Beiträge

Deutsche E-Commerce-Trends: Investitionen im Online-Handel

Der deutsche E-Commerce-Umsatz wächst: Im Vergleich zum Vorjahr hat er sich um 16 Prozent vergrößert. Agierten 2016 noch 546.293 professionelle Unternehmen im Online-Handel, sind es 2017 genau 633.626 Unternehmen. Das gesamte Umsatzwachstum im E-Commerce steigerte sich allerdings um nur 12,5 Prozent. Das bedeutet: Die Zahl der Wettbewerber wächst stärker als der Umsatz. Das fand die Fachzeitung ibusiness in seiner Studie heraus. Um tiefere Erkenntnisse aus der derzeitigen Wettbewerbssituation zu ziehen, befragte ibusiness Händler nach ihren Investitionsschwerpunkten für 2017. Über 52 Prozent gaben an, höhere Summen als im vergangenen Jahr in ihren Online-Shop zu investieren, 40 Prozent gleich viel, 8 Prozent weniger. Im Folgenden werten wir den Fokus der Investitionen aus und geben eine kurze Einschätzung.

Investitionsschwerpunkt #1: Marketing

Wirksame Werbestrategien sind fundamental für ein erfolgreiches Online-Business. Alle befragten Online Shop-Betreiber stimmen dem zu. 70 Prozent der befragten deutschen Online-Händler planen, ihre Investitionen in diesem Bereich zu erhöhen. Um dem großen Markt und seinen Herausforderungen gerecht zu werden, erweist sich ein spezielles und durchdachtes Marketing als erfolgsversprechend. Bei über 600.000 Online-Shops in Deutschland wird es zunehmend wichtiger, aus der Masse herauszustechen und sich mit seiner Marke klar zu profilieren. Dieser Prozess ist umfassend und benötigt entsprechende Fachkräfte.

Marken feiern Erfolge, wenn sie einen Wiedererkennungswert beim Kunden schaffen. Dazu müssen Händler und Hersteller den Kern ihrer Marke finden, definieren und entsprechend kommunizieren. Wie das geht, zeigen wir in unserem Blog „Erfolgreiches Branding – so etablieren Sie Ihre Marke.“

Investitionen in das Marketing für einen Online-Shop erweist sich als vielseitig - Newsletter-Marketing 2016 wie 2017 die stärkste Zugkraft

So sehen die Investitionen im Marketing im Jahr 2017 im Vergleich zu 2016 aus: Newsletter-Marketing, SEO und Social-Media-Marketing stehen unangefochten an der Spitze. Doch egal, in welcher Form Online-Shops Vermarktung betreiben: Letztendlich kommt es auf den Content an. Quelle: HighText-Verlag

 

Investitionsschwerpunkt #2: Ausweitung des Sortiments und Etablierung einer Eigenmarke

Knapp hinter dem Marketing positionieren sich die Investitionen für die Sortimentsausweitung. Zahlreiche Online-Shops möchten ihr Angebot breiter aufstellen und somit Käufer generieren. Das ist wenig verwunderlich, wenn man nicht von den großen Händlern abgehängt werden möchte. Jedoch sollten Shops darauf achten, dass die Auswahl ihres Sortiments dem Shop-Konzept entspricht. Das Ziel sollte nicht lauten, es großen Shops wie Amazon und Co gleichzutun und möglichst viel anzubieten, sondern sich zu spezialisieren. Nicht die Breite des Shops entscheidet, sondern die Tiefe. Als hochspezialisierter Anbieter schafft es der Shop Vertrauen bei Käufern zu stiften und einen treuen Kundenstamm für sich zu gewinnen. Die Zukunft liegt in der Nische. Wie Sie einen Nischenshop etablieren, erfahren Sie in unserem Blog: „Expertenstatus: So verkaufen Sie hochwertige Produkte.“

Ein weiterer Spezialisierungsvorteil bietet sich für Online-Shops in der Etablierung einer Eigenmarke. Auch hier geben Händler bei der Umfrage an, höhere Summen investieren zu wollen. Das Angebot einer Eigenmarke kann ein intelligenter Schachzug sein: Richtig umgesetzt verbessert sich das Image des Händlers, wobei er gleichzeitig der Preisspirale entflieht. Die Preise von exklusiv angebotenen Produkten lassen sich nicht vergleichen und der Händler gewinnt somit einen größeren Spielraum bei der Marge. Wie Sie eine Eigenmarke etablieren und somit Ihre Position am Markt stärken, zeigen wir Ihnen in unserem Blog: „Eigenmarken im E-Commerce: So stärken Sie Ihren Online-Handel.

Investitionsschwerpunkt #3: Shopdesign

Online-Händler haben gelernt, dass sukzessive und kleinere Anpassungen in ihrem Shop eine effektivere Wirkung erzielen, als große Relaunches. Damit bekommen Kunden die Zeit, sich an ein verändertes Design nach und nach zu gewöhnen und finden sich schneller zurecht. Dementsprechend fallen auf Seiten der Shopbetreiber hohe Kosten für einen Relaunch weg. Deswegen gaben nur 19 Prozent der Befragten an, künftig mehr Geld in das Shopdesign zu investieren.

Dennoch handelt es sich beim Shopdesign um eine schlaue Investition: Im Online-Handel finden deutlich weniger Impulskäufe statt als im stationären Handel. Online vergleichen 46,8 Prozent der Kunden die Preise bei einem ungeplanten Kauf. Im stationären Handel sind es 15,7 Prozent. Ein ausgeklügeltes und ansprechendes Shopdesign verstärkt den Kaufimpuls beim Kunden und steigert die Conversion-Rate. Mit welchen Tools Sie Ihr Shop gewinnversprechend gestalten, zeigen wir Ihnen in unserem Blog: „Emotionale Bilderwelten – Wie Sie Kaufimpulse setzen Teil 2.

Die Investitionen ins Shopdesign können gering gehalten werden, wenn Online-Shops sukzessive Verbesserungen vornehmen

Nur 19 Prozent deutscher Online-Shops stecken ihre Investitionen 2017 in das Shopdesign. Dennoch spielt es bei der Conversion eine entscheidende Rolle. Das Ziel sollte lauten: Vorteile des stationären Handels in die digitale Welt zu übertragen.

 

Investitionsschwerpunkt #4: Big Data

Der Wirtschaftsprüfer und Unternehmensberater PwC fand im Auftrag der JDA Software-Group heraus, dass 73 Prozent aller deutschen CEOs ihre Ausgaben für mobile Anwendungen und Big Data Analytics zu erhöhen. Kundenbedürfnisse können mittels Big Data-Analysen frühzeitig ermittelt und entsprechende Angebote personalisiert werden. Unternehmen haben die Chance erkannt, die eine digitale Transformation bereithält: Kundenerlebnisse verbessern, die Marktposition stärken und den besten Preis anbieten. Dennoch haben bisher nur 49 Prozent der Unternehmen Big Data-Strategien realisiert. Die Unsicherheit scheint noch groß.

Dabei existieren einschlägige Hilfen, die aus den Datenbergen wichtige Informationen bündeln. Diese Informationen bilden eine hilfreiche Grundlage für Marketing- und Pricingstrategien. Mehr dazu lesen Sie in unserem Blog „Datenvisualisierung – So formen Sie aus Daten Aussagen.“ Überhaupt ist eine ausgewogene Pricing-Strategie der Grundbaustein für den Erfolg im digitalen Preiskampf. Unsere Business Intelligence Software blackbee hilft Ihnen, den richtigen Preis für Ihre Produkte zu finden. Wie wir Big Data dafür nutzen und mit welchen Prozessen wir Ihnen zur Findung des idealen Preises verhelfen, zeigen wir in unserem Blog „Dank Big Data Matching zum Wettbewerbsvorteil.

Die Investitionsschwerpunkte zeigen: Deutsche Online-Shops fokussieren sich auf die reine Digitalisierung. Investitionen in Ladenflächen kommen so gut wie gar nicht vor. Mit dem richtigen Marketing und Shopdesign können Händler ein breites Publikum erreichen und Verkäufe abschließen. Eine wohlüberlegte Sortimentserweiterung, die zum Konzept des Shops passt, schützt bestenfalls vor dem Sturz in die Preisspirale. Letztendlich sollte der Schwerpunkt auf Investitionen in Big Data liegen. Wissen ist Macht – und Datenanalysen liefern dieses Wissen. So wertet auch blackbee Ihre Daten und die Daten anderer Wettbewerber aus und hilft Ihnen somit, die ideale Pricing-Strategie zu entwickeln. So gewinnen Sie den Preiskampf. Mit blackbee und seinen Big Data-Analysen stärken Sie Ihre Position am Markt.

Sie wollen sich selbst von unserer Preisbeobachtungssoftware überzeugen? Testen Sie blackbee jetzt!

Preisgestaltung im E-Commerce: So stärken Sie Ihre Marktposition

Der Preis ist im Handel nach wie vor der stärkste Gewinntreiber. Mit cleveren Preisveränderungen lässt sich der langfristige Gewinn ohne viel Aufwand steigern. Zudem können Sie einen größeren Anteil am hart umkämpften E-Commerce- Markt erzielen. Ein aktives Preismanagement sollte daher zum festen Bestandteil eines jeden erfolgreichen Händlers gehören.

Zuerst sollten Sie sich überlegen, welche Ziele Ihrer Preisstrategie zugrunde liegen:

  1. Möchten Sie den Grundpreis erhöhen und so den Gewinn steigern?
  2. Wollen Sie den Preis senken, mehr Produkte verkaufen und so Ihren Marktanteil erhöhen?
  3. Möchten Sie durch zeitlich befristete Sonderangebote und Preisnachlässe neue Kunden gewinnen?

Egal für welches Ziel Sie sich entscheiden: die Steigerung Ihres Umsatzes, die Optimierung Ihrer Gewinne, die Maximierung von Marktanteilen und die Zufriedenheit Ihrer Kunden sollten dabei stets ausbalanciert sein.

Online Pricing: Eine strategische Herausforderung

Mit dem Image des Preises positioniert sich jedes Unternehmen im Wettbewerb und bei seinen Kunden. Daher tasten sich in der Praxis viele Händler an den idealen Preis heran. Häufig setzt sich dieser aus dem Betrag zusammen, der sich zum einen beim Kunden als erfolgreich etabliert hat und zum anderen den nötigen Ertrag gewährleistet.

Einige Unternehmen berechnen ihre Preise, indem sie auf ihr Bauchgefühl hören, andere kalkulieren auf Grundlage ihrer Kosten. Dabei gibt es verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten, an denen Sie sich orientieren können und so den für Sie perfekten Preis bestimmen. Im heutigen Artikel stellen wir Ihnen verschiedene Preisstrategien vor, mit denen Sie sich erfolgreich im E-Commerce positionieren.

Welche Faktoren bestimmen Ihre Produktpreise?

Je nachdem, in welcher Branche Sie sich bewegen, gibt es eine Reihe von Faktoren, die Sie bei der Preisgestaltung berücksichtigen sollten. Zuerst sollten Sie sich fragen, was Ihnen wichtig ist: der Preis und/oder der Wert des Produktes?

Marktorientierte Preisgestaltung

Zu Beginn Ihres Online Business definieren Sie also, ob Ihr Preis USP- oder wertbezogen ist. Dieser Faktor ist besonders wichtig, da er gleichzeitig bestimmt, wie Sie Ihre Wettbewerber sehen und wo Sie sich am Markt positionieren möchten.

Um einen schnellen und übersichtlichen Überblick über Ihre Wettbewerber am Markt zu bekommen, unterstützen Tools wie die Business Intelligence Suite blackbee bei der Marktanalyse im Internet. Sobald Sie analysiert haben, zu welchen Preisen Ihre Konkurrenz verkauft, sollten Sie Ihre Ergebnisse an Ihre Pricing-Strategie anpassen und Preise gegebenenfalls erhöhen oder senken.

Verbraucherorientierte Preisgestaltung

Die kundenorientierte oder auch verbraucherorientierte Preisgestaltung orientiert sich an den Preisen, die Verbraucher für ein bestimmtes Produkt zu zahlen bereit sind. Entscheiden Sie sich für die nachfrageorientierte Preisstrategie, muss Ihr Preis so gestaltet werden, dass Ihnen genug Umsatz bleibt. Nur so können Sie Ihre laufenden Kosten auch decken. Auf der anderen Seite müssen Sie Ihren Preis niedrig genug ansetzen, damit Ihr Kunde sich auch für den Kauf des Produktes entscheidet.

Vor allem die psychologischen Aspekte des Preises spielen in der kundenorientierten Preisstrategie eine große Rolle. Fragen Sie sich deshalb vorab:

  • Warum sollten potentielle Kunden Ihr Geschäft aufsuchen?
  • Was sind mögliche Gründe für einen Kauf?

Folgende Käufertypen können Ihnen bei der Gestaltung Ihres Preises begegnen:

Die Luxuskäufer

Die erfolgreiche, britische Kaufhauskette Selfridges hat beispielsweise erkannt, dass ihre Kunden nach Produkten suchen, die den persönlichen Stil und die hohe Kaufkraft der Käufer widerspiegeln. Dieses Bedürfnis hat sich das Kaufhaus zu Eigen gemacht, indem es seine Kunden intensiv berät und diese wiederum bereit sind, Prämienpreise zu zahlen.

Die Schnäppchenjäger

Dem Luxuskäufer stehen die Schnäppchenjäger gegenüber, die das Internet nach Preisvergleichen, Rabattcodes und Coupons durchsuchen. Diese stellen bereitwillig persönliche Daten wie E-Mail-Adressen zur Verfügung, um weitere Vorteile beim Kauf zu erhalten. Diese Zielgruppe ist besonders interessant, weil sie sich durch eine geringe Shop-Loyalität auszeichnet, jedoch sehr markentreu sein kann. Besonders eignet sich diese Gruppe als Markenbotschafter, da diese Sales-Aktionen über E-Mail-Marketing, Social Media oder über persönliche (Weiter-) Empfehlungen wirksam verbreiten.

Egal für welche Zielgruppe sie sich entscheiden, mit Hilfe der verbraucherorientierten Preisgestaltung lassen sich bestehende Marktanteile weiter ausbauen. Daher ist diese Art der Preisgestaltung von besonders strategischer Bedeutung. Häufig nutzen Händler die kundenorientierte Preisstrategie, um Produkte unterhalb der notwendigen Kostengrenze anzubieten und so den Abverkauf von hochpreisigen Artikeln anzukurbeln.

Für welche Preisstrategie entscheiden Sie sich?

In unserem Artikel „Preisoptimierung für Online-Händler #3: Definieren Sie Ihre Preispolitik!“ haben wir Ihnen bereits die Hoch- sowie Niedrigpreisstrategie zur Gestaltung Ihrer Preispolitik vorgestellt. Im Folgenden erhalten Sie als Zusammenfassung eine kurze Übersicht möglicher Preisstrategien:

HochpreisstrategieDifferenzierte MarkenstrategiePreislinienstrategieNiedrigpreisstrategie
Zielgruppe: Qualitätskunden mit hoher KaufkraftZielgruppe: Qualitätskunden Zielgruppe: preisbewusste Qualitätskäufer Zielgruppe: Preiskunde
Exklusiver StandortWenige Mitbewerber am StandortGekennzeichnet durch Preiszuverlässigkeit und Preisempfehlungen der HerstellerIm Fokus steht der Preis
Maximaler Kundennutzen und erstklassige ProdukteQualität wichtiger als PreisBegrenztes AktionssortimentGeringe Sortimentsbreite
Keine Preisaktionen, ggf. zeitlich begrenzte zusätzliche LeistungsangeboteGekennzeichnet durch Beratung, Service, individuelle Kundenansprache und KundenbindungMinimaler Service
Service und individuelle EinzelkundenbindungThematische Preisaktionen
Sortiment überwiegend geprägt durch Marken
Kleines Aktionssortiment mit vertretbaren Preisangeboten

Übersicht möglicher Preisstrategien und deren Eigenschaften (Quelle: eigene Darstellung in Anlehnung an http://media.dav-medien.de/sample/100005271_p__v1.pdf)

In wenigen Schritten zur richtigen Preisstrategie

  1. Definieren Sie vorab die Ziele Ihrer Preisstrategie – diese stellen die Ausgangssituation für Ihr Pricing dar.
  2. Analysieren und kennen Sie Ihren Markt.
    • Decken Sie Marktbedürfnisse auf: Wo liegen Chancen und Probleme?
    • Kennen Sie Ihren Wettbewerb: Wer sind Ihre Wettbewerber? Wie bepreisen Ihre Wettbewerber? Nach welcher Preisstrategie verfahren andere Händler? Welcher Vorteil ergibt sich daraus für Ihre Kunden? Welche Kosten kommen auf Sie zu?
  1. Entscheiden Sie sich für eine Preisstrategie und kommunizieren Sie diese konsequent intern wie extern.
  2. Implementieren Sie Ihre Preisstrategie und holen Sie sich bei der Umsetzung professionelle Unterstützung

Eine erfolgversprechende Preisstrategie erfordert eine längerfristige Konzeptionierung.  Nehmen Sie sich deshalb im Vorfeld genügend Zeit, um das optimale Pricing für Ihre Produkte festzulegen. Unabhängig davon, ob Sie zuerst Ihre Kunden oder Ihre Wettbewerber untersuchen, nutzen Sie in jedem Fall die Markt- und Wettbewerbsanalyse, um ein breites Bild Ihres Produktes zu bekommen. Die gewonnenen Erkenntnisse sind der Schlüssel für Ihren Unternehmenserfolg! Automatisierte Tools zur Preisüberwachung im Internet unterstützen Sie in der Umsetzung Ihrer Preisstrategie. Überzeugen Sie sich von den Vorteilen unsere Business Intelligence Suite blackbee und steigern Sie Ihren Erfolg im E-Commerce.

 

Sie benötigen weitere Informationen zu den Themen Preismonitoring und Preisoptimierung im Internet? Kontaktieren Sie uns jetzt – wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

Drei häufige Fehler bei der Preisoptimierung, durch die Sie Gewinne verschenken

Die richtige Preisoptimierung fordert viele Händler heraus. Auf der Suche nach zusätzlichen Gewinnen verschenken sie dabei häufig Margenpotenziale. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Produktpreise optimieren und welche Fehler Sie vermeiden sollten.

Fehler #1: Produkte mit überdurchschnittlichen Margen bleiben von Preissteigerungen verschont

Online-Händler konzentrieren sich oft auf Produkte mit niedrigen Margen, wenn sie Preise optimieren möchten. Diese scheinen auf den ersten Blick am geeignetsten, um Preise zu erhöhen. Jedoch ist das unrentable Geschäft bei solchen Produktgruppen meistens begründet. Ursache dafür kann ein sehr intensiver Wettbewerb bei Standardprodukten sein.

Dahingegen versteckt sich vor allem hinter Produkten mit hohen Margen ein großes Potenzial zur Preissteigerung, beispielsweise infolge einer hervorragenden Wettbewerbsposition. Hier übersehen Händler häufig die mögliche Preisschraube nach oben, da die Zielmarge bereits erreicht ist. Dabei sind Kunden gegebenenfalls bereit, einen höheren Preis zu zahlen. Prüfen Sie als Händler die Produkte mit überdurchschnittlichen Margen auf Preissteigerungen, um zusätzliche Gewinne zu erzielen.

Fehler #2: Den Markt ignorieren

Der Preisvergleich bei verschiedenen Online-Händlern gehört für Konsumenten längst zum Alltag. 44 Prozent vergleichen vor dem Kauf Preise im Internet und für 80 Prozent spielt der Preis für die Kaufentscheidung eine wichtige Rolle. Wettbewerber zu beobachten, ist für Online-Händler deswegen unausweichlich. Behalten Sie die Preise am Markt stets im Blick und richten Sie Ihre Preissetzung konsequent an aktuellen Entwicklungen aus. Eine intelligente Software zur Preisbeobachtung im Internet schafft für Sie die nötige Transparenz und hilft Ihnen, Preise optimal zu bestimmen. In unserer Artikelserie zum Thema Preisoptimierung zeigen wir Ihnen, welche Vorteile der Einsatz eines solchen Tools bietet.

Fehler #3: Fehlende Datensysteme und Infrastruktur zur Preisoptimierung

Die Preisoptimierung im E-Commerce hält für Händler einige Schwierigkeiten bereit. Je umkämpfter ein Markt ist, desto schneller ändern sich Preise im Umfeld, die eine Reaktion erfordern. Und die schier unendliche Zahl von Online-Shops stellt Händler vor einen riesigen, uneinheitlichen Datenberg, den es zu bezwingen gilt.

Vielen Händlern fehlt dazu noch die passende Infrastruktur im Unternehmen. Die Prozesse zur Preissetzung und Veränderungen von Preisen sind oft nicht klar definiert und eine systematische Preisbeobachtung findet nicht statt. Dabei sollten sie grundlegende Preismetriken regelmäßig überwachen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Außerdem fehlt Händlern häufig ein valides Datensystem, das nötige Informationen über den Wettbewerb automatisiert sammelt und analysiert.  Hierfür sind innovative Technologien gefragt, die Wettbewerbsdaten effizient verarbeiten.

Mit klar festgelegten Zuständigkeiten und Prozessen für das Pricing und einem intelligenten, wettbewerbsfähigen Analysetool wie blackbee schaffen Sie die Voraussetzungen für die perfekte Preisoptimierung.

Eine effektive Preisgestaltung ist die Grundlage für ein gewinnbringendes Geschäft. Informieren Sie sich in unserem Whitepaper Preisoptimierung für Online-Händler wie Sie mit Hilfe von Preisoptimierungssoftware zur perfekten Preisstrategie im Internet finden.

Online-Lebensmittelhandel – neuer Treiber im E-Commerce?

Immer mehr Lebensmittellieferanten finden den Weg ins Netz. Neben Pure Playern wie myTime.de und Allyouneed Fresh expandieren in letzter Zeit auch immer mehr stationäre Lebensmittelhändler ins Internet – die Marktführer Edeka24 und Rewe.de sind hier mit gutem Beispiel vorangegangen. Viele Händler starten im Online-Lebensmittelhandel nicht zuletzt aufgrund der Angst, vom Wettbewerber Amazon verdrängt zu werden. Wenn dieser seinen eigenen Lieferdienst Amazon Fresh auch in Deutschland startet, wird das so manchen Händler in Schwierigkeiten bringen. Doch während ein Lebensmittellieferant nach dem anderen in den Startlöchern steht, befindet sich der Marktanteil des Online-Lebensmittelhandels mit 2,4 Prozent (971 Mio. €) am gesamten E-Commerce-Umsatz in Deutschland (39,8 Mrd. €) noch immer auf einem sehr niedrigen Level. Zur Etablierung eines lukrativen E-Food-Geschäfts müssen noch einige Problemfelder überwunden werden.

Herausforderungen im Online-Lebensmittelhandel

Vor allem der Versand frischer oder gefrorener Waren stellt Online-Lebensmittelhändler vor besondere logistische Herausforderungen. Die Lieferung muss sehr zeitnah erfolgen, dabei darf die Kühlkette nicht unterbrochen werden. Deswegen wird die Anlieferung nach Hause oft mit Versandkosten belastet. Außerdem wird häufig ein Mindestbestellwert (zum Beispiel 40 Euro beim Rewe-Shop) vorausgesetzt. Bei genauerer Betrachtung der Kundengewohnheiten wird hier schnell die erste Hürde offensichtlich: In Deutschland treffen auf eine Million Einwohner ca. 37.000 (>100m²) Lebensmittelgeschäfte. Aufgrund der hohen Dichte an Filialen, die in einem aggressiven Qualitäts- und Preiswettbewerb um jeden Kunden kämpfen, fehlt dem preissensiblen Kunden die Bereitschaft, für einen Mindestbestellwert einzukaufen und die Versandkosten zu zahlen.

 

Gründe gegen den Online-Lebensmittelhandel

Abbildung: Top 5 der Gründe, die aus Konsumentensicht gegen den Kauf im Online-Lebensmittelhandel sprechen (Quelle: eigene Darstellung in Anlehnung an KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft / IFH Institut für Handelsforschung GmbH, 2014).

 

Das fehlende Einkaufserlebnis vor Ort ist eine weitere große Barriere. Gerade beim Kauf von Obst und Gemüse spielt die Möglichkeit, die Frische der Produkte vor dem Kauf überprüfen zu können, eine wichtige Rolle. Vertrauen in die Qualität der Produkte ist ein entscheidendes Kaufkriterium. Dieses Vertrauen müssen sich vor allem Online Pure Player erst einmal verdienen. Zudem ist das Einkaufen im örtlichen Supermarkt für viele Menschen eine notwendige Alltagsroutine. Mit Hinblick auf die Qualitäts- und Frischebedenken der Konsumenten können sich Händler über Mehrwertleistungen von ihren Wettbewerbern abgrenzen. So können sie beispielsweise ihren Kunden anbieten, die bestellten Waren bei der Annahme der Lieferung zu begutachten oder eine Auswahl unter mehreren Exemplaren zu treffen.

Online-Lebensmittelhandel: Ein Markt mit Potenzial

Der Lebensmittelmarkt ist einer der letzten Märkte, die vom Online-Handel erobert werden. Rund 28 Prozent aller Online-Shopper haben schon einmal Lebensmittel oder Getränke im Internet gekauft. Als einer der größten und wichtigsten Märkte überhaupt, bietet der Lebensmittelmarkt im Internet ein enormes Wachstumspotenzial, das weiter geweckt werden möchte. Mit einem Wachstum von 27,6 Prozent im Jahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr, wird E-Food zum spannendsten und stärksten Treiber im E-Commerce. Den Nährstoff des Wachstums bilden momentan vor allem junge Menschen mit knappen Zeitbudget, für die der Online-Lebensmittelhandel immer attraktiver wird. Bequemlichkeit und Flexibilität sind im zunehmend aufgebrochenen Alltag der Kunden dabei die zentralen Antriebskräfte des Online-Lebensmittelhandels.

 

„Wir rechnen damit, dass der Onlineeinkauf von Lebensmitteln schon bald ganz selbstverständlich zu den alltäglichen Einkaufskanälen gehören wird.“Béatrice Guillaume-Grabisch, Vorstandsvorsitzende der Nestlé Deutschland AG

 

Gerade für stationäre Marktführer stellt die Expansion ins Internet eine echte Chance dar. Durch eine positive Einkaufswelt vor Ort, kombiniert und eng vernetzt mit einer weiteren Ausdifferenzierung der Kundenansprache im Internet sowie des Online-Angebots, können diese Kunden noch stärker an sich binden.

Ein intensiver Wettbewerb

Zählen Online-Kanäle in den meisten Bereichen längst zum Kundenalltag, konnten sich Konsumenten lange Zeit nicht für den digitalen Lebensmittelhandel begeistern. Grund hierfür sind vor allem die Faktoren Vertrauen und Logistik, welche die Online-Händler vor besondere Herausforderungen stellen. In Zukunft werden Bequemlichkeit und Flexibilität auch beim Lebensmitteleinkauf an Bedeutung gewinnen. Mit den richtigen Handelskonzepten und der optimalen Zielgruppenansprache birgt der Online-Lebensmittelhandel in den nächsten Jahren ein riesiges Wachstumspotenzial.

Ein besonderes Phänomen des deutschen Lebensmittelhandels ist ein sehr intensiver, preisgetriebener Wettbewerb, der sich auch online fortsetzen wird. Doch mit steigendem Wettbewerb nimmt auch der Druck auf die Marge zu. Umso relevanter wird es für Online-Lebensmittelhändler, den Markt mit seinen Wettbewerbern und Preisen im Blick zu haben. Die große Vielfalt an Eigenmarken und ähnlichen Produkten stellt die Preis- und Wettbewerbsbeobachtung vor ungeahnte Schwierigkeiten. Intelligente Softwarelösungen wie blackbee helfen Ihnen, stets einen präzisen und validen Blick auf Ihr Marktumfeld zu haben und Ihren Wettbewerbern immer einen Schritt voraus zu sein.

Perfekt aufgestellt im E-Commerce – mit blackbee, Ihrem individuellen Tool zur Preis- und Wettbewerbsbeobachtung. Jetzt testen!