Handel 4.0 – Eine Einführung

Künstliche Intelligenz, Machine Learning und Handel 4.0 – diese Begriffe sind Ihnen bestimmt schon über den Weg gelaufen. Doch was hat es mit diesen buzzwords auf sich, wo werden die neuen digitalen Technologien eingesetzt und welche Chancen ergeben sich für den E-Commerce? Im heutigen Artikel erfahren Sie alles, was Sie dazu wissen müssen.

Was ist Künstliche Intelligenz, was Machine Learning und Handel 4.0?

Die sogenannte Künstliche Intelligenz (KI) beschreibt Algorithmen, die es Computern ermöglichen, menschliche Verhaltensweisen nachzuahmen. Das Machine Learning ist ein Bestandteil von Künstlicher Intelligenz. Hierbei wird den Algorithmen antrainiert, wie ein Mensch kontinuierlich Informationen zu sammeln und daraus zu lernen, wie sie die ihnen gestellte Aufgabe besser lösen. Besonders ist am maschinellen Lernen, dass den Algorithmen die Regeln für das Verhalten nicht beigebracht werden; intelligente Computerprogramme lernen dies stattdessen aus den gesammelten Daten selbst.

Ein Blick in die Historie von Künstlicher Intelligenz hilft, den aktuellen Stand der Entwicklungen einordnen zu können.

Bereits im Jahr 1997 bezwang der IBM-Computer Deep Blue den damals amtierenden Weltmeister Garri Kasparow im Schach. Der Sieg der Künstlichen Intelligenz in dem strategischen Brettspiel schlug große Wellen und steigerte das Interesse für die neuen Computer-Technologien enorm. Deep Blue bestand aus einem Computer mit damals bahnbrechender Rechenleistung, der jedoch nicht aus den Zügen seines menschlichen Gegenspielers lernte, sondern die Vor- und Nachteile jedes möglichen Zugs berechnete. Somit basierte Deep Blue nicht auf Machine Learning und konnte kein neues Wissen generieren.

Handel 4.0 Deep Blue

Die KI Deep Blue in der Partie gegen Kasparow 1997: Intelligent, aber nicht lernfähig. Quelle: engadget.com

Der wirkliche Siegeszug von intelligenten Computeranwendungen, die maschinelles Lernen vollführen können, begann erst vor wenigen Jahren. Dies hat teilweise mit der Big Data-Revolution zu tun, die mittlerweile auch mittelständische Unternehmen durchdringt. Durch die Sammlung von immer umfangreicheren Daten intensivierte sich auch die Forschung darin, wie diese Daten auswertbar sind. Ermöglicht wurden die Entwicklungen der Daten-Generierung und -Auswertung durch die exponentiell gestiegene Rechenleistung moderner Computer.

Mittlerweile ist die Forschung an Künstlicher Intelligenz in vielen Bereichen riesige Schritte vorangekommen. Von selbstfahrenden Autos bis hin zum Gesundheitswesen gibt es etliche spannende Aussichten auf Innovationen in naher Zukunft. Die meisten basieren auf selbstlernenden Algorithmen, die ihre Erfahrungen aus riesigen Datenpools sammeln.

Auch der Handel nutzt Künstliche Intelligenz verstärkt, um Prozesse effizienter zu gestalten. Analog zur Industrie 4.0 spricht man deshalb vom Handel 4.0. Welche Prozesse bieten sich für eine Automatisierung an?

Die aktuellen KI-Trends im Handel 4.0

Schluss mit unübersichtlichen Webseiten mit irrelevanten Angeboten: Im E-Commerce wird Machine Learning unter anderem dazu eingesetzt, zu lernen, was Kunden möchten und damit deren Erlebnis zu optimieren. Der Streaming-Anbieter Netflix beispielsweise nutzt Maschinelles Lernen dazu, ein personalisiertes Angebot an Filmen und Serien bereitzustellen. Je mehr Inhalte ein Nutzer bei Netflix anschaut und nach dem Sehen bewertet, desto genauer grenzt der Algorithmus des Streaming-Dienstes ein, welche anderen Inhalte noch interessant sein könnten.

Handel 4.0 Nutzungserlebnis

Netflix setzt Maschinelles Lernen gezielt ein, um das Nutzungserlebnis zu optimieren. Quelle: neilpatel.com

Stärker in den Blick gerät auch das Thema Betrugserkennung durch Künstliche Intelligenz. Einer Studie zufolge stieg zwischen 2015 und 2017 die Zahl der Betrugsfälle im E-Commerce in allen untersuchten Branchen im Durchschnitt um sieben Prozent. Betrug im Internet nimmt viele Formen an und erstreckt sich von nicht bezahlten Rechnungen bis hin zum Diebstahl digitaler Identitäten. Wie Sie sich am besten gegen Betrug im Internet schützen? Künstliche Intelligenz bietet Ihnen die Möglichkeit, aus Online-Betrugsmaschen der Vergangenheit zu lernen und sie in Zukunft zu verhindern. Dazu erkennt ein Selbstlernender Algorithmus diejenigen Bestellmerkmale, die auf einen Betrugsversuch hindeuten, klassifiziert sie und schlägt Alarm.

Künstliche Intelligenz revolutioniert noch weitere Bereiche des E-Commerce. Wir haben Ihnen einige zusammengestellt:

#Link-Tipp 1: Mit diesen Anwendungsmöglichkeiten verbessert KI das Kunden-Erlebnis

#Link-Tipp 2: Diese Einsatzgebiete gibt es bei der Optimierung von Warenprozessen

Handel 4.0 – Herausforderungen und Chancen bei der Implementierung von KI

In vielen Bereichen bietet Künstliche Intelligenz vielversprechende Lösungen für den E-Commerce. Auch für die Unternehmensstrategie insgesamt zahlen sich diese Neuerungen aus: mit einer intelligenten Automatisierungsstrategie sorgen Sie für Effizienzsteigerungen und gleichzeitig für eine Kosten- und Risikoreduktion. Denn klar ist: Maschinen führen ihre Aufgaben zuverlässig aus – das Risiko manueller Fehler minimiert sich.

Handel 4.0 Effizienzsteigerung

Künstliche Intelligenz ermöglicht deutliche Effizienzsteigerungen Ihrer Prozesse

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz ist sehr verlockend, muss jedoch richtig angegangen werden – oftmals fehlen im Unternehmen die Visionen dazu, wie die gesammelten Daten, beispielsweise der eigenen Webseite, genau einzusetzen sind. Erst, wenn Sie sich über den Wert des Datenschatzes bewusst sind, wird Ihre Big Data-Strategie erfolgreich!

Generell gilt: Eine Künstliche Intelligenz ist nur so gut wie ihre Datenbasis. Meist liegt hier der entscheidende Problempunkt: Selbstlernende Algorithmen erhalten häufig Daten von schlechter Qualität. Dazu kommen in den meisten Unternehmen strukturelle Herausforderungen – es gibt schlicht zu wenige Datenanalysten, um eine tiefgreifende Transformation selbst in Gang zu bringen. Aus diesem Grund ist oft eine Kooperation mit einem spezialisierten Partner-Unternehmen sinnvoll.

Marktanalyse im Handel 4.0

Das Internet hat weltweite Vertriebsmöglichkeiten geschaffen und damit globalisierte, unübersichtliche E-Commerce-Märkte. Gleichzeitig haben Sie als E-Commerce-Anbieter im Tagesgeschäft meist wenig Kapazitäten, Ihre direkten Wettbewerber ständig im Blick zu behalten. Ganz abgesehen von neuen Wettbewerbern, die möglicherweise in den Markt eintreten – diese Masse an Informationen manuell zu Filtern ist unmöglich.

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