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Marktanalyse: Lebensmittel im deutschen E-Commerce

eFood: Der Verkauf von Lebensmitteln im Online-Handel erlebt mit Beginn der Corona Pandemie seit Frühjahr 2020 einen kräftigen Aufschwung. Aktuell wächst keine andere Branche im E-Commerce so stark wie der Lebensmittelhandel. Laut des Branchenverbandes bevh lagen die Umsätze im dritten Quartal des letzten Jahres bei mehr als 50 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die deutschen Konsumenten kauften also online fast doppelt so viel an Nudeln, Fleisch, Obst und Gemüse wie 2019.

eFood gilt als eine der letzten Branchen im E-Commerce, bei der großes Marktpotential vorhanden ist. Es entsteht eine Milliardenmarkt und viele Händler wollen davon profitieren.

eFood: Das sind die Hürden beim Verkauf

Nicht nur die Bedenken der Konsumenten, sondern auch die hohen Ansprüche an Logistik, Abfertigung und Lieferung der Waren stellen schwere Hürden an den Verkauf von Lebensmitteln im Internet dar. Um wettbewerbsfähig zu sein, muss eFood gegenüber den klassischen Märkten seine Innovationsfähigkeit demonstrieren. Denn nach wie vor dominiert aufgrund der sehr hohen Dichte des Ladennetzes der stationäre Handel.

Das sollten Sie beim  Online-Verkauf von Lebensmitteln vorab beachten

  • Welches Geschäftsmodell passt zu mir?
  • Welche Produkte können verkauft werden?
  • Logistik
  • Lagerbedingungen einzelner Lebensmittel
  • Wie halte ich Kühlketten ein?
  • Welchen (Kunden-)Service biete ich an?
  • Zeitfenster zur Abholung und Lieferung sowie Möglichkeiten der Lieferungen
  • Welche Verpackung biete ich an?
  • Preisneukalkulationen inkl. Lieferkosten, sowie Möglichkeiten von Retouren und Rückerstattungen
  • Welche Nutzererfahrungen haben meine Konsumenten und wie kann ich diese ggf. optimieren?
  • Welche Webshop-Software möchte ich nutzen?
  • Software zur Preiskalkulation und Sortimentsanalyse der Wettbewerber
eFood: Die Ansprüche des Kunden sind online wie offline gleich hoch und stellen Händler vor bisher nie da gewesene Herausforderungen.

eFood: Die Ansprüche des Kunden sind offline wie online gleich hoch und stellen Händler damit vor große Herausforderungen.

Lebensmittelgeschäfte führen eine breite Palette an Produkten, bei denen Lebensmittel das Sortiment dominieren. Doch diese bringen beim Verkauf im E-Commerce spezifische Anforderungen mit sich, die es vorab zu beachten gilt. Lebensmittel werden über verschiedenen Optionen angeboten: Einige werden nach Gewicht, andere nach Stückzahl verkauft. Außerdem erfordert die Verderblichkeit von Lebensmitteln besondere Lagerbedingungen in der gesamten Lieferkette. Zudem müssen Händler optimale Pick & Pack-Prozesse, Rückerstattungen, Ersatzprodukte oder den Versand navigieren.

Eine der wichtigsten Hürden stellt, laut Handelsexperte Hemker, ein schneller und effizienter Lieferprozess dar. Zudem sind die Anforderungen des Kunden online wie offline gleich hoch: ein kundenorientiertes Sortiment und das Einhalten von ökologischen sowie sozialen Standards. Die größte Hürde, die es im eFood zu überwinden gilt, ist die Skepsis der Kunden bzgl. der Produktqualität. Denn die Sorge, die die Online-Shopper umtreibt, ist, dass sie die Produkte vor dem Kauf nicht sehen oder anfassen können. Kunden benötigen vorab die Gewissheit, dass ihre Lebensmittel frisch und von hoher Qualität sind – kein gequetschtes Obst, kein welker Salat, keine verdorbenen Lebensmittel.

Wie steht es um Webdesign und Funktionalität bei Online-Supermärkten?

Leider sind qualitativ hochwertige Fotos von Produkten, die klare Beschriftung von Preisen sowie Packungsgrößen oder intelligente Suchalgorithmen oft gar nicht oder nur unzureichend vorhanden.

Dabei spielt die Online-Nutzererfahrung bei Lebensmitteln eine noch wichtigere Rolle als bei Non-Food. Und nichts ist frustrierender und mühsamer als der Einkauf auf einem schlecht gestalteten oder schlecht funktionierenden Onlineshop. Dies sind alles Hürden, die es im eFood-Sektor zu bedenken und zu überwinden gilt.

eFood: Das ist der Platzhirsch im deutschen Online-Handel

Experten sind sich einig, dass Rewe, der zweitgrößte Lebensmittelhändler Deutschlands, der Platzhirsch im deutschen eFood Bereich ist. Das Kölner Unternehmen hat mit viel Aufwand und hohen Kosten ein deutschlandweites Liefernetz aufgebaut. Zudem bieten immer mehr stationäre Rewe Händler die Möglichkeit an, Ware online zu bestellen und frisch verpackt abzuholen.

Auch Edeka drängt in den deutschen Online-Handel für Grocery. Edeka bietet mit Hilfe des Liederdienstes Bringmeister in den Städten Berlin, München und Potsdam einen Lieferservice für Lebensmittel an. Außerdem hat sich das Unternehmen Anteile an dem niederländischen Start-Up Picnic gesichert.

Neue Konzepte in der eFood-Branche

Picnic

Picnic liefert zu festgelegten Zeiten, wie ein moderner Milchmann, online bestellte Lebensmittel aus – und das mit selbstentwickelten Elektrofahrzeugen. Und der Erfolg gibt ihnen Recht: Laut Firmenangaben stieg die Zahl der Kunden im vergangenen Jahr von 60.000 auf mehr als 160.000 Kunden. Aktuell ist Picnic vor allem in Nordrhein-Westfalen verfügbar.

Sirplus

„Retten ist das neue Einkaufen“ ist das Motto von Sirplus, einem deutschlandweit agierenden Start-Up, das sich gegen Lebensmittelverschwendung einsetzt. Überschüssige Lebensmittel, die kurz vor oder nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums stehen, werden in den eigenen Rettermärkten in Berlin sowie im Online-Shop erneut zum Verkauf angeboten. Die Produktpalette reicht von Nudeln, Getreide, Müsli, Aufstrichen bis hin zu Getränken.

Gorillas

Der Lieferdienst Gorillas verspricht, bestellte Ware innerhalb von zehn Minuten zu liefern. Über 1000 Produkte zu Supermarkt Preisen können per Smartphone App bestellt und mittels Fahrradkurier geliefert werden. Aktuell ist Gorillas in Berlin, Köln, Düsseldorf, Hamburg, München, Frankfurt, Amsterdam, Rotterdam, Den Haag, Utrecht und London verfügbar. 2020 sammelte der gehypte Lieferdienst 36 Millionen Euro in der Series A zur weiteren Expansion ein.

Marken suchen den direkten Draht zum Kunden

Auch Markenhersteller springen auf den eFood Zug auf. Sie wollen einen direkten Zugang zum Kunden und so einen wertvollen Draht zur Zielgruppe aufbauen. Beispielsweise kaufte die traditionsreiche Oetker Gruppe das Start-Up Flaschenpost im vergangenen Jahr und zahlte dafür eine Milliarde Euro. Gerüchten aus der Branche zufolge plant Oetker, Pizza oder andere Produkte aus seinem Sortiment per Getränkelieferservice nach Hause zu bringen.

Danone launchte im Oktober 2020 einen Online-Shop für seine Baby-Nahrungsmarke Milupa. Ein Unternehmenssprecher des Konzerns begründet den Schritt mit der steigenden Bedeutung für seine Zielgruppe: “Wir sehen, dass für unsere Eltern (…) digitale Angebote kontinuierlich wichtiger werden”.

Grocery im E-Commerce: Lebensmittelhandel mit den höchsten Wachstumsraten

Das Kölner Institut für Handelsforschung geht davon aus, dass bis zum Jahr 2025 3,6 Prozent der Umsätze im Bereich Grocery online gemacht werden. Damit würden sich die Umsätze im Online-Lebensmittelhandel noch einmal mehr als verdoppeln. Mit Beginn der Corona Pandemie erlebt der eFood Bereich einen Boom und führt damit zu steigenden Einnahmen für Händler. Gleichzeitig stellt dies den Handel vor noch nie dagewesene Herausforderungen.

Um in der stark wachsenden Branche erfolgreich zu sein, ist eine stetige Marktanalyse unumgänglich. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Händler und Hersteller den Markt und ihre stetig wachsende Konkurrenz im Blick behalten. Intelligente Softwarelösungen, die valide E-Commerce Daten liefern, helfen, einen präzisen Blick auf die eFood-Branche zu erhalten und so langfristig Marktanteile zu sichern.

 

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