-Shop auf Black Friday und Cyber Monday vorbereiten sollten.

Tipp 1: Die technische Vorbereitung

Ihre Angebote locken im Idealfall eine Menge potenzieller Kunden auf Ihre Website. Durch nichts lassen sich diese schneller wieder vergraulen, als durch langsame Ladezeiten! Werten Sie Ihre Besuchszahlen des letzten Jahres aus und prüfen Sie, ob Ihre Server-Kapazitäten einem zusätzlichen Kundensturm standhalten können. Planen Sie dabei ausreichend Puffer ein und stocken Sie Ihre Shop-Infrastruktur gegebenenfalls auf.

Tipp 2: Einzigartige Aktionen starten

Kreieren Sie ein einzigartiges und außergewöhnliches Angebot! Nur dadurch können Sie sich von anderen Händlern abgrenzen. Wenn Sie am Aktionswochenende nur einen einfachen Sale veranstalten, werden Sie in der Masse der Angebote untergehen. Konzentrieren Sie sich stattdessen auf wenige Highlight-Produkte Ihres Online-Shops, die Sie beispielsweise massiv im Preis reduzieren oder zusammen mit einem Gratis-Produkt anbieten. Beobachten Sie auch, welche Aktionen Ihre Wettbewerber jedes Jahr anbieten. Das hilft Ihnen in den folgenden Jahren, ein Angebot zu planen, das Sie von anderen Händlern abgrenzt.

Tipp 3: Prominente Platzierung im Online-Shop

Kunden werden am Black Friday und Cyber Monday gezielt nach Aktionen in Ihrem Online-Shop Ausschau halten. Stellen Sie deshalb sicher, dass Ihre Aktionen prominiert platziert und sofort sichtbar sind. Möglichkeiten dazu sind etwa die Verwendung eines Banners am oberen Rand der Seite, die Integration im Header oder Pop-up-Fenster.

 

Online-Händler Amazon: Prominente Platzierung der Angebote

Der Online-Händler Amazon.com verwendet ein großes Banner um auf die bevorstehenden Black Friday Deals hinzuweisen. (Quelle: Screenshot Amazon.com)

 

Ein erprobtes Mittel um die Nachfrage auf Kundenseite zu steigern ist ein Countdown-Zähler. Verwenden Sie einen Countdown, der sowohl die Zeit bis zum Black Friday als auch bis zum Ende der Deals herunterzählt. So steigern Sie die Vorfreude im Vorfeld des Aktionswochenendes. Während der Web-Feiertage vermitteln Sie außerdem ein Gefühl der Dringlichkeit, das Kunden zum sofortigen Kauf ermutigt.

Tipp 4: Das richtige Marketing

Verbreiten Sie Ihre Angebote über alle Marketing-Kanäle. Versenden Sie personalisierte E-Mails, nutzen Sie Display-Banner und schalten Sie eine spezielle Google AdWords Kampagne. Verbreiten Sie Ihre Aktionen vor allem auch in Sozialen Medien und stellen Sie sicher, dass am Aktionswochenende jemand die Kommentare und Nachrichten auf Ihrer Seite überwacht. Kundenanfragen oder gar Beschwerden sollten auf jeden Fall beantwortet werden.

Webportal für Online-Händler und Kunden: Black Friday Sale

Auf Webportalen wie Black Friday Sale können Online-Händler Ihre Aktionen kostenfrei melden. (Quelle: Screenshot blackfridaysale.de)

Wenn Sie nicht selber eine aufwendige Kampagne starten wollen, können Sie auch mit Portalen wie Black-Friday.de oder Black Friday Sale kooperieren. Die Anbieter bündeln die besten Deals aus Deutschland und Händler können dort im Vorfeld Informationen zu Ihren Aktionen melden.

Tipp 5: Mit Preisbeobachtung das Weihnachtsgeschäft im Auge behalten

Phänomene wie Black Friday und Cyber Monday zeigen: Gegen Jahresende gewinnt der Preiskampf im E-Commerce deutlich an Schärfe. Damit Sie sich erfolgreich im Weihnachtsgeschäft positionieren können, sollten Sie die Preisstrategie Ihrer Wettbewerber sowohl in Vorbereitung als auch im Anschluss der Aktionstage analysieren. Auf Basis dieser Analyse können Sie Ihre eigenen Preise an den Wettbewerb anpassen und angesichts des steigenden Wettbewerbsdruck zuverlässig optimieren.

Um die Entwicklung der Preise Ihrer Wettbewerber präzise zu verfolgen und die eigenen Preise schnell anpassen zu können, nutzen viele Online-Händler automatisierte Lösungen zur Preisbeobachtung. Unsere intelligente Softwarelösung blackbee zeigt Ihnen, wie wettbewerbsfähig ihre Online-Preise sind – und das auf der Basis hoch valider und präziser Daten. So stärken Sie Ihre Position im hart umkämpften Online-Markt und sind auch für die nächsten bevorstehenden Feiertage im Online-Handel gewappnet.

Mit blackbee bieten wir Ihnen ein individuelles Tool zur Preisbeobachtung und Preisoptimierung. Jetzt testen und von den Vorteilen einer automatisierten Softwarelösung profitieren.

Channelmonitoring für Markenhersteller: So schützen Sie Ihre Marke!

Dem deutschen Onlinehandel wird für das Jahr 2017 ein Umsatz von 73 Milliarden Euro prognostiziert. Damit wird auch Channelmonitoring für Markenhersteller immer wichtiger. Das stetige Wachstum des Onlinehandels spiegelt auch die gewachsene Akzeptanz der deutschen Kunden gegenüber dem Kauf aus dem Internet wieder. Preisvergleichsportale bzw. Online-Marktplätze sind für den Endkunden ein wichtiges Hilfsmittel, um festzustellen, welche Preisspanne ein Produkt hat.

Grafik E-Commerce Umsatz in Deutschland 2013-2016

E-Commerce Umsatz in Deutschland 2013-2016 in Mrd. EUR. Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an deals.com – Internationale E-Commerce-Studie 2015

 

Preistransparenz schafft Preisdruck

Die für die Endkunden vorteilhafte Preistransparenz schafft auf Seite der Händler einen enormen Preisdruck. So werden immer öfter Markenprodukte auf Online-Marktplätzen schon kurz nach der Markteinführung zu sehr niedrigen Preisen verkauft. Dabei sind die Anbieter dieser sehr günstigen Angebote oftmals nicht-zertifizierte Händler (Graumarkt).

Besonders für Hersteller von Qualitätsmarken kann dies zum Wertverfall ihrer Produkte und zu einem Imageverlust führen. Markenhersteller stehen somit vor der Herausforderung, die Balance zwischen der Steigerung des Absatzes – auch über Online-Marktplätze – einerseits und der Wahrung des Markenimages andererseits sicher zu stellen. Um Tendenzen des Imageverlustes erkennen zu können, benötigen Markenhersteller umfassende Informationen über die Preisentwicklung ihrer Produkte auf Online-Marktplätzen.

Channelmonitoring: Treffen Sie Entscheidungen für Marketing und Produktentwicklung

Die Erfassung von Angebotspreisen diverser Händler über einen längeren Zeitraum bietet zudem eine nie da gewesene Möglichkeit, die Produktlebenszyklen und bevorzugten Produktvariationen (z. B. Farben) der Markenprodukte anhand von Preisentwicklungen schnell und einfach zu erkennen.

Kontrollieren Sie die Preise Ihrer Händler

Markenhersteller verschiedener Branchen setzen immer häufiger Maßnahmen ein, um ihre Online-Vertriebskanäle zu steuern und zu überwachen. Diese reichen von der Beobachtung des Marktes über vertikale Preispflege bis hin zum Verkaufsverbot auf Marktplätzen wie Amazon und ebay. Die rechtliche Lage hierzu erscheint jedoch unübersichtlich und Hersteller haben die Sorge, mit dem Wettbewerbsrecht in Konflikt zu geraten.

Umso interessanter ist der aktuelle Verhaltenskatalog, in dem die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde auf Basis geltender EU-Richtlinien feststellt, dass die genaue Beobachtung des Preisverhaltens der Online-Händler als kartellrechtlich zulässig gilt. Darüber hinaus sind selbst vertikale Vertriebsbeschränkungen zum Schutz einer Marke nicht in jedem Fall unzulässig.

Händlermonitoring: Schützen Sie Ihre Marke

Dabei geht es nicht um eine Entscheidung zwischen Offline- und Onlinehandel. Ziel der Vertriebssteuerung ist der Schutz des Markenimages. Auch im Online-Handel sollen sich Vertriebspartner an die Vorgaben der Markenpräsentation am Point of Sale halten.  Eine bewusste Auswahl der Onlineanbieter soll außerdem das Angebot von Plagiaten und Preisdumping eindämmen. Über illegale Vertriebswege gelangen Markenprodukte zu nicht zertifizierten Händlern und werden im Onlinehandel angeboten.

Noch immer erschließen Unternehmen Produktdaten manuell

Die für die Händlerbeobachtung im Onlinehandel notwendigen Produktdaten erschließen 80 % der Unternehmen noch manuell. Häufig werden hierfür eigens Mitarbeiter eingesetzt, die manuell die Preise der Wettbewerber erfassen. Dies ist für einzelne Produkte und Händler relativ unproblematisch möglich. Je größer jedoch das Sortiment und/oder die Anzahl der zu beobachteten Händler werden, desto überproportionaler steigt hierfür der Aufwand.

Channelmonitoring: Der Blick in die Zukunft

Das veränderte Kaufverhalten der Kunden beeinflusst den E-Commerce. Die übermäßige Preisorientierung der Kunden verbunden mit kriminellen Angeboten zu Schleuderpreisen erhöht den Preisdruck auf Händler. Verstärkt leidet das Markenimage unter fehlender Beratung und schlechter Präsentation der Produkte durch Angebote nicht zertifizierter Händler im Internet.
Hersteller sehen diesen Trend mit großer Sorge und suchen nach Wegen, ihre Marke zu schützen. Dies kann nur auf Grundlage aktueller Informationen geschehen. Manuelle Lösungen stoßen aufgrund der hohen Datenmenge schnell an ihre Grenzen. Deshalb planen immer mehr Unternehmen den Einsatz automatisierter Lösungen zur Preis- und Händlerbeobachtung im Internet. Durch tagesaktuelle Daten entsteht ein Informationsvorsprung, der Herstellern die Chance bietet, zügig und effektiv auf aktuelle Ereignisse im Onlinehandel zu reagieren.

 

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Big Data – der Rohstoff des 21. Jahrhunderts

Täglich werden weltweit 2,5 Trillionen Bytes an Daten produziert. Die Studie „Digitales Universum“ von EMC sagt für 2020 ein Datenvolumen von 44 Zettabytes voraus. Damit wächst das Internet momentan jede Sekunde um 70 Terabyte. Dieses Digitale Universum, das weltweit von Unternehmen sowie Privatpersonen durch die Verwendung von Computern, Mobilgeräten und jeglichen elektronischen Sensoren gefüttert wird, hat einen Namen: Big Data. Der Begriff umfasst mittlerweile allerdings nicht mehr nur die ungeheure Menge an Daten, die täglich generiert wird, sondern auch deren Verwendung.

Doch worin liegt die Bedeutung von Big Data für Unternehmen? Durch die Analyse von Daten, die beispielsweise durch Tweets, Kauftransaktionen, Wettersensoren, Fitnessarmbänder oder GPS-Signale generiert werden, können Wettbewerbsvorteile sowie Effizienzsteigerungen erzielt und Innovationen geschaffen werden. Big Data ermöglicht damit neue Geschäftspotentiale und hat in den letzten Jahren Prozesse, Organisationen und ganze Industrien revolutioniert.

Wie sieht die Zukunft von Big Data aus – welche Chancen und Herausforderungen gibt es?

80 % der weltweit anfallenden Daten sind immer noch unstrukturiert und 95 % können nicht automatisch ausgewertet werden. Das zeigt deutlich, dass Big Data nichts mit einer klassischen, geordneten Datenbank gemeinsam hat. Vielmehr handelt es sich um eine gigantische Masse von Daten. Dabei lässt sich die Suche nach interessanten Daten und Datenverknüpfungen mit der berühmten Suche nach der Nadel im Heuhaufen vergleichen. Trotz der enormen Herausforderungen, die die Erschließung solcher gewaltigen Datenmengen darstellen, investieren immer mehr Unternehmen in die Analyse der Daten. Weltweit verfolgen heute mehr als ein Drittel der Unternehmen aktive Big Data Projekte. Die Potentiale können dabei in allen Unternehmensbereichen ausgenutzt werden – sei es im Marketing, Vertrieb, Risikocontrolling oder in der Produktion. Einmal implementiert, zahlen sich Big Data Projekte schnell aus. Laut IBM berichten 2015 zwei Drittel aller Organisationen, das durchgeführte Big Data Projekte die Unternehmensziele erfüllt oder übertroffen haben.

 

Ziele die Unternehmen mit Big Data Projekten verfolgen

Fast die Hälfte der Unternehmen verfolgen mit der Investition in Big Data konsumenten-orientierte Ziele (Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an IBM Institute for Business & Saïd Business School an der Universität in Oxford, 2012)

 

Aus der IBM-Studie „Analytics: The real-world use of big data“ geht hervor, das Unternehmen mit der Anwendung vor allem konsumenten-orientierte Ziele verfolgen. Organisationen wollen die Customer Experience verbessern und die Präferenzen sowie das Kundenverhalten besser verstehen und vorhersagen. Big Data stellt hierfür die notwendigen Bedingungen bereit. Daten aus Transaktionen, Multi-Channel Interaktionen und Social Media haben die Fähigkeit von Organisationen erhöht, ein vollständiges Bild von Kundenpräferenzen und Anforderungen zu erstellen. Durch dieses tiefere Verständnis des Kundenverhalten, entdecken Unternehmen neue Möglichkeiten mit bestehenden und potentiellen Kunden zu interagieren. Das gilt sowohl in Business-to-Business Interaktionen als auch in Business-to-Consumer Geschäften, zum Beispiel in den Bereichen Telekommunikation und Gesundheitswesen, in Behörden sowie in Banken und Finanzunternehmen – vor allem aber auch im Einzelhandel.

Big Data wird für Händler zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil

Mehr denn je greifen Kunden beim Einkaufen auf neue Technologien zurück. Nutzen Online-Händler die dabei anfallenden Daten, lassen sich Umsätze steigern und Kosten einsparen. In der heutigen Zeit, in der Multi-Channel Strategien und digital vernetzte Konsumenten zur Norm geworden sind, sind Daten somit maßgeblich entscheidend: Der Erfolg von Einzelhändlern hängt zunehmend davon ab, ob sie die gewaltige Menge an entstehenden Daten handhaben, integrieren und verstehen können. Angesichts der fortschreitenden Technologien und des Wandels der Beschaffenheit von Daten, beschäftigen sich immer mehr Händler mit den potentiellen Vorteilen durch Big Data. 62% der Händler erwarten von Big Data einen Wettbewerbsvorteil. 72% haben 2013 bereits mit der Planung einer Big Data Strategie oder der Umsetzung von Big Data Projekten begonnen.

Um aus den neuen Technologien einen Mehrwert zu schaffen, entstehen für Händler aber auch neue Voraussetzungen. Dazu gehören der Zugang zu den riesigen und vielfältigen Datenmengen gleichermaßen wie die nötigen Analysefähigkeiten durch geeignete Software-Tools und das erforderliche Knowhow diese verwenden und interpretieren zu können. Einzelhändler können die, durch Big Data, gewonnen Einblicke in das Kundenverhalten sowie den Wettbewerbsmarkt unter anderem nutzen, um Produkte und Sortimente zu optimieren oder Preise anzupassen und die Kundenzufriedenheit zu verbessern.

Von Big Data zu Smart Data

Big Data ist für Unternehmen nur dann von Nutzen, wenn sie daraus nutzbringende, hochwertige und abgesicherte Daten generieren können. „Nur wer die Daten versteht, kann Mehrwert schaffen. Denn um solche Datenmengen (…) richtig auswerten zu können, muss man sie verstehen…“, sagt Wolfgang Heuring, Leiter der Konzernforschung der Siemens AG. Eine Initiative aus der Trusted Cloud Forschung nennt diese Daten Smart Data und stellt folgende Gleichung auf:

Smart Data = Big Data + Nutzen + Semantik + Datenqualität + Sicherheit + Datenschutz = nutzbringende, hochwertige und abgesicherte Daten

Gerade im E-Commerce setzt man mit dem Ziel der Stammkundengewinnung und Umsatzsteigerung hohe Erwartungen in Smart Data. Das Kaufverhalten von Kunden soll möglichst exakt vorhergesehen werden, damit Produktvorschläge noch passgenauer werden. Auch das Open Source Unternehmen pentaho nennt diese hochgradig individualisierten Kaufempfehlungen in seinen Big Data Trends 2016. Zu den Trends gehört auch das stetig wachsende „Internet der Dinge“.

Internet of Things

Im Internet der Dinge kommuniziert alles mit allem. Bis 2020 sollen 50 Milliarden Geräte mit dem Internet verbunden sein.

Das Internet of Things leistet einen großen Beitrag zu Big Data. Denn wenn immer mehr Objekte miteinander verbunden sind und kommunizieren, entstehen folglich immer mehr Daten. Ein gutes Beispiel sind die eingangs bereits erwähnten Fitnessarmbänder, die die erhobenen Gesundheitsdaten an eine App senden. So kann der Besitzer daran erinnert werden, neue Laufschuhe zu kaufen und wo das nächste Geschäft ist. Allerdings könnten die erhobenen Daten potentiell auch an die Krankenkasse gesendet werden. Diese könnte wiederum die Beiträge senken bzw. erhöhen, je nachdem wie aktiv der Jogger ist. Die Gefahr, dass persönliche Daten so zum Nachteil der Personen verwendet werden, ist also stets gegeben. Hier liegt auch die größte Schwachstelle von Big Data. Je mehr Daten generiert werden, desto durchsichtiger wird unser Leben – und desto durchsichtiger werden auch wir.

Big Data im Online-Handel – die Datenflut gewinnbringend einsetzen

Unternehmen kommen heute aufgrund der wertvollen Erkenntnisse, die Datenanalysen liefern können, nicht mehr um den Einsatz von Big Data herum. Es werden immer mehr Anwendungen auf den Markt drängen, die es möglich machen, die dabei entstehenden Daten gewinnbringend einzusetzen. Heutige Analysetechnologien unterstützen Händler darin, Erkenntnisse aus Daten mit einem zuvor unerreichten Maß an Präzision und Geschwindigkeit zu extrahieren. Vor allem die Verwendung unternehmensexterner Daten birgt großes Potential zur Kostenoptimierung und Gewinnerhöhung und entschädigt rasch die dafür notwendigen Investitionen. Mit blackbee haben wir eine SaaS Lösung geschaffen, die täglich Millionen von Produktdaten im Internet sammelt – weltweit und branchenunabhängig. Unsere Technologie bereitet diese Daten so auf, dass Händler und Markenhersteller die gelieferten Informationen direkt für Marktanalysen nutzen können. Somit können mit Big Data wertvolle Produktinformationen gewonnen werden.

Sie möchten mehr darüber erfahren, wie Sie als Online-Händler in Zeiten von Big Data Produktinformationen effektiv nutzen können? Mehr dazu finden Sie in unserem Whitepaper „Product Matching Excellence“.

Hamburger IT-Strategietage 2016: blackbee gewinnt Zuschauervoting

Am 18. und 19. Februar 2016 fanden die Hamburger IT-Strategietage, Deutschlands größter IT-Management-Kongress, statt. Unter dem Motto „DIE CIO-AGENDA 2016 – Managing digital transformation – Disruption oder Evolution” trafen sich rund 700 CIOs und IT-Entscheider, um über die bedeutende Rolle des CIOs in Unternehmen sowie die neusten Trends und Entwicklungen in der IT-Branche zu sprechen.

„Die CIO-Agenda 2016: Managing digital transformation – Disruption oder Evolution“

Die Hamburger IT-Strategietage thematisieren aktuelle Technologie- und Sourcing-Trends und zeigen anhand von Praxisbeispielen, welchen Herausforderungen sich die Branche zukünftig stellen muss. Der Fokus der diesjährigen Konferenz lag auf den Themen Strategien und Best Practices für Digitale Geschäftsmodelle, Industrie 4.0, Managementansätze sowie Security-Modelle für Daten und Unternehmen.

Start-Up Sessions: 3 mal 5 Minuten für Newcomer

Doch nicht nur gestandene IT-Unternehmen präsentierten sich auf der renommierten Veranstaltung. Am ersten Kongresstag stellten SpiceVR, Elastic.io und wir unser Geschäftsmodell bei den Start-Up Sessions vor den wichtigsten Entscheidern aus der IT-Branche vor und kamen mit Moderator und Herausgeber des CIO-Magazins Horst Ellermann ins Gespräch. Im Anschluss stimmten die Zuschauer per App der IT-Strategietage über den besten Pitch ab. Wir überzeugten die IT-Experten vor Ort und gewannen das Zuschauervoting!

blackbee pitcht auf den Hamburger IT-Strategietagen 2016

Unser CEO Lutz Röllig bei den Start-Up Sessions der Hamburger IT-Strategietage 2016

Alle Infos zu den Hamburger IT-Strategietagen gibt es unter: http://www.it-strategietage.de/

Trends 2016: Content-Marketing, Marketing-Automation, Erlebnis-Shopping, Marktbereinigung

E-Commerce ist ständig in Bewegung. In unserer Trend-Reihe beleuchten wir die spannendsten Entwicklungen aus Sicht unserer Experten – auf den Punkt gebracht und subjektiv.

Heute: Die wichtigsten Marketingtrends aus Sicht unseres CMO Alexander Reschke.

Trend 1: Content-Marketing wird wichtiger als SEO

Content-Marketing wird noch mächtiger durch die Einbeziehung von Bildern und Videos. Dabei gewinnen nutzergenerierte Inhalte zusätzlich an Bedeutung. Content-Marketing bedeutet dann „Erstellung und Verteilung individuell relevanten Contents über die individuell relevanten Kanäle“ und schließt SEO mit ein. Die letzte Bastion der SEO fällt, da technisch saubere Seiten dann zum Standard gehören – hoffentlich!

Zeitstrahl: Derzeit liegt der Fokus auf Texten, danach kommen Bilder und Videos mit hinzu. Die ersten Marketeers beginnen die riesigen Potenziale der nutzergenerierten Inhalte in Form von Bildern (Instagram, Pinterest) und Videos (Vine, Periscope) gezielt auch auf eigenen Seiten zu nutzen.

Trend 2: Datenzentrierte übergreifende Marketing-Automation wird unverzichtbar

Damit im Sinne des Content-Marketings individuelle Relevanz erzeugt wird, muss das Konsumentenverhalten kanal- und unternehmensübergreifend gemessen werden. Mit der Kenntnis der kompletten Interaktionshistorie kann kleinteiliger Content passend zur individuellen Situation über den Kanal ausgeliefert werden, auf dem sich der Nutzer gerade befindet und der das höchste Involvement erzeugt.

Zeitstrahl: In diesem Jahr beschäftigen sich viele Marketeers mit der Einführung von Marketing-Automation im Online-Bereich, die über „Andere Kunden interessierten sich auch für…“ hinaus geht. In den nächsten Jahren wird versucht werden, dies mit den Kundenkarten-Systemen der Offline-Welt zu verzahnen. Perspektivisch werden Unternehmen anstreben, die Kaufhistorie anonym unternehmensübergreifend zu erfassen. Hier werden die deutschen Datenschützer noch viele Kämpfe führen.

Trend 3: Hurra, ich liebe Shopping! Shopping wird zum Erlebnis

Damit Cross-Channel nachhaltig funktioniert, muss Shopping auf allen Kanälen zum Erlebnis werden. Offline werden immer mehr Läden zu hochklassigen Flagship-Stores mit hoher Beratungsintensität ausgebaut. Online wird stärker auf personalisiertes Curated-Shopping und/oder auf datengetriebenes Predictive Shopping gesetzt. All das setzt ein tiefes Verständnis des Kunden, eine starke Marke und entsprechendes Kapital voraus.

Zeitstrahl: Derzeit steht Curated-Shopping im Fokus, der Aufbau von Flagship-Stores steht bereits auf der Agenda vieler Handelskonzerne. 2016 wird die Blase platzen, da sich herausstellt, dass hier hauptsächlich Marge verschenkt wird. Einige wenige werden damit teuer erreicht, ohne dass die Conversionraten aber in der Breite ansteigen. Erst wenn das Ungeheuer Big Data bezwungen wurde und eine Messbarkeit in diese Konzepte kommt, können sie in den Folgejahren in die breite Masse ausgerollt werden.

Trend 4: Es gibt keinen Trend – und das frisst viele auf

Die Innovationsgeschwindigkeit nimmt weiter zu, es gibt nicht mehr den einen Trend („Facebook musst du machen“) sondern viele kleinteilige Trends („Instagram, Pinterest, Snapchat, Vine, Periscope … musst du machen“). Das erfordert zum einen, dass Unternehmen noch stärker und schneller testen, Fehler begehen und daraus lernen. Zum anderen verlangt es Kapital und Risikobereitschaft – mindestens an einem mangelt es jedoch vielen deutschen Playern. Daher wird es eine zunehmende Konsolidierung im E-Commerce geben.

Zeitstrahl: Bereits jetzt wächst E-Commerce als Ganzes merklich langsamer. Deutliche Umsatzsteigerungen entstehen hauptsächlich aus Verdrängung. Dies erfordert eine technisch gestützte Marktbeobachtung, die die meisten zu spät einführen werden. In den nächsten Jahren werden daher vermutlich einige der heutigen Shops buchstäblich von der Bildfläche verschwunden sein. Gewinnen werden die Player, die aus Big Data relevante Smart Data generieren und damit mutige Entscheidungen treffen.

 

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