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Deutsche E-Commerce-Trends: Investitionen im Online-Handel

Der deutsche E-Commerce-Umsatz wächst: Im Vergleich zum Vorjahr hat er sich um 16 Prozent vergrößert. Agierten 2016 noch 546.293 professionelle Unternehmen im Online-Handel, sind es 2017 genau 633.626 Unternehmen. Das gesamte Umsatzwachstum im E-Commerce steigerte sich allerdings um nur 12,5 Prozent. Das bedeutet: Die Zahl der Wettbewerber wächst stärker als der Umsatz. Das fand die Fachzeitung ibusiness in seiner Studie heraus. Um tiefere Erkenntnisse aus der derzeitigen Wettbewerbssituation zu ziehen, befragte ibusiness Händler nach ihren Investitionsschwerpunkten für 2017. Über 52 Prozent gaben an, höhere Summen als im vergangenen Jahr in ihren Online-Shop zu investieren, 40 Prozent gleich viel, 8 Prozent weniger. Im Folgenden werten wir den Fokus der Investitionen aus und geben eine kurze Einschätzung.

Investitionsschwerpunkt #1: Marketing

Wirksame Werbestrategien sind fundamental für ein erfolgreiches Online-Business. Alle befragten Online Shop-Betreiber stimmen dem zu. 70 Prozent der befragten deutschen Online-Händler planen, ihre Investitionen in diesem Bereich zu erhöhen. Um dem großen Markt und seinen Herausforderungen gerecht zu werden, erweist sich ein spezielles und durchdachtes Marketing als erfolgsversprechend. Bei über 600.000 Online-Shops in Deutschland wird es zunehmend wichtiger, aus der Masse herauszustechen und sich mit seiner Marke klar zu profilieren. Dieser Prozess ist umfassend und benötigt entsprechende Fachkräfte.

Marken feiern Erfolge, wenn sie einen Wiedererkennungswert beim Kunden schaffen. Dazu müssen Händler und Hersteller den Kern ihrer Marke finden, definieren und entsprechend kommunizieren. Wie das geht, zeigen wir in unserem Blog „Erfolgreiches Branding – so etablieren Sie Ihre Marke.“

Investitionen in das Marketing für einen Online-Shop erweist sich als vielseitig - Newsletter-Marketing 2016 wie 2017 die stärkste Zugkraft

So sehen die Investitionen im Marketing im Jahr 2017 im Vergleich zu 2016 aus: Newsletter-Marketing, SEO und Social-Media-Marketing stehen unangefochten an der Spitze. Doch egal, in welcher Form Online-Shops Vermarktung betreiben: Letztendlich kommt es auf den Content an. Quelle: HighText-Verlag

 

Investitionsschwerpunkt #2: Ausweitung des Sortiments und Etablierung einer Eigenmarke

Knapp hinter dem Marketing positionieren sich die Investitionen für die Sortimentsausweitung. Zahlreiche Online-Shops möchten ihr Angebot breiter aufstellen und somit Käufer generieren. Das ist wenig verwunderlich, wenn man nicht von den großen Händlern abgehängt werden möchte. Jedoch sollten Shops darauf achten, dass die Auswahl ihres Sortiments dem Shop-Konzept entspricht. Das Ziel sollte nicht lauten, es großen Shops wie Amazon und Co gleichzutun und möglichst viel anzubieten, sondern sich zu spezialisieren. Nicht die Breite des Shops entscheidet, sondern die Tiefe. Als hochspezialisierter Anbieter schafft es der Shop Vertrauen bei Käufern zu stiften und einen treuen Kundenstamm für sich zu gewinnen. Die Zukunft liegt in der Nische. Wie Sie einen Nischenshop etablieren, erfahren Sie in unserem Blog: „Expertenstatus: So verkaufen Sie hochwertige Produkte.“

Ein weiterer Spezialisierungsvorteil bietet sich für Online-Shops in der Etablierung einer Eigenmarke. Auch hier geben Händler bei der Umfrage an, höhere Summen investieren zu wollen. Das Angebot einer Eigenmarke kann ein intelligenter Schachzug sein: Richtig umgesetzt verbessert sich das Image des Händlers, wobei er gleichzeitig der Preisspirale entflieht. Die Preise von exklusiv angebotenen Produkten lassen sich nicht vergleichen und der Händler gewinnt somit einen größeren Spielraum bei der Marge. Wie Sie eine Eigenmarke etablieren und somit Ihre Position am Markt stärken, zeigen wir Ihnen in unserem Blog: „Eigenmarken im E-Commerce: So stärken Sie Ihren Online-Handel.

Investitionsschwerpunkt #3: Shopdesign

Online-Händler haben gelernt, dass sukzessive und kleinere Anpassungen in ihrem Shop eine effektivere Wirkung erzielen, als große Relaunches. Damit bekommen Kunden die Zeit, sich an ein verändertes Design nach und nach zu gewöhnen und finden sich schneller zurecht. Dementsprechend fallen auf Seiten der Shopbetreiber hohe Kosten für einen Relaunch weg. Deswegen gaben nur 19 Prozent der Befragten an, künftig mehr Geld in das Shopdesign zu investieren.

Dennoch handelt es sich beim Shopdesign um eine schlaue Investition: Im Online-Handel finden deutlich weniger Impulskäufe statt als im stationären Handel. Online vergleichen 46,8 Prozent der Kunden die Preise bei einem ungeplanten Kauf. Im stationären Handel sind es 15,7 Prozent. Ein ausgeklügeltes und ansprechendes Shopdesign verstärkt den Kaufimpuls beim Kunden und steigert die Conversion-Rate. Mit welchen Tools Sie Ihr Shop gewinnversprechend gestalten, zeigen wir Ihnen in unserem Blog: „Emotionale Bilderwelten – Wie Sie Kaufimpulse setzen Teil 2.

Die Investitionen ins Shopdesign können gering gehalten werden, wenn Online-Shops sukzessive Verbesserungen vornehmen

Nur 19 Prozent deutscher Online-Shops stecken ihre Investitionen 2017 in das Shopdesign. Dennoch spielt es bei der Conversion eine entscheidende Rolle. Das Ziel sollte lauten: Vorteile des stationären Handels in die digitale Welt zu übertragen.

 

Investitionsschwerpunkt #4: Big Data

Der Wirtschaftsprüfer und Unternehmensberater PwC fand im Auftrag der JDA Software-Group heraus, dass 73 Prozent aller deutschen CEOs ihre Ausgaben für mobile Anwendungen und Big Data Analytics zu erhöhen. Kundenbedürfnisse können mittels Big Data-Analysen frühzeitig ermittelt und entsprechende Angebote personalisiert werden. Unternehmen haben die Chance erkannt, die eine digitale Transformation bereithält: Kundenerlebnisse verbessern, die Marktposition stärken und den besten Preis anbieten. Dennoch haben bisher nur 49 Prozent der Unternehmen Big Data-Strategien realisiert. Die Unsicherheit scheint noch groß.

Dabei existieren einschlägige Hilfen, die aus den Datenbergen wichtige Informationen bündeln. Diese Informationen bilden eine hilfreiche Grundlage für Marketing- und Pricingstrategien. Mehr dazu lesen Sie in unserem Blog „Datenvisualisierung – So formen Sie aus Daten Aussagen.“ Überhaupt ist eine ausgewogene Pricing-Strategie der Grundbaustein für den Erfolg im digitalen Preiskampf. Unsere Business Intelligence Software blackbee hilft Ihnen, den richtigen Preis für Ihre Produkte zu finden. Wie wir Big Data dafür nutzen und mit welchen Prozessen wir Ihnen zur Findung des idealen Preises verhelfen, zeigen wir in unserem Blog „Dank Big Data Matching zum Wettbewerbsvorteil.

Die Investitionsschwerpunkte zeigen: Deutsche Online-Shops fokussieren sich auf die reine Digitalisierung. Investitionen in Ladenflächen kommen so gut wie gar nicht vor. Mit dem richtigen Marketing und Shopdesign können Händler ein breites Publikum erreichen und Verkäufe abschließen. Eine wohlüberlegte Sortimentserweiterung, die zum Konzept des Shops passt, schützt bestenfalls vor dem Sturz in die Preisspirale. Letztendlich sollte der Schwerpunkt auf Investitionen in Big Data liegen. Wissen ist Macht – und Datenanalysen liefern dieses Wissen. So wertet auch blackbee Ihre Daten und die Daten anderer Wettbewerber aus und hilft Ihnen somit, die ideale Pricing-Strategie zu entwickeln. So gewinnen Sie den Preiskampf. Mit blackbee und seinen Big Data-Analysen stärken Sie Ihre Position am Markt.

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Eigenmarken im E-Commerce: So stärken Sie Ihren Online-Handel

Wer als Kunde ein Geschäft betritt, begegnet unzähligen Marken, von der Lebensmittelbranche angefangen bis hin zu Sportartikeln. Neben Hersteller- gewinnen auch Handelsmarken zunehmend an Relevanz. Vor allem im E-Commerce trifft man dabei immer öfter auf Eigenmarken. Was sind die Gründe für diese Entwicklung?

Kunden haben heute die Möglichkeit, mit nur einem Klick im Internet zur Konkurrenz zu gelangen und über umfangreiche Portale Preise zu vergleichen. Dadurch steigt der Wettbewerb im E-Commerce rasant. In unserem Beitrag zur Rabattschlacht im Online-Handel zeigen wir Ihnen, wie Sie dem Preisdruck durch exklusive Premiumangebote entgehen. Große Online-Händler wie Amazon, Zalando oder Otto machen dabei vor, wie sie der Preisspirale entkommen: Durch den Aufbau von Eigenmarken erlangen sie auf hart umkämpften Märkten klare Wettbewerbsvorteile.

Affinität der Kunden für Eigenmarken

Nach wie vor sind Konsumenten durch eine erhöhte Markenaffinität geprägt.

Laut der PwC-Verbraucherumfrage aus dem Jahr 2015 entscheiden sich 73 Prozent der Befragten bevorzugt für Eigenmarken von Händlern, mit denen sie bereits gute Erfahrungen gemacht haben. Insbesondere die jüngere Zielgruppe verzeichnet dabei eine stärkere Markenaffinität. Vor allem bei Produkten aus der Elektronik- (72 Prozent), Kosmetik- (65 Prozent) und Haushaltsgerätebranche (64 Prozent) zähle verstärkt der Markenname. Für die meisten Kunden sei eine Kombination aus einem günstigen Preis und einer hohen Qualität für den Kauf entscheidend.

Starke Eigenmarken sind auf der Überholspur

Im Zuge der Digitalisierung hat sich die Markenwelt stark gewandelt. Altbewährten Marken großer Hersteller werden von sogenannten “Digital Native Vertical Brands” (DNVB) der Rang abgelaufen.

Vertikalisierung gilt als das neue Stichwort im Online-Handel: Händler sparen sich den Weg über Zwischenhändler und verkaufen eigene hochwertige Produkte direkt an Endverbraucher. Der Vertrieb erfolgt meist auf digitalem Weg im E-Commerce.

Vertikale Eigenmarken im Brillenmarkt

Vor allem der Brillenmarkt befindet sich durch vertikale Eigenmarken im Wandel. Die US-amerikanische Marke Warby Parker bietet eigene hochwertige Produkte an und vertreibt diese fast ausschließlich online.

Da eine Abgrenzung zum Wettbewerb über den Preis nicht immer vorteilhaft ist, positionieren sich Online-Händler mithilfe von DNVB oder vertikalen Eigenmarken. Für Kunden stellen diese einen Preisvorteil sowie eine größere Sortimentsbreite mit exklusiven Angeboten dar.

Online-Händler hingegen profitieren von einer hohen Kundenbindung und einem hohen Customer-Lifetime-Value, denn Eigenproduktion sowie Eigenvermarktung werden zunehmend zum USP im E-Commerce.

So stärken Sie Ihren Online-Handel durch Eigenmarken

Trotz des starken Wachstums wird im deutschen Online-Handel wird nach wie vor zu wenig Geld umgesetzt. Shop-Renditen liegen im Schnitt nur knapp über null Prozent und damit deutlich unter denen der stationären Händler.

Eigenmarken können Ihnen dabei helfen, Ihre Marge zu vergrößern. Seien Sie sich dabei bewusst, dass der Aufbau einer Eigenmarke Herausforderungen birgt.

Eine starke Eigenmarke ist für das positive Image eines Unternehmens von zentraler Bedeutung. Ist diese nicht optimal aufgestellt, kann sie sich negativ auf Sie als Online-Händler auswirken. Überlegen Sie sich deshalb vorab eine klare Strategie zur Positionierung Ihrer Eigenmarke.

Mit Eigenmarken können Sie sich im E-Commerce sowohl von Ihren Mitbewerbern abgrenzen als auch Exklusivität bieten und Ihre Kundenbindung stärken. In unserem Artikel zu “Pricing bei Eigenmarken” zeigen wir Ihnen, wie Sie eine optimale Preisstrategie für Eigenmarken entwickeln. Markt- und Wettbewerbsanalysen auf Basis hoch valider Online-Daten helfen Ihnen, Trends und Nischen zu entdecken und so Ihre Marke im E-Commerce zu stärken.

Sie wollen wissen, wie Sie anhand von Online-Daten Ihren Online-Handel stärken? Kontaktieren Sie uns jetzt – wir freuen uns auf Ihre Nachricht!