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Halbzeit im E-Commerce 2018: Welche Trends Sie im Blick behalten sollten

Für ein erfolgreiches Bestehen im E-Commerce reicht es längst nicht mehr aus, einfach einen Webshop zu betreiben. Der Online-Handel entwickelt sich zur zentralen Vertriebsplattform für Unternehmen verschiedenster Branchen. Gleichzeitig ist er einem permanenten Wandel unterworfen und von immer neuen Innovationen geprägt. Und auch die Erwartungen der Konsumenten steigen. Online-Händler und Hersteller stehen zunehmend unter Druck, immer schneller neue Features und/oder Kanäle ausprobieren und auf Änderungen im Kundenverhalten reagieren zu müssen. Und was lehrte uns schon Charles Darwin mit “Survival of the Fittest”? Wer sich nicht schnell genug an seine Umgebung anpasst, der wird nicht lange überleben.

Mit Erreichen der Halbzeit im E-Commerce-Jahr 2018 ziehen wir heute kurz Bilanz und geben Ihnen ein paar Tipps für die kommenden Monate. Haben sich die vorhergesagten Trends bewahrheitet? Welche Maßnahmen sollten Sie als Online-Händler und Hersteller noch in diesem Jahr in die Praxis umsetzen oder zumindest bei der Planung berücksichtigen?

Künstliche Intelligenz: Wissen was der Kunde will, noch bevor er es selbst weiß

Bereits letztes Jahr haben wir Künstliche Intelligenz (KI) als Top Trend 2018 definiert. Und das Interesse an KI-Technologien steigt auch weiterhin rapide an. Was wäre, wenn Sie Ihren Kunden genau zur richtigen Zeit die passenden Inhalte zur Verfügung stellen könnten? Wenn jeder Konsument eine individuelle Landing Page zu sehen bekäme? Und wenn personalisierte Werbung Verbraucher auf allen Kanälen erreichen würde? Genau das sind die Vorzüge, die das Marketing in KI sieht. Aus einer Flut an Daten lassen sich mittels Künstlicher Intelligenz schnell Insights gewinnen. Sie stellt außerdem ein wirkungsvolles Tool im Targeting, E-Mail-Marketing oder Programmatic Advertising dar.
Mittlerweile scheint KI auch in deutschen Unternehmen angekommen zu sein – das stellten IDC-Marktforscher in einer neuen Studie fest. Im April dieses Jahres machten hierfür 350 deutsche Unternehmen verschiedener Branchen Angaben dazu, ob und wie künstliche Intelligenz sie in ihrem Handeln beeinflusst. Ein zentrales Ergebnis: 52 Prozent der Befragten gaben an, mit und an KI-Projekten zu arbeiten. Innerhalb der nächsten zwölf Monate planen sogar 69 Prozent der Befragten die Umsetzung eines neuen Projekts. Bei der bisherigen KI-Nutzung steht für die Unternehmen insbesondere die Gewinnung von Wissen aus Daten im Vordergrund (37 Prozent). Projekte rund um Sprach- und Bilderkennung voranzutreiben steht für 32 beziehungsweise 23 Prozent der Befragten auf der Agenda. Ebenfalls genutzt wird KI zur Einführung von überwachtem Lernen (25 Prozent) und zur Content-Aggregation (23 Prozent).

Halbzeit im E-Commerce 2018 - Künstliche Intelligenz

In deutschen Unternehmen sind bereits vielfältige KI-Technologien im Einsatz. Genutzt werden diese insbesondere zur Wissensextraktion sowie zur Spracherkennung. (Quelle: IDC)

Visuelle Suche und Foto-Shopping: Bilder sagen mehr als tausend Worte

Gerade im E-Commerce, wo Kunden keine Möglichkeit haben Produkte anzufassen, spielen gute und aussagekräftige Bilder eine entscheidende Rolle. Und auch bei der Suche nach Artikeln sollten sich Händler und Hersteller 2018 vermehrt mit dem Thema “Foto-Shopping” befassen. Einer der Vorreiter bei der visuellen Suche ist Zalando. Der Online-Händler startete bereits 2014 mit einer Testphase für die Bilderkennung in der deutschen App. Mittlerweile kann der Kunde via Fotosuche schnell und einfach ähnliche Produkte, Farben oder Muster im Zalando-Shop suchen. In den letzten Monaten folgten zahlreiche weitere Unternehmen. eBay beispielsweise integrierte 2017 die “Find it on eBay”-Funktion in seine App, mit der auch eine Produktsuche via Bild möglich ist. Zeitgleich veröffentlichte auch Pinterest weitere Optionen und Features für seine Suche: Pinterest Lens, Related Ideas on Demand und Shop the Look. Seit Anfang des Jahres steht Unternehmen mit Business-Profil auch auf Instagram ein besonderes Feature zur Verfügung: Sie können mit der neuen Shopping-Funktion bis zu fünf Produkte in ihren organischen Beiträgen direkt mit dem Online Shop verknüpfen. Damit werden Umwege, wie der Link in der Bio, überflüssig.

Halbzeit im E-Commerce 2018 - Visuelle Suche

2017 integrierte eBay die “Find it on eBay”-Funktion in seine App. Nutzer haben seitdem die Möglichkeit mit einem Foto nach ähnlichen Produkte auf der Plattform zu suchen und diese direkt zu kaufen. (Quelle: eBay)

Augmented Reality: Von “wie würde es aussehen?” zu “wie sieht es aus?”

Mit Augmented Reality (AR) kann ein großes Problem im E-Commerce gelöst werden: Konsumenten bevorzugen es, Produkte an- beziehungsweise auszuprobieren. Vor allem in den Branchen Fashion und Accessoires sowie Home und Living stellen virtuelle Anproben eine große Erleichterung dar und reduzieren die Anzahl an Retouren. Schon jetzt bieten Online-Händler und Hersteller eigene AR-Apps an: Seit einigen Monaten können iOS und Android Nutzer mit der kostenlosen IKEA Place App Produkte in virtuellen Abbildungen ihrer eigenen vier Wände platzieren und auch Amazon setzt in seiner App seit kurzem auf Augmented Reality: Kunden wählen ihren Wunsch-Artikel aus und stellen ihn dann über die Kamerafunktion frei in die eigenen Wohnung.

Halbzeit im E-Commerce 2018 - Augmented Reality

Vom Sofa und Sessel bis zum Couchtisch, alle Produkte in der IKEA Place App sind dreidimensional und maßstabsgetreu dargestellt. So können Nutzer die Möbelstücke vor dem Kauf in ihren eigenen vier Wänden “ausprobieren”. (Quelle: IKEA)

Mobile Optimierung: Schon lange Standard und dennoch eine Herausforderung

Schon lange ist die Rede vom Siegeszug der mobilen Endgeräte im E-Commerce. Nun haben Smartphones und Tablets den Desktopcomputer als beliebteste Technologie im Online-Handel endgültig abgelöst. Daten der Zahlungsplattform Ayden belegen, dass im Jahr 2017 erstmals mehr als die Hälfte (52 Prozent) des globalen E-Commerce über Smartphones und Tablets vollzogen wurden. Mit 41,5 Prozent hinkt Deutschland im direkten Vergleich mit seinen europäischen Nachbarn, den Niederlanden (52 Prozent) und Frankreich (49,7 Prozent) sowie Großbritannien (57,1 Prozent und den USA (58 Prozent) ein wenig hinterher. Und dennoch stellt Adyen auch auf dem deutschen Markt eine deutliche Trendwende fest, denn vor zwei Jahren lag der Wert noch bei knapp 27 Prozent. Das bedeutet für Sie als Online-Händler und Hersteller: Mobile Optimierung sollte 2018 ganz oben auf Ihrer Agenda stehen. Und auch wenn Sie diese Hürde schon überwunden haben, sollten Sie noch einmal genau überprüfen, ob nicht doch Verbesserungspotential vorhanden ist. Denn je mehr Verbraucher zu Mobilgeräten greifen, umso mehr müssen Online-Händler und Hersteller ihren Checkout-Prozess anpassen.

Halbzeit im E-Commerce 2018 - Mobile Optimierung

2017 wurde erstmals mehr als die Hälfte (52 Prozent) des globalen E-Commerce über mobile Endgeräte vollzogen. Mit 58 Prozent führt die USA die Statistik an, gefolgt von Großbritannien (57,1 Prozent), den Niederlanden (52 Prozent) und Frankreich (49,7 Prozent). Deutschland bildet mit 41,5 Prozent das Schlusslicht. (Quelle: Adyen)

Voice Search: Wie verkauft man am Besten online, wenn der Verbraucher die Website nie besucht?

Sprachgesteuerte Assistenten von Amazon, Apple, Google erobern die Haushalte. Und auch Unternehmen wie Samsung, Facebook und die Deutsche Telekom sollen Sprachassistenten planen. Laut ComScore werden bis 2020 mehr als 50 Prozent aller mobilen Suchanfragen über die Sprachfunktion getätigt. Leider gibt es bislang kein Patentrezept, um Voice Search optimal zu bedienen. Sicher ist allerdings, dass sich die Formulierung von Anfragen enorm verändern wird und somit auch die Keywords. Nutzer suchen viel umgangssprachlicher und auch die Keywords werden länger. Bei der Textsuche neigt man dazu, nur einzelne Wörter einzugeben. Die Sprachsuche ist ausführlicher – hier werden teilweise sogar ganze Fragesätze verwendet.

Beispiel für eine Textsuche:
“Schutzhülle iPhone 8”

Beispiel für eine Sprachsuche:
“Alexa… Wo finde ich für mein iPhone 8 eine Schutzhülle?”

Gerade für Shopbetreiber könnte die vermehrte Suche via Sprachfunktion einen entscheidenden Vorteil bringen: Sie erhalten zusätzliche Daten, wodurch eine bessere Optimierung der einzelnen Artikel auch auf die sprachgesteuerten Suchanfragen möglich wird. Internet World Business hat kürzlich sechs Tipps für Händler zusammengefasst, die sich mit entsprechenden SEO-Maßnahmen die Präsenz auf dem “Voice Search-Markt” sichern wollen.

Halbzeit im E-Commerce 2018 - Voice Search

2017 kam es auch zu einer wahren Explosion von sogenannten Smart Speakern wie Amazon Echo und Google Home und auch 2018 planen zahlreiche Unternehmen sprachgesteuerte Assistenten auf den Markt zu bringen. Voice Search wird dementsprechend einen großen Einfluss auf die weitere E-Commerce-Entwicklung haben.

Aktives Preismanagement: Dynamisch auf den Markt reagieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben

E-Commerce ist und bleibt hochdynamisch. Der Markt ändert sich rasant – und mit ihm die Preise. Ein aktives Preismanagement ist dafür essentiell und wird nur durch eine klare Markt- und Preistransparenz erreicht. Diese komplexen Analysen lassen sich schnell und kosteneffizient mit intelligenten und selbstlernenden Lösungen durchführen. Das Modul blackbee Marktanalyse ermöglicht Ihnen eine langfristige und genaue Anpassung Ihrer Verkaufspreise an die Preislage Ihrer Wettbewerber. blackbee unterstützt Sie bei der Umsetzung und Etablierung eines professionellen Preismanagements – 2018 und darüber hinaus.

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