Grenzenloser Handel in der EU: Erfolgreich mit Cross-Border E-Commerce

Europaweit Umsätze zu erzielen – das ist das Ziel vieler Online-Händler. Und es muss dank Cross-Border-Strategie kein Traum bleiben. Viele europäische Anbieter schaffen es bereits heute, die Ansprüche der unterschiedlichen Märkte zu bedienen.

Laut Cross Border Commerce Europe betrug das Volumen des grenzüberschreitenden E-Commerce in der Europäischen Union 2018 95 Milliarden Euro (ohne die Umsätze der Travel-Branche). Dabei generierten europäische Unternehmen 55 Prozent des Umsatzes, Händler außerhalb der EU erwirtschafteten 45 Prozent.

Grenzenloser Handel in der EU: Cross-Border-Commerce

Der Cross-Border E-Commerce in Europa wächst in den nächsten Jahren vermutlich um 80 Prozent. Quelle: Cross Border Commerce Europe

Im heutigen Artikel erfahren Sie, welche Hindernisse einem grenzenlosen E-Commerce in der EU trotz Wachstumstrend noch im Weg stehen und wie Sie mit Ihrem Online-Shop eine erfolgversprechende Cross-Border-Strategie implementieren.

So steht es um den Cross-Border E-Commerce in der EU

Bislang war der Weg zum Cross-Border-Anbieter in unterschiedlichen Ländern Europas mit einigen rechtlichen Fallstricken versehen, die ein Unternehmen erstmal zu bewältigen hatte. Insbesondere die europäische Fragmentierung im Verbrauchervertragsrecht stellte eine große Herausforderung dar. Die schwierige rechtliche Lage hielt somit bislang insbesondere kleine und mittlere Unternehmen davon ab, grenzüberschreitend tätig zu werden. Auch auf Seiten der Kunden zeigt sich noch Entwicklungspotenzial. Einerseits gibt es europaweit große regionale Unterschiede in der Nutzung von E-Commerce. Andererseits bestehen bei E-Commerce-Kunden noch signifikante Vorbehalte, was den Kauf von Waren von Online-Händlern aus anderen europäischen Ländern betrifft. Während zwei Drittel der europäischen Kunden den heimischen E-Commerce-Anbietern vertrauen, ist es bei Anbietern aus anderen Ländern der Europäischen Union lediglich die Hälfte der Befragten. Einen starken Zusammenhang sehen die Autoren der EU-Studie zwischen dem Vertrauen in Online-Shopping und der Internetnutzung. Je stärker in einem Land die Internetnutzung verbreitet ist, desto höher ist auch das Vertrauen in Online-Händler.

Grenzenloser Handel in der EU: Vertrauen

Das Vertrauen der Kunden in dem innereuropäischen E-Commerce steigt zwar seit Jahren, aber nach wie vor müssen Vorbehalte ausgeräumt werden. Quelle: Europäische Kommission

Die EU hat erkannt, dass sich der E-Commerce zu einem großen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Die europäischen Institutionen hoffen, dass durch die Umsetzung der Digitalisierungs-Strategie Digitaler Binnenmarkt ein jährliches Wirtschaftswachstum von 415 Milliarden Euro pro Jahr erreichbar ist. Dafür hat die EU einige Maßnahmen ergriffen. Unter anderem sind bereits neue Regeln für grenzüberschreitende Paketlieferungen in Kraft getreten, überarbeitete Verbraucherschutz-Bestimmungen werden ab 2020 eingeführt.

Wie Sie eine Cross-Border-Strategie richtig angehen

Wenn Sie als Online-Händler eine Cross-Border-Strategie implementieren, sind neben den rechtlichen Rahmenbedingungen auch Markt- und Länderanalysen fundamental wichtig. Je detaillierter Sie hierbei vorgehen, desto stabiler wird Ihre Cross-Border-Strategie. Zunächst ist es wichtig, das Wachstumspotenzial des Marktes abzustecken. Wie vielversprechend ist das Land für Ihre Produktpalette?

Eine weitere zentrale Frage, die Sie für sich beantworten sollten, ist die der Distribution in den unterschiedlichen Ländern. Dies schließt von der Wahl der Vertriebskanäle über die länderspezifischen Erwartungen bei der Lieferung (bspw. Nachbarschaftszustellung) bis hin zum Retourenmanagement vielfältige Faktoren ein. Je nach strategischer Abwägung ist es beispielsweise sinnvoll, sich gezielt für einen bestimmten regionalen Marktplatz und einen international tätigen Paket- bzw. Kurierdienst zu entscheiden.
Um ein umfassendes Bild zu erlangen, ist es außerdem empfehlenswert, sich über die Nachfrager und Anbieter sowie marktübliche Preise zu informieren. Wie kaufkräftig sind die Konsumenten im jeweiligen Land?

Grenzenloser Handel in der EU: Internet

Die Internetdurchdringung eines Landes ist bei der Vertrauensbildung in E-Commerce wichtiger als das Alter oder die Bildung des Kunden. Quelle: Europäische Kommission

Auf welchem Stand ist die Internetdurchdringung, die wie erwähnt auch einen direkten Einfluss auf das allgemeine Vertrauen in den E-Commerce hat? Wie hoch ist zudem die Dichte an Online-Käufern? Ebenso sollten Sie feststellen, welche Produktsegmente besonders gefragt sind und ob es spezifische kulturelle Anforderungen an die geshoppten Produkte gibt. Einen umfassenden Eindruck von dem Wettbewerbsdruck im jeweiligen Land erhalten Sie nur durch die Untersuchung der Anbieter und deren Preisgebung.

So behalten Sie bei der Cross-Border-Strategie alle Märkte im Blick

Marktdaten sind die Grundlage, um relevante Aussagen über Märkte treffen zu können. Welche Preise rufen Ihre Wettbewerber für welche Produkte auf? Ändert sich das Sortiment bei einem einzelnen Händler oder möglicherweise im gesamten Markt? Fragen wie diese beantwortet die Market Intelligence Software blackbee Insights, die dafür weltweit Daten für Sie sammelt und anschaulich aufbereitet. Dabei funktioniert blackbee Insights gänzlich unabhängig von jeweiligen Landessprachen und schafft Ihnen damit einen bequemen Zugang zu allen Märkten, die für Ihre Cross-Border-Strategie interessant sind.

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