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Statusupdate Google Shopping – Ein Urteil zugunsten der Online-Händler?

Gute Nachrichten für Online-Händler: Preisvergleiche im Internet gewinnen zukünftig wieder an Wettbewerb. Durch den Online-Preisvergleichsdienst Google Shopping wurde dies längere Zeit eingedämmt. Dem kam im vergangenen Sommer – nach mehreren Beschwerden von Mitbewerbern  – auch die EU-Kommission auf die Schliche: Denn der Suchmaschinenriese Google erhielt eine Rekordstrafe wegen vermeintlicher Wettbewerbsverzerrung und die EU-Kommission verhängte dabei eine Geldbuße in Höhe von 2,42 Milliarden Euro.

Der Vorwurf: Der Wettbewerb auf den Preisvergleichsmärkten wurde durch den Dienst Google Shopping eingeschränkt. Google habe seine Monopolstellung als Suchmaschine ausgenutzt, indem es die eigenen Product Listing Ads (PLA) unverhältnismäßig vorteilhaft rankte. Das bedeutet im Klartext: Interessiert sich ein Verbraucher für ein bestimmtes Produkt und sucht dieses über die Suchmaschine Google, so fällt auf, dass in den Suchergebnissen Google Shopping-Anzeigen wesentlich sichtbarer sind als andere Preisvergleichsdienste. Damit verschafft Google seinem eigenen Preisvergleichsdienst durch die schlechtere Platzierung seiner Wettbewerber einen erheblichen Vorteil.

Doch was hat sich seit dem Urteil durch die EU-Kommission im vergangen Jahr an der Situation geändert? Können Händler und Hersteller im E-Commerce endlich aufatmen?

Dominanz durch Google Shopping wenig Wettbewerb auf Preisvergleichsmärkten

Zahlen der Untersuchung von Searchmetrics zeigen, dass der Wettbewerb auf den Preisvergleichsmärkten durch Google Shopping tatsächlich eingeschränkt wurde. Dabei nahm Searchmetrics in den letzten fünf Jahren Google Shopping-Anzeigen in den Suchergebnissen in Großbritannien, Deutschland und Frankreich genauer unter die Lupe. Zentrales Ergebnis: Die Sichtbarkeit der Google Shopping-Elemente stieg in diesem Zeitraum um über 300 Prozent. Gleichzeitig sank die durchschnittliche Sichtbarkeit von Google ShoppingWettbewerbern wie idealo.de, billiger.de oder guenstiger.de um beinahe 60 Prozent auf Desktop-Computern und um fast 30 Prozent auf Mobilgeräten.

Außerdem wird deutlich, dass es lediglich 11 Prozent der Wettbewerber in Deutschland gelang eine Platzierung auf Seite 1 der Suchergebnisliste (Frankreich rund 7 Prozent, Großbritannien beinahe 15 Prozent).

Dominanz durch Google Shopping – wenig Wettbewerb auf Preisvergleichsmärkten

Wettbewerb auf den Preisvergleichsmärkten durch Google Shopping klar eingeschränkt: Die Sichtbarkeit von Google Shopping-Elementen stieg in den letzten Jahren um erstaunliche 320%. Gleichzeitig sank die Sichtbarkeit der Wettbewerber auf Google um 58 %. (Quelle: Searchmetrics)

Des Weiteren deckte Searchmetrics auf, dass in Deutschland 98 Prozent aller Ergebnisse in der Produktvergleich-Suche von Google selbst stammten, und lediglich 2 Prozent von Mitbewerbern.

Dominanz durch Google Shopping – wenig Wettbewerb auf Preisvergleichsmärkten

(Quelle: Searchmetrics)

Google ist nicht untätig und nimmt Anpassungen vor

2,42 Milliarden Euro Geldstrafe regen selbst die größten Player zum Nachdenken an: Und auch wenn der Konzern bereits auf das Urteil der Millionenstrafe reagierte, indem er kurzerhand Google Shopping von der normalen Suchfunktion abkoppelte, sagen einige Mitbewerber, ihre Preisvergleichsdienste hätten trotz der Anpassungen keine Chance über die Suchmaschine auffindbar zu sein. Doch der Silicon Valley-Riese kontert geschickt: Jetzt können Konkurrenten mit Google um Anzeigeplätze wettbieten. Von nun an ist es also auch anderen Online-Shops möglich, über Online-Aktionen, die eigenen Artikel in der Produktsuche oberhalb der organischen Suchergebnisse zu platzieren – dafür müssen die Werbetreibenden lediglich einen höheren Betrag als Google selbst bieten.

Google Shopping – ein kleiner Rückblick

Vor 14 Jahren hätte wohl niemand damit gerechnet, dass der Preisvergleichsdienst eine solch hitzige Debatte auslösen würde. Denn so richtig erfolgreich startete Google Shopping nicht: Mit Froogle trat Google erstmals im Jahr 2004 in Europa in den getrennten Markt der Preisvergleichsdienste ein. Umbenannt wurde dieser Dienst 2008 in Google Product Search und 2013 letztlich in Google Shopping. Das Angebot ermöglicht Konsumenten einen unmittelbaren Vergleich von Artikeln und deren Preisen – womit sie sich online ganz einfach einen Überblick über verschiedene Angebote im E-Commerce verschaffen.

Was gilt es für Online-Händler zu beachten?

Die vorangegangenen Zahlen machen deutlich, dass Online-Händler noch nicht aufatmen können. Auch wenn Google Shopping beim Bieten um Anzeigenplätze in Zukunft mehr Transparenz an den Tag legen sollte, ist eine 180-Grad-Wendung des Konzerns kaum denkbar – denn die dort geschalteten Anzeigen sorgen in erster Linie für hohen Traffic. Im Gegensatz dazu liefern konkurrierende Preisvergleichsportale jedoch qualitativ hochwertigere Klicks.

Was sollten Online-Händler bei Verkäufen – auf Marktplätzen, Preisvergleichsportalen und dem eigenen Online-Shop – zwingend beachten und wie setzen sie erfolgreich ihre Produkte ab?

Preisvergleichsdienste stellen dabei eine wichtige Plattform für Online-Händler dar – vor allem für Omni-Channel Retailer ist dies ein idealer Ansatz, um ihre Produkte und Dienstleistungen einem breiten Kundenkreis anzubieten. Daher sollten Online-Händler die Performance ihrer Produkte keinesfalls aus den Augen lassen: Zum einen ist die optische Gestaltung der Produktangebote für die Erhöhung der Klickraten von enormer Wichtigkeit. Andererseits ist der Preis ausschlaggebender Faktor für die Entscheidung eines Konsumenten auf eine Anzeige zu klicken. Denn findet ein Verbraucher einen günstigeren Preis bei der Konkurrenz, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass dieser letztendlich auch dort kauft. Dementsprechend sind Produkte und Preise wesentliche Elemente für den Verkaufserfolg im E-Commerce. Online-Händler sollten also sowohl das Sortiment, als auch die Preise ihrer Wettbewerber kennen, um für die Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit letztlich eigene Anpassungen durchführen zu können. Doch täglich riesige Datenmengen im E-Commerce zu durchforsten, um nach einzelnen Artikeln und Preisen zu suchen und diese zu vergleichen, ist manuell fast unmöglich. Hierbei schaffen automatisierte Analyse-Tools wie blackbee Abhilfe und unterstützen Online-Händler dabei, die einzelnen Artikel und Preise plattformübergreifend im Auge zu behalten.

Was gilt es für Online-Händler zu beachten?

Für den Erfolg auf Marktplätzen, Preisvergleichsportalen, Online-Shops oder Google Shopping ist die Kenntnis über Produkte und Preise der Wettbewerber von enormer Wichtigkeit. Mit unserer blackbee Marktanalyse behalten Sie einzelne Artikel und Preise der Konkurrenz plattformübergreifend im Blick.

Klare Vorteile für Online-Händler: Dank blackbee wissen Sie immer, was am Markt passiert

Eine plattformübergreifende Sicht auf den Markt ist für den Erfolg im E-Commerce essentiell. Mit der effizienten Marktanalyse von blackbee behalten Sie den Wettbewerb auf Basis aktueller, hochvalider und präziser Daten im Blick. Ganz egal ob Konkurrenzangebote auf Marktplätzen, Preisvergleichsportalen, Online-Shops oder Google Shopping: Händler und Hersteller sind im E-Commerce täglich bestens informiert, wie sich Preise, Produktfeatures und komplette Sortimente bei ihren Wettbewerbern verändern.

Durch unsere Marktanalyse schätzen Sie Ihre Marktposition richtig ein und sind damit Ihrer Konkurrenz immer einen Schritt voraus.

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