Trends im Online-Möbelmarkt – eine Branche im Umbruch

Die Gestaltung der eigenen vier Wände ist den Deutschen enorm wichtig. Viele Konsumenten haben sich sogar zu richtigen „Einrichtungsfreaks“ entwickelt: So macht es sechs von zehn Verbrauchern Spaß, ihrem Zuhause durch den regelmäßigen Kauf von Wohnaccessoires einen neuen Look zu verschaffen. Für ganze 43 Prozent ist das Einrichten sogar zum Hobby geworden. Lesen Sie in unserem heutigen Artikel, welche Trends sich in der Wachstumsbranche “Home & Living” künftig entwickeln und was Sie als Online-Händler unbedingt beachten sollten.

Home & Living: Eine Wachstumsbranche im E-Commerce

Der Online-Einkauf von Möbeln und Wohnaccessoires ist mittlerweile Trend. Dies bestätigt die Studie der Wirtschaftsprüfgesellschaft KPMG: Der Möbelmarkt boomt und die Verbraucher kaufen Einrichtungsgegenstände immer häufiger im E-Commerce – und das soll auch in Zukunft so bleiben. So werden größere Möbelstücke, wie Betten oder Sofas, von 36 Prozent der Konsumenten stationär gekauft – gleichauf liegt der Einkauf derartiger Artikel im Online-Shop mit 33 Prozent. Bei Kleinmöbeln – wie Kommoden oder Beistelltischen, aber auch Wohnaccessoires – ist der stationäre Einkauf aktuell noch weitaus beliebter. Erklären lässt sich dies ganz einfach: Die Konsumenten lassen sich sperrige Möbelstücke lieber nach Hause liefern, anstatt sich selbst um die Abholung und den Transport dieser zu kümmern. Wohingegen Kleinmöbel und Wohnaccessoires kinderleicht nach Hause transportiert werden können und der Verbraucher somit nicht auf die tage- bzw. wochenlange Lieferung der Ware warten muss.

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Der Online-Möbelmarkt holt rasant auf: Die Lieferung von Möbeln und Wohnaccessoires nach Hause wird immer beliebter. (Quelle: KPMG)

„Home & Living“ zählt zu den Wachstumsbranchen im E-Commerce. Der Erfolg dieses Segments spiegelt sich auch in der Umsatzentwicklung des deutschen Online-Möbelhandels wider. Immer mehr Verbraucher kaufen ihre Möbel und Wohnaccessoires online und die Studie von PwC prognostiziert: Die E-Commerce Umsätze in diesem Segment steigen in den nächsten Jahren kontinuierlich.

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Die Online-Umsätze im deutschen Möbelmarkt spiegeln den Erfolg wider: stetiges Wachstum des Segments im E-Commerce. (Quelle: PwC)

 

Online-Möbelmarkt: Worauf legen die Konsumenten Wert?

KPMG beschäftigte sich intensiv mit der Branche und hat Konsumenten unter anderem nach ihren Vorstellungen der Konzeptgestaltung befragt. Dabei kristallisierte sich heraus, dass 8 von 10 Verbrauchern einen Online-Shop mit Showroom präferieren. Außerdem sagen fast 60 Prozent der Konsumenten, dass sie auch stationär eher bei einem Möbelhändler einkaufen, der zusätzlich einen Online-Shop besitzt.

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Die Konsumenten haben klare Vorstellungen von dem Auftritt der Möbelanbieter. Dabei bevorzugen beinahe 80 % der Verbraucher einen Online-Shop inklusive Showroom. (Quelle: KPMG)

 

Möbelhändler müssen kanalübergreifend denken und die Vorteile beider Welten – online und stationär – für Konsumenten mehrwertstiftend miteinander verbinden.“ so Arne Stock, Vorstand bei moebel.de Einrichten & Wohnen AG

Innovationen & Individualisierung im Online-Möbelmarkt – Anpassung an die anspruchsvollen Konsumenten von morgen

In einer Branche, die nicht schläft, sondern aktiv Trends verfolgt, sollten Händler und Hersteller den Anschluss nicht verlieren. Die Digitalisierung und das Internet halten auch im Segment von Möbeln und Wohnaccessoires zunehmend Einzug. Aufgrund dessen haben sich die Anforderungen der Kunden beim Möbelkauf enorm verändert. Allein Produktabbildungen und -informationen reichen den Konsumenten längst nicht mehr aus, vielmehr fordern sie ein Einkaufserlebnis – auch bequem von zu Hause aus.

Für Händler und Hersteller bedeutet das: kanalübergreifend denken und sich auf die aktuellen Trends und Vorstellungen der Konsumenten einrichten. Nur wer bei den grundsätzlichen Anforderungen überzeugt und mit spannenden Features punktet, wird auch künftig in der Wachstumsbranche „Home and Living“ bestehen.

#Trend 1: Virtual bzw. Augmented Reality

Wer kennt es nicht: Man steht im Einrichtungshaus und fragt sich, wie das Möbelstück wohl in den eigenen vier Wänden aussieht – Passt es überhaupt in die Ecke? Und wie passt die Farbe zur restlichen Einrichtung? Diese Fragen lassen sich jetzt ganz einfach beantworten. Denn um den Kunden die Wahl des Möbelstücks zu erleichtern, setzen bereits einige Anbieter auf Virtual bzw. Augmented Reality: Neben der schwedischen Möbelhauskette IKEA bietet auch Pair eine App, mit der die Konsumenten ganz einfach Möbelstücke in die eigenen vier Wände projizieren. Der Kunde richtet sein Smartphone oder Tablet auf seine Umgebung zu Hause und fügt virtuelle Objekte – wie Stühle, Tische oder Regale – ein.

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Mit Apps für Smartphone und Tablet lassen sich kinderleicht virtuelle Möbelstücke in die eigenen vier Wände projizieren und erleichtern spielerisch die Kaufentscheidung. (Quelle: IKEA)

Technologien wie Virtual und Augmented Reality gewinnen immer mehr an Attraktivität. Durch das Angebot virtueller Anwendungen erhalten die Konsumenten jetzt die Möglichkeit, im Handumdrehen die eigenen vier Wände zu gestalten. Online-Händler sollten auf den Zug aufspringen und sich durch die Nutzung von neuen und innovativen Vermarktungsmöglichkeiten Erfolge im E-Commerce sichern.

#Trend 2: Möbel und Dekoration als 3D-Druck

Der 3D-Druck ist keine Neuigkeit, ganz im Gegenteil: Als eine der interessantesten technologischen Entwicklungen wird der 3D-Druck von vielen Dienstleistern im Internet angeboten, aber auch Drucker für den Heimgebrauch können schon längst erworben werden.

Nach Untersuchung der Wirtschaftsprüfgesellschaft PwC stehen die Konsumenten dem 3D-Druck für die Zukunft positiv gegenüber: Obwohl aktuell lediglich 18 Prozent schon einmal einen 3D-Druck angefertigt haben, sehen 8 von 10 Leuten einen Vorteil des 3D-Drucks vor allem in der Individualität der Gegenstände. 92 Prozent gehen sogar davon aus, dass sich der 3D-Druck bis zum Jahr 2022 in der Industrie durchsetzen wird.

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Aktuell nutzen lediglich 18 Prozent der Verbraucher die 3D-Druck-Technologie. Doch der Zukunft blicken sie positiv entgegen: 81 % gefällt die Individualität der 3D-Produkte und sogar 92 % sehen die Technologie bis 2022 in der Industrie. (Quelle: PwC)

Branchenvorreiter IKEA kündigte erst kürzlich an, einen anpassbaren Stuhl herzustellen, dessen Einzelteile aus einem 3D-Drucker stammen. Andere Möbelproduzenten erstellen mit dieser Technologie bereits Lampen, Vasen oder andere Dekorationsartikel.

Der bisher langwierige und aufwendige Prozess des 3D-Drucks hielt den Boom der Technologie bisher in Zaum: Doch jetzt entwickelte ein Forscherteam des Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Zusammenarbeit mit dem Büroeinrichtungshersteller Steelcase, ein neues Druck-Verfahren, das in der Lage ist 3D-Drucks bis zu zehnmal schneller Produkte anzufertigen. Statt Stunden benötigt das so genannte „Rapid Liquid Printing“ nur Minuten für die Herstellung von Strukturen.

Künftig wird sich zeigen, ob die Herstellung von Möbeln und Dekorationsartikeln aus dem 3D-Drucker mehr als nur ein Trend sein wird. Händler und Hersteller der Branche sollten keine Angst vor der 3D-Drucktechnologie haben, sondern diese vielmehr als Chance sehen und vom aktuellen Boom profitieren.

#Trend 3: Individualisierung der eigenen vier Wände

Die Ansprüche der Kunden werden immer individueller. Sie nicht nur zufrieden zu stellen, sondern zu begeistern, wird mehr und mehr zur Königsdisziplin und stellt viele Händler und Hersteller vor eine große Herausforderung.

KPMG zeigt auf, dass die individuelle Gestaltung der eigenen vier Wände immer wichtiger wird: 4 von 10 Konsumenten wollen Produkte kaufen, die nicht jeder hat. Die Verbraucher achten dabei vor allem auf hochwertiges Design und Qualität der Produkte. Daher werden Möbel, die sich individuell gestalten oder modular zusammenbauen lassen, immer beliebter.

Jedes Stück ein Unikat mit einer ganz eigenen Note: Das klingt für Möbelproduzenten nach einem aufwendigen und teuren Unterfangen, was sich viele von ihnen einfach nicht leisten können. Doch diese Individualisierung muss nicht kostspielig sein. Durch Technologien, wie den 3D-Druck, können Möbelstücke und Wohnaccessoires für einen geringeren Kostenaufwand individuell hergestellt werden.

#Trend 4: Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit

Durch das steigende Umweltbewusstsein der Verbraucher wird mehr Wert auf nachhaltige und faire Produkte gelegt. Der Trend zur Nachhaltigkeit durchläuft viele Ebenen des Alltags und zeigt sich auch beim Möbelkauf: Der Mehrheit der Verbraucher (73 Prozent) ist die Nachhaltigkeit beim Möbelkauf wichtig.

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Das steigende Umweltbewusstsein zeigt sich auch beim Möbelkauf. Der Mehrheit der Konsumenten ist dabei die Nachhaltigkeit wichtig. (Quelle: PwC)

In puncto Nachhaltigkeit achten die Konsumenten – neben energieeffizientem Wohnen – insbesondere auf eine ökologisch und sozial vertretbare Produktionsweise der Möbel sowie die Verwendung von natürlichen und umweltfreundlichen Materialien. Dabei setzen viele „gründenkenden“ Kunden auf alternative Herstellungsweisen wie Up- oder Recycling. So nutzt das Unternehmen Bauholz Design beispielsweise Holz von alten Baugerüsten und stellt daraus individuelle Möbelstücke her – dabei reicht das Portfolio über Regale und Tische bis hin zu Bänken und Sofas aus Holz.

Erfolgreich aufgestellt im E-Commerce

Damit Online-Händler im E-Commerce erfolgreich aufgestellt sind, müssen sie die Entwicklungen und Trends am Markt zwingend im Blick behalten. Verpassen Sie Ihrem Außenauftritt einen neuen Anstrich und adaptieren Sie aktuelle Trends auch für Ihr Business, um Kunden für Ihren Online-Shop zu gewinnen.

Durch die wachsende Branche und der steigenden Vielzahl an Anbietern, Marken und Fabrikaten vergleichen Konsumenten Preise und Eigenschaften mehr als je zuvor. Deshalb reicht es für einen langfristigen Erfolg im E-Commerce nicht aus, lediglich neuen Trends nachzueifern. Vielmehr sollten Sie parallel zu den oben genannten Anpassungen die Konkurrenz in Hinblick auf Preis- und Sortimentsgestaltung nicht aus den Augen verlieren im Möbelsegment bleibt man nur mit durchdachten Preis- und Sortimentsanpassungen wettbewerbsfähig. Hierbei unterstützt unsere innovative Technologie blackbee Hersteller und Händler der Branche „Home & Living“, indem sie tagesaktuelle Marktdaten aus dem Internet sammelt, analysiert und strukturiert. Auf Grundlage dieser hochvaliden Daten sind Sie in der Lage auf die Entwicklungen von Preisen und Sortimenten zu reagieren. Durch den perfekten Überblick Ihres Marktes sind Sie der Konkurrenz immer einen Schritt voraus.

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