Header Entwicklungen im E-Commerce in Q3 2020

So entwickelte sich der E-Commerce im letzten Quartal des Jahres 2020

Der stationäre Handel hat nach wie vor mit den negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie zu kämpfen. Der E-Commerce dagegen ist der klare Gewinner der letzten Monate. Die dynamische Branche wuchs in den letzten Monaten stark und derzeit sieht es ganz danach aus, dass kein Ende in Sicht ist.

Doch wie veränderte sich das Käuferverhalten mit Beginn von Covid-19? Um den Kunden besser zu verstehen, analysierte Nosto 500 E-Commerce Websites zwischen dem 1. März und dem 1. August 2020 verglichen mit dem gleichen Zeitraum im Vorjahr.

Die Analyse untersucht Trends und Entwicklungen in den sechs Branchen Fashion & Accessoires, DIY & Garten, Beauty & Wellness, Sport & Outdoor, Haustierbedarf sowie Lebensmittel & Getränke.  Ein besonderes Augenmerk wurde auf die KPIs Besuche, Umsätze, Konvertierungsrate sowie durchschnittlicher Bestellwert gelegt. Wir stellen in unserem Blogbeitrag die wichtigsten Ergebnisse kurz vor.

Das sind die interessantesten Erkenntnisse in den Bereichen Umsatz, Besuche, Konvertierungsrate und durchschnittlicher Bestellwert

E-Commerce Umsatz

Der E-Commerce Umsatz stieg im Mai und Juni 2020 drastisch an. So konnte eine Umsatzsteigerung von 20 Prozent ab Tag Null des Betrachtungszeitraums festgestellt werden. Gleichzeitig kam es jedoch zu großen Umsatzeinbußen im stationären Handel.

Besuche

Der Traffic auf den untersuchten Websites stieg im Frühjahr um ein Vielfaches an, normalisierte sich anschließend und war im August genauso hoch wie im Betrachtungszeitraum 2019.

Konvertierungsrate

Die Conversion im Online-Handel stieg im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent. Die Gründe liegen möglicherweise in einem höheren Kaufinteresse der Käufer oder in der Optimierung der Konvertierungsrate durch die Händler.

Durchschnittlicher Bestellwert

Während des 140-Tage-Zeitraums stieg der durchschnittliche Bestellwert um ein Prozent. Jedoch sank der Wert im Vergleich zum Vorjahr und blieb mit Ausnahme einiger weniger Tage null bis drei Prozent unter dem Wert des letzten Jahres. Das Minus liegt höchstwahrscheinlich in der wirtschaftlich unsicheren Lage begründet, weshalb die Käufer nur für sie wirklich notwendige Käufe tätigen.

So schneiden die einzelnen Branchen im E-Commerce-Vergleich ab

Am Ende des Untersuchungszeitraums war bei allen Branchen der Traffic im Vergleich zu 2019 gestiegen – mit Ausnahme von Beauty und Wellness. Zunächst stieg die Anzahl der Besucher in allen Branchen stark. Den größten Anstieg verzeichnete Lebensmittel und Getränke, den zweitgrößten Anstieg erlebte Haustierbedarf. Doch anschließend, nachdem in den ersten Märzwochen fleißig von zu Hause aus bestellt wurde, begann der Traffic in allen sechs Branchen unterschiedlich stark abzunehmen.

Lebensmittel und Getränke

Food ist die einzige Branche, deren Umsatz einen ähnlichen Wert von Beginn bis Ende des Betrachtungszeitraums hat. Mit einem Anstieg der Besuche um fünf Prozent, der Umsätze um zwei Prozent, der Konvertierungsrate um neun Prozent und einem Rückgang des durchschnittlichen Bestellwerts um ein Prozent scheint der Verkauf von Lebensmitteln im Internet noch immer seine Schwierigkeiten zu haben.

Sport und Outdoor

Der Bereich Sport und Outdoor scheint von den Auswirkungen des Lockdowns kurz-sowie langfristig verschont geblieben zu sein. Während der gesamten 140 Tage verzeichnete es einen Anstieg des Traffics um ein Prozent, des Umsatzes um acht Prozent, der Konvertierungsrate um ein Prozent und des durchschnittlichen Bestellwertes um vier Prozent.

DIY und Garten

DIY und Garten ist die einzige Branche, deren durchschnittlicher Bestellwert am Ende des betrachteten Zeitraums gestiegen ist. Scheinbar profitiert DIY und Garten stark vom Shutdown. Und die Begründung liegt stark auf der Hand: Da die Käufer mehr Zeit in ihren Wohnungen und Häusern verbringen, sollen diese so wohnlich und gemütlich wie nur möglich sein. Dies führte dazu, dass die Deutschen zu wahren Heimwerkern wurden. Der Traffic stieg um 24 Prozent, der Umsatz um 42 Prozent, die Konvertierungsrate um fünf Prozent und der durchschnittliche Bestellwert um sechs Prozent.

Fashion und Accessoires

Mit einem Anstieg des Traffics um 15 Prozent, des Umsatzes um 18 Prozent und der Conversion um 12 Prozent ist der Online-Handel im Bereich Fashion und Accessoires so stark gewachsen wie er dies gewöhnlich über einen Zeitraum von 12 Monaten tut – und das dazu doppelt so schnell. Doch auch wenn die Zahlen einen positiven Trend erahnen lassen, so werden diese nicht ausreichen, um den negativen Effekten der wochenlangen Schließung des stationären Handels entgegenzusteuern.

Beauty und Wellness

Mit einem Rückgang des Traffics um 11 Prozent, des Umsatzes um 20 Prozent, der Conversion um fünf Prozent und einem Anstieg des durchschnittlichen Bestellwerts um zwei Prozent ist der Online-Handel im Bereich Beauty und Wellness eine der am stärksten betroffenen Branchen, die mit Einbußen zu kämpfen hat. Gerade zu Beginn der Beobachtung verzeichnete die Branche einen starken Anstieg der vier KPIs. Am Ende des Beobachtungszeitraums sinken die Werte jedoch und pendeln sich zu den Zahlen vom Vorjahr ein. Dies kann möglicherweise ein Zeichen dafür sein, dass die Branche keine dauerhaften negativen Auswirkungen des Shutdowns erfährt.

Haustierbedarf

Mit einer Steigerung des Traffics um 36 Prozent, der Umsätze um 30 Prozent, der Conversion um 31 Prozent und einem durchschnittlichen Bestellwert, der während des Betrachtungszeitraums allerdings um zwei Prozent gesunken ist, ist der Haustierbedarf während des Shutdowns eine der am kräftigsten wachsenden Branchen. So wuchs die Konvertierungsrate beispielsweise stärker als in jeder anderen untersuchten Branche. Durch die hohe Anzahl neuer Anbieter, die in den letzten Monaten den E-Commerce Markt betraten, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Haustierbedarf mehr und mehr online geht – beschleunigt durch den Shutdown.

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