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Halbzeit im E-Commerce-Jahr 2017: Diese Trends erwarten Sie in der zweiten Hälfte des Jahres

Die erste Hälfte des Jahres 2017 ist vorbei und wir ziehen eine erste Bilanz. Haben sich vorausgesagte Trends etabliert oder sind weitere hinzugekommen?

Nicht nur im E-Commerce, sondern im gesamten Handel, lässt sich eine rasante Entwicklung beobachten. Man spricht von einem sogenannten „Everywhere Commerce“ – eine Beschreibung dessen, auf wie vielen Kanälen der Handel heutzutage stattfindet. Sei es über das Social Web, über mobile Dienste oder per Sprachsteuerung: Die Trends im E-Commerce sind jedes Jahr von neuen Überraschungen geprägt.

Welche Tendenzen dürfen Sie in der zweiten Hälfte des Jahres erwarten?

Trend #1: Künstliche Intelligenzen als Assistenten und Berater

Sie bestellen auf Wunsch hin ein Taxi oder führen Kunden beratend durch den Onlineshop – Sprachassistenten sowie Chatbots sind im Online-Handel stark im Kommen. Der „Voice Commerce“ bietet Besitzern ein sprachgesteuertes Einkaufserlebnis auf der Basis von künstlicher Intelligenz. Global Player wie Amazons Alexa oder Apples  Siri stellen die Vorreiter dieser Entwicklung dar. Intelligente Sprachassistenten bieten nicht nur generelle Unterstützung bei Taxi- oder Lebensmittelbestellungen: Auch fungieren sie im Handel als Kaufassistenzen und beraten den Kunden bei passenden, auf ihn abgestimmten, Produkten.

Chatbots hingegen sind bisher verstärkt in Messengern wie Facebook vorzufinden. Ein Chatbot ist eine Software, die sich als eine Person ausgibt, mit der der Kunde kommuniziert. Über diesen erhält er Produktempfehlungen und Beratungen und spart sich das mühselige Durchklicken durch den Onlineshop.

Als Online-Händler sollten Sie sich vorab gut überlegen, welchen Einsatzzweck und welche Zielgruppe Sie mit einem Chatbot verfolgen, bevor Sie die Technologie einsetzen.

Trend #2: Inspiration durch Content-Commerce im Onlineshop

Für Online-Händler von heute ist es nicht mehr nur relevant, überhaupt einen Shop zu besitzen. Viel wichtiger ist es, sich von der Masse abzuheben und dem Kunden einen einzigartigen Mehrwert neben der Vielzahl an  Produkten anzubieten. Der Shop an sich tritt in den Hintergrund und wird in qualitativ hochwertigen Content eingebettet.

Bisher stellt sich die Verknüpfung dieser Bereiche – technisches Shop-System und Content-Management-System – als größte Herausforderung dar. Doch die Mühe scheint sich auszuzahlen: Laut einer Forrester-Studie verzeichnen 51 Prozent der Unternehmen mit Content Commerce einen höheren Umsatz. Zudem profitieren Sie als Online-Händler von weiteren positiven Auswirkungen wie der Steigerung Ihrer Markenbekanntheit und der Verweildauer von Kunden auf Ihrer Website.

Aufwändig gestaltete Lookbooks wie der des US-amerikanischen Bekleidungsherstellers Carhartt laden zum Verweilen und Durchschauen ein. (Quelle: Screenshot Carhartt Lookbook)

Aufwändig gestaltete Lookbooks wie der des US-amerikanischen Bekleidungsherstellers Carhartt laden zum Verweilen und Durchschauen ein. (Quelle: Screenshot Carhartt Lookbook)

Vor allem in der Fashion- und Kosmetikbranche können Sie zusätzlich einen „Inspirational Commerce“ betreiben. Indem Sie aufwändige Looksbooks mit anregenden Lifestyle-Bildern gestalten, inspirieren Sie Ihre Kunden zum Kauf. Gleichzeitig bieten Sie ein neuartiges Einkaufserlebnis.

Trend #3: Effizientes Preismanagement durch Business Intelligence Tools

Möchten Sie Ihre Preisgestaltung an aktuelle E-Commerce-Trends anpassen, kommen Sie an einem strategischen Preismanagement nicht vorbei. Aktuell nutzen 40 Prozent der Online-Händler die dynamische Preisgestaltung als Pricing-Instrument. Um dem Preisdruck im E-Commerce zu entgehen, müssen Sie als Online-Händler den Preis ermitteln, welcher sowohl Käufer lockt als auch Ihre Marge steigert.

Intelligente Softwarelösungen wie blackbee ermöglichen Ihnen eine langfristige und genaue Anpassung Ihrer Verkaufspreise an die Preislagen Ihrer Wettbewerber. blackbee unterstützt Sie bei der Umsetzung und Etablierung eines professionellen Preismanagements. Überzeugen Sie sich jetzt von den Vorteilen unserer Technologie.

Sie benötigen weitere Informationen zu den Themen Preisoptimierung und Preisüberwachung im Onlinehandel? Kontaktieren Sie uns jetzt – wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

Trends 2016: Content-Marketing, Marketing-Automation, Erlebnis-Shopping, Marktbereinigung

E-Commerce ist ständig in Bewegung. In unserer Trend-Reihe beleuchten wir die spannendsten Entwicklungen aus Sicht unserer Experten – auf den Punkt gebracht und subjektiv.

Heute: Die wichtigsten Marketingtrends aus Sicht unseres CMO Alexander Reschke.

Trend 1: Content-Marketing wird wichtiger als SEO

Content-Marketing wird noch mächtiger durch die Einbeziehung von Bildern und Videos. Dabei gewinnen nutzergenerierte Inhalte zusätzlich an Bedeutung. Content-Marketing bedeutet dann „Erstellung und Verteilung individuell relevanten Contents über die individuell relevanten Kanäle“ und schließt SEO mit ein. Die letzte Bastion der SEO fällt, da technisch saubere Seiten dann zum Standard gehören – hoffentlich!

Zeitstrahl: Derzeit liegt der Fokus auf Texten, danach kommen Bilder und Videos mit hinzu. Die ersten Marketeers beginnen die riesigen Potenziale der nutzergenerierten Inhalte in Form von Bildern (Instagram, Pinterest) und Videos (Vine, Periscope) gezielt auch auf eigenen Seiten zu nutzen.

Trend 2: Datenzentrierte übergreifende Marketing-Automation wird unverzichtbar

Damit im Sinne des Content-Marketings individuelle Relevanz erzeugt wird, muss das Konsumentenverhalten kanal- und unternehmensübergreifend gemessen werden. Mit der Kenntnis der kompletten Interaktionshistorie kann kleinteiliger Content passend zur individuellen Situation über den Kanal ausgeliefert werden, auf dem sich der Nutzer gerade befindet und der das höchste Involvement erzeugt.

Zeitstrahl: In diesem Jahr beschäftigen sich viele Marketeers mit der Einführung von Marketing-Automation im Online-Bereich, die über „Andere Kunden interessierten sich auch für…“ hinaus geht. In den nächsten Jahren wird versucht werden, dies mit den Kundenkarten-Systemen der Offline-Welt zu verzahnen. Perspektivisch werden Unternehmen anstreben, die Kaufhistorie anonym unternehmensübergreifend zu erfassen. Hier werden die deutschen Datenschützer noch viele Kämpfe führen.

Trend 3: Hurra, ich liebe Shopping! Shopping wird zum Erlebnis

Damit Cross-Channel nachhaltig funktioniert, muss Shopping auf allen Kanälen zum Erlebnis werden. Offline werden immer mehr Läden zu hochklassigen Flagship-Stores mit hoher Beratungsintensität ausgebaut. Online wird stärker auf personalisiertes Curated-Shopping und/oder auf datengetriebenes Predictive Shopping gesetzt. All das setzt ein tiefes Verständnis des Kunden, eine starke Marke und entsprechendes Kapital voraus.

Zeitstrahl: Derzeit steht Curated-Shopping im Fokus, der Aufbau von Flagship-Stores steht bereits auf der Agenda vieler Handelskonzerne. 2016 wird die Blase platzen, da sich herausstellt, dass hier hauptsächlich Marge verschenkt wird. Einige wenige werden damit teuer erreicht, ohne dass die Conversionraten aber in der Breite ansteigen. Erst wenn das Ungeheuer Big Data bezwungen wurde und eine Messbarkeit in diese Konzepte kommt, können sie in den Folgejahren in die breite Masse ausgerollt werden.

Trend 4: Es gibt keinen Trend – und das frisst viele auf

Die Innovationsgeschwindigkeit nimmt weiter zu, es gibt nicht mehr den einen Trend („Facebook musst du machen“) sondern viele kleinteilige Trends („Instagram, Pinterest, Snapchat, Vine, Periscope … musst du machen“). Das erfordert zum einen, dass Unternehmen noch stärker und schneller testen, Fehler begehen und daraus lernen. Zum anderen verlangt es Kapital und Risikobereitschaft – mindestens an einem mangelt es jedoch vielen deutschen Playern. Daher wird es eine zunehmende Konsolidierung im E-Commerce geben.

Zeitstrahl: Bereits jetzt wächst E-Commerce als Ganzes merklich langsamer. Deutliche Umsatzsteigerungen entstehen hauptsächlich aus Verdrängung. Dies erfordert eine technisch gestützte Marktbeobachtung, die die meisten zu spät einführen werden. In den nächsten Jahren werden daher vermutlich einige der heutigen Shops buchstäblich von der Bildfläche verschwunden sein. Gewinnen werden die Player, die aus Big Data relevante Smart Data generieren und damit mutige Entscheidungen treffen.

 

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